Hm, Hm

16 Apr

heute war die vorgezogene Nachsorge, um 3 Monate vorgezogen, weil da ja beim letzten Mal im Januar links ein nicht ganz eindeutiger vergrößerter Lymphknoten zu sehen war. An sich hat ja jeder alle Nase lang mal einen vergrößerten Lympknoten irgendwo, vorzugsweise auch im Hals, eine Erkältung, ein Problem an einem Zahn irgendein Infekt, schon schwillt einer in der Nähe an. Nun ist das papilläre SD-Karzinom (das häufigste und das, was mich betrifft) ja dafür bekannt dass es allermeistens zuerst in die benachbarten Lymphknoten metastasiert, was es einerseits einfacher zu therapieren andererseits aber eben auch anfällig für falsche oder eben gelegentlich auch richtige Alarme macht.

Heute nun gab es links im Kinnwinkel immer noch einen vergrößerten LK, der aber abgesehen von der Größe nicht unbedingt auffällig ist, andererseits ist eigentlich weder eine Infektion noch dort ein Zahnproblem bekannt, ich müsste also den Zahnarzt beim nächste Woche sowieso anstehenden Besuch bitten, da mal genauer zu schauen und ggf. mal eine Übersichtsaufnahme zu machen, vielleicht versteckt sich da ja was. Auf der anderen Seite findet sich hingegen ein wenig vergrößerter nicht ganz regelrechter LK, der zwar nicht hoch verdächtig aber eben auch nicht wirklich normal aussieht. Also immer noch nichts eindeutiges. Ich weiß ja, dass man in der Medizin nicht wirklich Eindeutigkeit fordern kann, aber es ist eben trotzdem irgendwie blöd.

Die beim letzten Mal weder signifikant gestiegenen noch gefallenen Antikörper gegen den Tumormarker Thyreoglobulin sollten nach Ansicht der diesmal untersuchenden Ärztin (meine Stammnuklearmedizinierin war leider diesmal wieder verhindert) eigentlich die Verlässlichkeit nicht stören, ein Konsensuspapier einer Reihe europäischer Fachmediziner sagt allerdings was anderes. Angesichts des ursprünglichen Tumorstadiums pT3 und der Tatsache, dass die TG-Antikörper früher in der ersten Zeit nach der Radioiodtherapie schon mal nicht nachweisbar waren,  fand die Ärztin aber unabhängig vom Ergebnis des für diesmal noch ausstehenden Labors ein diagnostisches Ganzkörperszintigramm im Sommer nach 5 Jahren sowieso angebracht, womit ich ebenfalls bereits geliebäugelt hatte.

Ich bin zwar nur begrenzt wild auf eine erneute Einnahme von radioaktivem Iod, aber die diagnostischen Dosis ist im Vergleich zu therapeutischen doch ziemlich klein. Einen Thyreoglobulinwert unter Stimulation durch rhTSH würde ich vermutlich sowieso nicht unter ambulanten Bedingungen bezahlt bekommen, weshalb man einmal stimuliert auch gleich eine Radioioddiagnostik mit machen kann. Sollte sich wider Erwarten dabei eine pathologische Speicherung zeegen würde in Mainz gleich eine Therapie mit entsprechend höherer Dosis angeschlossen. Andere Bildgebungen sind erstmal nicht geplant, es sei denn, es ergäbe sich ein Anlass dazu aus dem Labor und/oder der Radioioddiagnositk im Sommer. So werde ich mich denn irgendwann im Sommer nochmal einige Tage auf die Isolierstation der Mainzer Uniklinik legen. Würzburg, wo vor 4,5 Jahren die Radioiodtherapie gemacht wurde, ist kompetenzmäßig nach der Emeritierung des damaligen Chefs ein wenig ausgeblutet, sodass es mich nicht mehr zwangsläufig dorthin zieht, wenngleich ich mich damals dort sehr wohlgefühlt habe. Die zuständige Oberärztin in Mainz kenne ich anlässlich anderer Gelegenheiten bereits persönlich und denke mit ihr auszukommen. Eine halbwegs passende Wellenlänge ist mir neben der Fachkompetenz auch immer wichtig, weshalb ich speziell nicht in die räumlich nähere Uniklinik Frankfurt gegangen wäre, und das war unter anderem auch der Grund, warum ich zur Nachsorge diese Praxis in Wiesbaden ausgewählt habe, statt eine nähere Alternative zu wählen.

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2 Antworten to “Hm, Hm”

  1. Xeniana 17. April 2014 um 16:58 #

    Alles Gute! LG Xeniana

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    • Karl 17. April 2014 um 20:19 #

      Danke. Unsichere Befunde sind zwar nicht schön, aber solange es keine eindeutig negativen sind, sehe ich das relativ gelassen. Die Vorgehensweise ist gemeinsam und im Konsens besprochen worden, was mir wichtig ist. Und damit kann das jetzt bis zur Radiojoddiagnostik im Sommer ruhen. Nur auf das Labor und den schriftlichen Befund muss ich erfahrungsgemäß zwei-drei Wochen warten, sofern es keine ersnthaft bedenklichen Befunde gibt.

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