Ein gutes Gespräch,

11 Jan

das zudem auch aufschlussreich war, kommt heute in das Glas.

Einer Aufschlüsse hatte auch hiermit zu tun:

Nothing can trouble you but your own imagination.

 Sri Nisargadatta Maharaj

Es wird eben eigentlich niemals so schlimm, wie einem die selbst vorgestellten Katastrophen weismachen wollen. Die Angst vor dem eigenen Versagen,  die Angst den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden, lässt die möglichen Folgen in der Vorstellung oft zu Katastrophen anwachsen, die keinen rationalen Hintergrund mehr haben. Und dann halten einen diese vorgestellten GAUs davon ab, das Naheliegende zu tun.

Natürlich(?) ist mir das bekannt, aber ich sollte es mir wohl immer wieder in Erinnerung rufen und vor allem rekapitulieren, dass die vorgestellten oder befürchteten Katastrophen niemals eingetreten sind, auch wenn viele Dinge einen anderen, nicht immer gewünschten Verlauf genommen haben als geplant.

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8 Antworten to “Ein gutes Gespräch,”

  1. Der Emil 12. Januar 2013 um 14:09 #

    Noch jemand, der immer alles katastrophisiert(e)? Das war in meiner Depression die Standardprozedur – und weil sowieso immer alles schiefgeht, hab ich nichts mehr gemacht.

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    • Karl 12. Januar 2013 um 14:19 #

      Naja, nicht immer, und zumindest hab ich hin und wieder mal bemerkt, dass die Katastrophen eben gerade nicht eingetreten sind. Aber es geschah (und in geschieht in gewissem Umfang immer noch) eben zu oft. Und Versagensängste ziehen sich praktisch schon mehr oder weniger seit meiner Kindheit durch, das erkenn ich immer deutlicher. Aber es ist ja nie zu spät sowas mal zu bearbeiten, und da bin ich jetzt dabei 😉

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  2. Sue 12. Januar 2013 um 15:05 #

    Am Ende ist es wie mit Optimismus oder Pessimismus. Ich falle mit meinem Optimismus genauso oft auf die Nase. Irren gehört eben auch zu allem dazu.
    „Irren ist menschlich, sprach der Igel und stieg von der Drahtbürste“ 🙂

    lieben gruss
    sue

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  3. Carpe tempus! 13. Januar 2013 um 22:54 #

    Die Einbildung … ja, das ist ein weites Feld … Aber die Sache mit dem Glas, die ist toll 😀

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    • Karl 14. Januar 2013 um 00:15 #

      Eigentlich ist es ja nicht Einbildung sondern oft nur Angst vor der eigenen Courage. Tatsächlich WÄREN diese vorgestellten Katastrophen ja nicht unmöglich, aber sie sind eben doch so extrem unwahrscheinlich, dass sie praktisch nie eintreten. Und selbst wenn gäbe es in der Regel Auswege.
      Und das Glas ist im Moment noch virtuell, nur in Form dieser Notizen im Blog oder auch nur vorgestellt, ich versuche mir möglichst oft zu überlegen, was ich denn hineintun könnte. Aber vielleicht sollte ich es tatsächlich real machen, das ist eine noch bewustere Handlung.

      Und heute kommt etwas hinein, das ich zu jemandem gesagt habe bzw. jemandem geantwortet habe, und ich habe es ganz ehrlich gemeint, und es gibt mir Hoffnung.

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  4. dreamsandme 17. Januar 2013 um 16:06 #

    Also meiner Erfahrung nach wird ein Pessimist weniger oft enttäuscht. Wenn ich mir vorstelle, dass es gut wird, wird es nicht gut. Stelle ich mir den „worst case“ vor, dann wird es meist besser. Hm…ist es nicht normal alles im Kopf durchzuspielen, wenn man die Möglichkeit dazu hat? Ja? Nein? Was weiß ich… 😆 *kopfratterratter*

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    • Karl 17. Januar 2013 um 16:23 #

      Es spricht nichts dagegen, mögliche Verläufe im Kopf durchzuspielen, aber das sollten schon rational begründbare Verläufe sein und eben nicht *immer* der worst case, weil einen (bzw. im speziellen mich) das auch ganz gut davon abhalten kann, überhaupt Dinge anzupacken. Und slesbt wenn der tatsächliche Ausgang eines Vorhabens hinter den, zu positiven, Erwartungen zurückbleibt, auch Misserfolgen sind einfach notwendiger Teil des Lebens.

      Am Besten finde ich allerdings, abgesehen von einer eingermaßen soliden Planung, die jedes größere Vorhaben benötigt, erstmal ohne umfangreichere Erwartungen, weder positive noch negative, heranzugehen sondern offen für den möglichen Ausgang, ohne Angst und im Zweifel bereit jedes Ergebnis zu akzeptieren, ans Werk zu gehen. Das ist Art von Gelassenheit oder Gleich Gültigkeit (mit Absicht so geschrieben), die ich eigentlich gern erreichen würde.

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      • dreamsandme 17. Januar 2013 um 16:31 #

        Ja, das klingt ganz gut! Ich muss auch zugeben, dass ich (also zumindest außerhalb der Krankheit) viel gelassener wurde und auf jeden Fall mutiger. Lasse mich eher auf ungewohnte, neue Situationen ein und werde dann auch selten enttäuscht! Manchmal macht man auch eine Entwicklung durch und bekommt diese gar nicht so mit. Es tut gut diese zu reflektieren und sich vor Augen zu halten.

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