Es wird mir zuviel gestorben in letzter Zeit

19 Mai

Ob bei Prominenten, in der näheren persönlichen oder in meiner virtuellen Umgebung nehmen die Einschläge bedenkliche Ausmaße an.

Das macht mich nachdenklich in Bezug auf die eigene Endlichkeit. Ich habe nicht wirklich Angst, sehe aber, dass es jeden jederzeit treffen kann, mit Ankündigung oder auch nicht. Und das Schrauben an Wahrscheinlichkeiten durch irgendwelche Maßnahmen bringt auch nur bedingt weiter, trotzdem sind die Einschläge für mich auch Motivation, wieder mehr in dieser Richtung zu tun.

4 Antworten zu “Es wird mir zuviel gestorben in letzter Zeit”

  1. Druffgugger 19. Mai 2012 um 22:19 #

    Holy shit, ich habe da mittlerweile auch die Nase voll von.
    Brauch ich nicht mehr, das reicht jetzt. Danke für alles, ihr wisst schon.
    Ich wende mich jetzt mal den 40% zu.
    Zwischen zwei Heulatacken brauch ich das.

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  2. Big Al 20. Mai 2012 um 19:23 #

    So, wieder langsam ausgenüchtert. Vorwärts!

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  3. imyohorengekyo 20. Mai 2012 um 20:56 #

    ich weiß nicht, was du mit Ankündigung meinst, aber man sollte immer darauf vorbereitet sein, dass es sofort zu Ende sein könnte. In diesem Sinne zu leben befreit. Ich gehe gerne auf den Friedhof, an dem ich lebe. Ich gehe spazieren und lese die Grabsteine. Die Namen und die Lebenszeiten. Es ist alles dabei: Das Baby, der Teeny, der junge Kampfsportler, die Mittvierzigerin und die alte Nonne. Dabei wird mir immer eines ganz klar: Nur eins im Leben ist ganz gewiss, der Tod. Deswegen sollte man keine Angst vor ihm haben. Er kann nicht vermieden werden.

    Nur dieser Augenblick, gerade jetzt, ist wichtig. Die Vergangenheit ist wie ein Traum, und die Zukunft ist Projektion. Wenn die Zukunft tatsächlich passiert, dann ist sie immer schon Gegenwart. »Morgen« kann niemals geschehen; wenn es eintrifft, dann wird es »heute« genannt. Wir können weder in der Zukunft noch in der Vergangenheit leben, sondern nur in diesem einen Augenblick.

    Ayya Khema in „Das Herz der Lotusblume“

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    • Karl 20. Mai 2012 um 21:24 #

      Der eigene Tod schreckt mich auch schon seit einiger Zeit nicht mehr, ja fast nicht einmal das eigene Sterben. Und die eigene Endlichkeit wird mir gerade durch den Tod mir mehr oder wenigr Nahestehender sehr bewusst, was mir selbst den Umgang mit eben dieser eigenen Endlichkeit eher erleichtert. Meine eigene Zukunft kümmert mich weniger als die derer, die ich dann ggf. hinterlasse.

      Dazu hatte ich ja schon mal was geschrieben:
      https://drkall.wordpress.com/2011/12/23/angst-vor-dem-tod/

      Trotzdem ist es traurig, Menschen zu verlieren, die einem nahestanden oder deren Geschichte man miterlebt hat. Und einige von denen, die gehen mussten, gingen eben längere Zeit vorher „angekündigt“, d.h. es war klar, dass sie wegen schwerer Krankheit in absehbarer Zeit sterben würden. Trauer ist aber durchaus auch eine positive Emotion, solange sie nicht zum Selbstzweck wird.

      Trotz allem Bewusstsein darum, dass es jeden jederzeit treffen kann, ist es aber doch immer sinnvoll seine eigenen Lebensumstände jeden heutigen Tag so zu gestalten, dass auch das eigene Leben nicht unnötig früh zuende geht, auch wenn man natürlich auf den Zeitpunkt nicht unmittelbaren Einfluss hat. Das gebietet m.E. auch die rechte Gesinnung.

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