Frühstück mit Geschmack

26 Feb

An sich bin ich eine Eule, d.h. eher Spätinsbettgeher und Spätaufsteher.

Heute war das anders. Ich war zwar erst nach 2 Uhr im Bett bin aber wegen der Katze schon (für meine Verhältnisse und sonntags 😉 ) um kurz nach 7 Uhr aufgestanden. Die Katze weckt meist meine Frau irgendwann zwischen 5 und 7 Uhr, um ihr zu bedeuten, dass sie gern aus dem Fenster schauen möchte und zu diesem Zweck der Schlagladen zu öffnen sei, und meist will sie auch noch sonstige Zuwendung. Wenn sie kontrolliert hat, dass der Sportplatz und der Garten nebenan noch existieren, trollt sie sich normalerweise auf das Bett meiner Frau und schläft dort noch eine Runde.

Wer jetzt meint, man sollte die Katze einfach ignorieren, hat selbst keine. Das Katzentier hat ein sehr ausgefeiltes Repertoire an abgstuften Aufmerksamkeitserzeugungsmaßnahmen von leisen Knurrlauten bis hin zu Weichholzkleiderschrank-mit-Krallen-Verzieren.

Heute hatte die Katz meine Frau schon ziemlich früh einmal geweckt, das Fenster war durchsichtig, aber um kurz nach 7 war die Katz mit dem einen Fenster nicht mehr zufrieden und wollte den Zustand der Südseite kontrollieren. Schweren Herzens und um meiner Frau ein zweites Aufstehen zu ersparen, hab ich der Katz das entsprechende Fenster geöffnet. Sie hat sich kurz auf dem äußeren Fensterbrett platziert und war an sich zufrieden, bis die Nachbarhunde im Nachbargarten anschlugen, als sie ihrer ansichtig wurden. Da sie hier noch verhältnismäßig neu ist, hat die Katz noch recht viel Respekt vor den Nachbartieren und hat den beschleunigten Rückzug auf’s Bett angetreten.

Ich war nun mittlerweile halbwegs wach und hatte die Wahl zwischen mehr oder weniger warmen Bett, das ich dann vor 10-11 Uhr vermutlich nicth wieder verlassen hätte, und aufbleiben und frühstücken. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten hab ich mich für’s Frückstücken entschieden. Die halbe Stunde Pause nach den Morgenmedis bis zur Koffein- und Kalorienaufnahme war sowieso fast rum.

Ich hab dann einen Espresso gemacht und gleichzeitig einen Earlgrey aufgegossen. Den Espresso trinke ich gern andächtig vor dem Früchstück, ist so ein kleines Ritual.

So, nun kommt der eigentliche Inhalt dieses Posts (das war ne Einleitung , ne?)
Den Earlgrey habe ich dann mit zwei Toast genossen. Zuerst süß mit Sauerkrischkonfitüre, soweit nichts Besonderes und geht gut zusammen. Und dann pikant mit Frischkäse (Doppelrahm, muss einfach sein,  mager schmeckt nicht) und darauf, wichtig, Chilisoße! Zu erwähnen wäre noch, dass der Earlgrey mit selbstgemachtem Orangenzucker gesüßt war (dünn geschälte Schale einer Bioorange mit Zucker bedeckt und ein paar Tage ziehen lassen). Das war ein unglaubliches Geschmackserlebnis, die Citrusölaromen von Bergamotte und Orange mit der Schärfe der Chilisauce. Ach ja, und die Sonne blinzelte schräg zwischen zwei Häusern eine schmalen Strahl ins Zimmer. Und da war es dann wieder für eine kurze Zeit, dieses Gefühl, Frühstück mit Geschmack und nichts sonst.

Also ich fand’s gut heute morgen 😉

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3 Antworten to “Frühstück mit Geschmack”

  1. dreamsandme 27. Februar 2012 um 22:29 #

    Klingt nach einem Frühstück für Schwangere! 😆

    Aber der beste Satz ever: „Wer jetzt meint, man sollte die Katze einfach ignorieren, hat selbst keine. “ 😆

    Das stimmt!

    Sei lieb gegrüßt,
    Sunny

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    • Karl 27. Februar 2012 um 23:49 #

      Frühstück für Schwangere könnte man meinen, ja. Aber es war wirklich eine unerwartete Sensation. Ich stand ja bisher der Mode neuerdings allen möglichen Süßkram, besonders Schokolade, mit Chili zu kombinieren eher skeptisch gegenüber. Aber das Erlebnis lässt mich vielleicht doch noch in Erwägung ziehen, das ein oder andere in dieser Richtung noch zu probieren.

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  2. smallmoni 21. November 2012 um 13:04 #

    Total klasse geschrieben, v.a. Geschichten rund um Katzen lieb ich. Uns so super beschrieben, ich hab diesen Morgen richtig gut vor Augen…

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