Archiv | August, 2011

Teppichböden

31 Aug

die voller Flecken sind, sollte man rausreißen und ersetzen, bevor man die betreffenden Räume bewohnen will. Das habe ich in den vergangenen Tagen getan, ca. 55qm. Sie waren recht ordentlich verklebt und hinterließen große Teile ihres Schaumrückens auf dem Untergrund. Auch diese Reste habe ich nun entfernt.

Erstaunlicherweise hat es mir außer leichtem Muskelkater keine Probleme eingebracht, obwohl ich in den letzten Jahren einige Aktionen mit einseitigem Armeinsatz beim Wechseln von einigen hundert Rollen Druckerpapier mit monatelangen massiven Schulterproblemen bezahlt hatte. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich einfach mehr Lust auf Arbeit im zukünftig eigenen Heim  hatte.

Ich fange an, mich an körperliche Arbeit wieder zu gewöhnen, nicht das Schlechteste, auch nicht für den Bauchumfang 😉

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Geschützt: Wieder mal

29 Aug

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Zen mal wieder

28 Aug

Ist das Zen dir zur zweiten Natur geworden,
so bleibt dein Geist gelassen und wird von
weltlichen Belangen nicht berührt. Du gelangst
in das Reich der Erleuchtung, transzendierst die
gewöhnliche Welt und entsagst der Welt inmitten
der Menschen.

Fen-yang

Man beachte: Nicht in der Abgeschiedenheit einer Einsiedelei, nicht von der Welt zurückgezogen, nicht (unbedingt) hinter Klostermauern,
sondern inmitten der Menschen!

Geschützt: Risiko?

23 Aug

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Spontanheilungen

20 Aug

Eben kam meine Frau und fragte mich, ob ich eine Sendung zu Spontanheilungen bei Krebs sehen möchte, das sei doch interessant, wie das funktioniert.

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Einen Lichtenberg am Freitag

19 Aug

hätte ich mal wieder, für alle, die grad mal wieder von irgendwelchen Ignoranten, Besserwissern und anderen unangenehmen Zeitgenossen genervt werden. Hört es Euch an, und vergesst es, es lohnt sich nicht, sich darüber zu ärgern. Und denkt an Herrn Lichtenberg:

Widerwärtigkeiten sind Pillen die man schlucken muß, nicht kauen.

 

Fliegenessenz

15 Aug

Ich muss es einfach tun, Facebook reicht nicht, alle sollen es sehen 😉

Die Fliegenessenz von ehemaligen Fernsehpfarrer. Am besten wirkt sie natürlich zusammen mit dem Geistheiler des Vertrauens, den man in seine Arztprxis mitbringt.

Geschickterweise erklärt er nicht, wogegen oder wofür die Essenz helfen soll. Eigentlich sagt er dazu gar nichts, somit kann sich auch niemand beschweren, wenn sich nichts tut. Andererseits kann sich der abgezockte Käufer natürlich auch irgendwas beliebiges aussuchen, gegen das das Zeugs dann wirken wird. Schon irgendwie geschickt der Mann.

Also nicht missverstehen, ich hab nichts gegen Gottes Segen, auch wenn ich ein eher, sagen wir mal, sehr persönliches Gottesverständnis hab. Den Segen empfange ich dann aber lieber vom Pfarrer meines Vertrauens persönlich oder auch in einem Gottesdienst, und die Worte eines bestimmten, nun leider nicht mehr aktiven, Pfarrers waren auch immer wirklich ein seelisches Labsal für mich. Aber Fliege, den hab ich wirklich gefressen! Der soll die Fliege machen.

