Archiv | 00:48

Heute um 9 Uhr

3 Sep

dann also, Nachsorgetermin. Eigentlich bin ich diesmal nicht mehr nervös, obwohl es die ein oder andere Unklarheit gibt. Ich stehe so ein wenig neben mir und beobachte interessiert, wie ich den Termin ganz sachlich vorbereite:

Zettel schreiben mit der aktuellen Medikation, Änderungen festhalten, Befinden definieren inklusive Änderungen, Auffälligkeiten festhalten, offene Fragen notieren. Überweisung und Unterlagen einpacken.

Das Allgemeinbefinden hat sich kaum geändert, bis auf die Tatsache, dass der Blutdruck gesunken ist, was mich zur Reduzierung des Betablockers veranlasst hat. Die Erscheinungen der Polyneuropathie sind gleich geblieben, was die nur gelegentlich unangenehmen, sonst aber erträglichen Schmerzen betrifft, die Muskelzuckungen steigen langsam von den Beinen zum Rumpf un gelegentlich auch zu den Armen auf, muss vermutlich nochmal neurologisch geklärt werden. In Richtung Diabetes sollte wohl auch nochmal kritisch geschaut werden, bisher ließ sich das weder eindeutig festmachen noch gänzlich ausschließen. Wenn das als Ursache auszuschließen ist, bleibt nur die TSH-Unterdrückung als Ursache übrig. Dann muss überlegt werden, wie groß das Risiko wäre, diese weiter zu lockern.

Dagegen sprächen die (in meinen Augen) immer noch nicht befriedigend geklärten Antikörper gegen den Tumormarker Tg. Diese können zum einen die Messung unbrauchbar machen, indem falsch negative Werte gemessen werden, zum anderen kann aber muss  nicht ein Anstieg ein Hinweis auf ein Rezidiv sein. Bei der letzten Nachsorge waren die Antikörper gut messbar, was an sich nicht unbedingt schlimm sein muss, da diese bei vielen Patienten erst nach längerer Zeit, bei manchen gar nicht verschwinden. Der springende Punkt ist: Bei mir waren sie bereits Ende 2009 und Anfang 2010 schon zweimal nicht nachweisbar gewesen, wie ich jetzt nochmal nachgeschaut habe. Ein erneuter Anstieg danach ist nun nicht so erfreulich. Ich brauch da einfach mehr Klarheit, auch über die verwendeten Assays.

Seit ca. 4 Wochen habe ich einen leicht druckschmerzhaften „Knubbel“ am Unterarm, der mit etwas suspekt ist. Passt nicht in das Bild der bei mir auch vorkommenden Adenome, muss ich auch mal ansprechen.

Aber irgendwie lassen mich solche Überlegungen diesmal relativ kühl, offenbar will ich mir den Kopf darüber erst machen, wenn man was unternehmen muss, was ja auch nicht schlecht ist 😉