Im Andenken an Pavel …

26 Apr

stand unter einem Post in einem Selbsthilfeforum, in dem unter anderem auf diesen Artikel in der Süddeutschen verlinkt wurde, in dem ein großartiger Mensch und kompetenter Nuklearmediziner zum Unglück von Tschernobyl und den Folgen aus seiner Sicht interviewt wird, und in dem Prof. Reiners auch an eben diesen Pavel, seinen ersten kleinen Patienten nach Tschernobyl erinnert, der zwar als einziges der von ihm behandelten Kinder sterben musste aber immerhin noch 13 zusätzliche Jahre geschenkt bekam, die ihm vor der Behandlung nicht zugestanden worden waren.

Ich hatte das Glück von Prof. Reiners selbst mitbehandelt worden zu sein und habe ihn und seinen bescheidenen, sachlichen aber hochkompetenten Stil auch zu anderen Gelegenheiten bei Vorträgen erleben dürfen. Leider wurde er vor kurzem emeritiert und wird in seiner Wirkungsstätte der Nuklearmedizin der Uni Würzburg nicht mehr selbst behandeln, was ich für mich persönlich bedaure.

Prof. Reiners ist ein international anerkannter Experte und wurde für sein Engagement für die von Schilddrüsenkrebs infolge von Tschernobyl betroffenen Kinder weltweit geehrt. Wenn es zum Thema Schilddrüsenkrebs nach Tschernobyl kompetente Experten gibt, zählt er sicher dazu. Daher denke ich, dass man seine von Sachlichkeit gekennzeichnete Einschätzung der Folgen von Fukushima und ihren Unterschieden zu Tschernobyl am Ende des Interviews eher glauben schenken darf als den wilden Spekulationen, die in den Medien aufgrund von sensationsheischenden Einwürfen selbsternannter Experten unterwegs waren.

In den letzten Tagen und Wochen ist es im Übrigen bemerkenswert still um eben diese „Experten“ geworden. Ist dies vielleicht auf die – späte – Einsicht zurückzuführen, dass ihre Schnellschüsse doch ziemlich daneben lagen?

Eine Antwort to “Im Andenken an Pavel …”

  1. Druffgugger 30. April 2011 um 13:36 #

    So, mal in bester Guttitechnik kopieren:
    „In den letzten Tagen und Wochen ist es im Übrigen bemerkenswert still um eben diese „Experten“ geworden. Ist dies vielleicht auf die – späte – Einsicht zurückzuführen, dass ihre Schnellschüsse doch ziemlich daneben lagen?“
    Dafür haben wir ja jetzt viel wichtigere Themen wie die allösterliche Spritpreisrunde und die Adelshochzeit in England.
    Kotz.

    Liken

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