Mit Sprüchen

12 Aug

und allerlei Weisheiten hab ich es im Moment ein bisschen. Genauer gesagt hatte ich das schon immer, aber jetzt tauchen sie auch hier im Blog auf. Das liegt einmal daran, dass ich natürlich auch durch das Geschehen auf anderen Blogs angeregt werde, wie im Falle der ersten Zen-Geschichte hier und vielleicht auch daran, das ich im Moment wenig aktuelle Themen habe. Mir geht zwar noch einiges im Kopf herum, was aber noch nicht ganz pflückreif ist. Daher platziere ich auch heute wieder einen Spruch, diesmal von meinem Lieblingssprücheklopfer Lichtenberg, dem begabten Naturwissenschaftler und Aphoristiker, der aus der Stadt stammt, in der ich im Moment wohne. Dieser hat vielleicht einen kleinen Bezug zur Situation einiger der MitleserInnen hier und auch zu meiner und hat auch ein wenig am Rande mit einem früheren Artikel zu tun. Den hab ich eine Weile in meiner Signatur gehabt und auch schon an verschiedenen anderen Stellen angebracht, ich finde ihn aber so treffend, dass er es verdient, hier auch nochmal verewigt zu werden. Ich schreib den einfach mal hier hin und lass ihn so stehen:

„Ängstlich zu sinnen und denken, was man hätte tun können, ist das Übelste, was man tun kann.“

Kleine Zen-Weisheit am Mittwoch

10 Aug

Was sich euch darbietet, dem wendet eure Aufmerksamkeit
zu – vertraut dem, was gerade wirkt
in euch, und es wird nichts mehr geben, worum
ihr euch zu sorgen hättet.

Lin-chi

Gäfgen und die Stammtische

4 Aug

und leider nicht nur die

Ulf hat’s schon gebloggt, Gäfgen hat Schmerzensgeld erstritten. Und jetzt überschlagen sich alle damit das ganz besonders furchtbar zu finden.

Was ist passiert? Ein veruteilter Kindsmörder hat einen Schadensersatz erstritten, der ihm nach Recht und Gesetz, und ich betone ausdrücklichst nicht moralisch, zustand. Und jetzt kriechen alle hinter den Stammtischen hervor und bediennen Volkes Stimme in bester populistischer Manier.

„Es ist ein absoluter Skandal, dass ein selbstverliebter Gewaltverbrecher und Kindsmörder jetzt auch noch Geld bekommt“, sagte der hessische Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Heini Schmitt in Darmstadt.
Vereinzelt melden sich auch Parlamentarier enstsprechend zu Wort.

Dass sich ein Anghöriger der Polizei und Politiker in diesem Sinne äußern halte ich für einen weit größeren Skandal, als dass sich jemand, der ohne Zweifel aus moralischer Sicht allen Grund gehabt hätte, es zu unterlassen, einen ihm rechtlich zustehenden Anspruch eingeklagt hat.

Polizei und Politker sollten angehalten sein, diesen Rechtstaat zu verteidigen, wo immer es geht, und dieses Urteil ist für sich gesehen ein Meilenstein für eben diesen Rechtstaat, da nach Recht und Gesetz entschieden wurde. Bei der Höhe des Schmerzensgeldes wurde die moralische Komponente durchaus berüchsichtigt. Die Herrschaften sollten froh sein, dass gerade so und nicht anders entschieden wurde, denn wenn das Uteil gegen Gäfgen anders ausgefallen wäre, hätte gerade das eine Aushöhlung des Rechtstaats bedeutet. Dass gerade diese Leute, die in einer besonderen Verantwortung gegenüber dem Prinzip der Rechtstaatlichkeit stehen, sich derart äußern, stimmt mich sehr bedenklich. Da wäre ein wenig politischer Unterricht wohl angebracht.

Um es am Ende nochmal ganz deutlich zu machen: Moralisch hatte Gäfgen  keinen Anspruch. Die Tatsache, dass er nach einer solchen Tat die Stirn hatte, den Rechtstreit anzufangen, spricht sicher nicht für ihn, aber Sympathie hegt sowieso wohl niemand für ihn, und darüber dürfte er sich selbst im Klaren sein. Gäfgen hat moralisch ein weiteres Manl verloren.

Unser Rechtssystem jedoch hat nicht versagt sondern im Gegenteil zumindest an dieser Stelle bewiesen, dass es Bestand hat, und das ist gut so.