Jung und frei

2 Okt

… ist diese Zeitung (?), warum sollte sie sich sonst so nennen?

Ob sie jung ist weiß ich nicht, merkbefreit scheinen ihre Marketingleute und Redakteure jedenfalls zu sein.

Sie hätten mich (!) gern als Abonnenten, obwohl ich ihnen bereits vor einiger Zeit mitgeteilt hatte, dass ich mich durch ihre Werbeversuche eher belästigt als gebauchstreichelt fühle. Anscheinend wird vom Verlag ein Doktorgrad immer noch mit einer stramm rechtsäußeren Gesinnung in Verbindung gebracht.

Ich bräuchte dafür nur den sagenhaft günstigen Preis von 149,80 pro Jahr zu bezahlen und bekäme dafür auch gleich noch T. Sarrazins unsägliches Machwerk dazu geschenkt. Nebenbei vermerkt man noch auf dem Bestellschein, dass es dem Verlag furchtbar leid täte, dass man mich um das Einverständis zur Datenspeicherung bitten müsse, das sei halt so und diese „absurde Vorgabe“ des Gesetzgebers,  ein Zeichen für viel zu viel Bürokratie, Gesetze, Verordnungen und Behörden.

Ich sehe diesen Hinweis eher für ein Zeichen dafür, WIE notwendig eine solche Vorgabe ist, damit obskure Verlage wie der der jungen Freiheit mit meinen Daten, von denen ich immer noch nicht weiß, wie sie ausgerechnet an diesen Verlag gekommen sind, eben NICHT machen machen können, was sie wollen.

Aufklären will mich die „Junge Freiheit“ darüber, was wir aus dem „Fall Sarazin“ politisch lernen (wer ist wir? ich bin eher nicht dabei, jedenfalls nicht bei den Lehren der Jungen Freiheit).

Man entblödet sich nicht, die causa Sarrazin mit dem letzten Hexenprozess vor 235 Jahren zu vergleichen. Man behauptet, die Diskussion der Integrationprobleme werde unterdrückt, die staatlichen Statistiken über den Ausländeranteil an Tatverdächtigen seien gefälscht und der arme Herr Sarrazin dürfe seine Meinung nicht äußern.

Nach meiner Wahrnehmung sind die Intergrationsprobleme lange bekannt und werden auch genauso lange bereits diskutiert. Für die angeblichen Statistikfälschungen bleiben die jungen freien Briefeschreiber jeden Beleg schuldig (genauso wie Sarrazin für viele seiner Thesen), vermutlich gibt es auch keinen Beleg. Und bisher ist das Buch von Sarrazin noch nicht verboten und wird es wohl auch kaum werden, wo der Gute da in seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt wurde, ist mir nicht eingängig.

Ich hätte das Buch vermutlich sogar mal gelesen, um zu sehen, ob Sarrazin auch schriftlich derart verwirrtes Zeug abliefert, wie er es mündlich in der Öffentlichkeit gern tut. Doch ich finde, zumindest im Moment, dass er mehr als genug Bücher verkauft hat und ich die Zahlen nicht noch weiter in die Höhe treiben muss.

Gleich vier mal fordern die Autoren in dem Brief endlich „Klartext“ zu reden. Dabei hätten sie doch einfach  mal selbst damit anfangen sollen, anstatt einen solcherart verschwurbelten Text bei mir abzuliefern.

Nein, ich brauche die junge Freiheit nicht und werde sie auch in Zukunft nicht brauchen. Das werde ich auch wieder der Redaktion mitteilen, auch dass ich mich durch solche Briefe belästigt fühle, und dass ich mich nicht erinnern kann, mich jemals mit der Speicherung meiner persönlichen Daten durch den Verlag einverstanden erklärt zu haben, dass ich mich auch für die Zukunkft mit der Speicherung meiner Daten und deren Verwendung zum Zweck der Abonnementswerbung nicht einverstanden erkläre. Ich bin gespannt, wann ich das nächste Angebot für den Bezug dieses Blattes bekomme.

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