Archiv | Juni, 2014

Und nochmal Musik

18 Jun

auch wenn man drüber lächeln mag, die Anregung für das, was jetzt kommt, stammt von einem T-online-Video, schlecht gemacht wie immer. Aber es hat mich (wieder) auf einen Musiker aufmerksam gemacht, den ich irgendwann beim Stöbern schon mal kurz in einem (schlechten) Straßenmuik-Video kurz angeklickt und offenbar zu kurz zugehört hatte, den ich dann wieder vergessen oder verdrängt hatte, weil das, was ihn ausmacht, damals nicht rüberkam.

Nach dem T-online-Video, in dem immerhin schon sowas wie seine Qualität ansatzweise zu bemerken war, hab ich dann nach ihm geforscht und ganz viel von ihm auf Youtube gefunden. Er verdient es sicher, dass ich auch was käuflich von ihm erwerbe. Luc Arbogast hat mich mehr oder weniger umgehauen. Ein wunderbar ungekünstelter Countertenor, der bis in die hohe Sopranlage kommt aber auch in der Brsutstimme singen kann und es auch gelegentlich tut, ein Straßenmusiker und Renaissance-Punk, der unglaublich gefühlvoll diese wunderbare Musik auf eine vielleicht nicht immer völlig werktreue Weise interpretiert. Aber was ist schon bei so alter Musik werktreu? Außerdem interpretiert er auch nicht ganz so alte Volkslieder.

Ich finde ihn absolut faszinierend und einen netten Kerl, so wirkt er zumindest bei seinen Straßenmusikvideos. Und man hört sehr deutlich, dass da ein Mann singt, nicht einfach nur hoch, schon gar nicht akademisch, aber trotzdem in meinen Augen virtuos. Ein fahrender Spielman könnte vielleicht so gewesen sein

Und hier einfach ohne große Kommentare ein paar seiner Youtube-Videos. Wer nach ihm sucht, findet jede Menge weitere, und auf seiner Homepage gibt es einige Alben für relativ kleines Geld zu kaufen.

auf der Straße

in der Kirche

und noch was anderes, zu zweit

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Musik

17 Jun

hatte ich schon lang nicht mehr, wie ich gerade bemerkt habe.

Es haben sich aber ein paar neue Interessen ergeben, d.h. eigentlich sind es nur wiedergefundene alte, die ich lange nicht verfolgt habe.

Und heute fang ich mal der Reihe nach mit dem, was mir zuerst aufgefallen ist. Zu meiner Schulzeit und eine Weile danach hab ich mir einige Alben von „Liedermachern“ angeschafft und noch mehr Musik von ihnen gehört. Recht unterschiedliche zum Teil lustige, wie Schobert und Black, Ulrich Roski, Fredl Fesel. Kritische wie Degenhardt, Wader ect. Eher „poetische“ wie Mey und etliche andere, sowie etliche, die in keine Schubladen gesteckt werden sollten, auch nichtdeutschsprachige.

Zwischendurch haben sich andere Schwerpunkte ergeben, Folk, der ja der Singer/Songwritersezene durchaus benachbart ist, Ausflüge in die verschiedensten Stilrichtungen des Jazz, Rock aller couleur natürlich, mehr oder weniger experimentelles (zumindest damals) wie Jarre, Tangerine Dream, Kraftwerk ect.

Und vor kurzem bin ich dann auf „Ein achtel Lobeerblatt“ gestoßen und habe bemerkt, dass die Liedermacherszene durchaus noch sehr lebendig ist, die Liedermacherweihnachtslieder habe ich a bereits mal vorgestellt.  Die regelmäßigen Herbstgewitter -Sendungen höre ich gern und auch mal öfter an. Neuerdings gibt es auch auf laut.fm einen eigenen Kanal mit einem immer weiter ausgebauten Programm rund um die Uhr, das ich hin und wieder gern mal mithöre, wenn ich nicht grad hochkonzetriert am PC sitzen muss. Ich poste da gar keine bestimmten Stücke, am besten einfach immer mal reinhören, es gibt immer wieder Abwechslung.

Dann wäre da noch „Das Keltische“, was ich für mich wiederentdecke. Letzteres stimmt nicht so ganz, denn es war nie ganz verbuddelt, jedenfalls nicht so tief wie die Liedermacher. Dass ich zur im weitesten Sinne keltisch inspirierten Musik und zu Irland eine besondere Beziehung habe, ist in diesem Blog ja an mehr als einer Stelle dokumentiert. Angefangen hat alles und damit meine Folkgeschichte überhaupt mit meinen ersten live-Konzert, den Dubliners in Göttingen. Im Sommer 75 war ich dann in Irland und habe neben einer LP einer eher dublinersähnlichen unter anderem Sauf- und Rauflieder spielenden Gruppe (Blacksmiths) Musik von Sean Ó Riada und dem genialen Dudelsackspieler  Leo Rowsome mitgebracht. Dass ich fasziniert von dem irischen Harfinisten und Komponisten Ó Carolan bin, hab ich auch schon dokumentiert, weshalb er auch im Adventskalender vorkam.

Neu ist, dass ich mich hin und wieder auf die Suche nach mir bis dato noch nicht bekannten Interpreten begebe. Solche haben sich auch schon als Ergebnis von „Schlachten“ auf Facebook gefunden, wodurch ich auf für mich faszinierende Leute und Stücke aufmerksam wurde. Ein davon ist Savage Minstrel. Aufmerksam gemacht wurde ich auf ihn durch diese ziemlich „versaute“ Limericksammlung, die ich nicht vorenthalten will:

Er kann natürlich auch andere traditionelle Songs, und ich finde ihn einfach einen netten Kerl, der immer für Unterhaltung gut ist.

Eine ganz andere Qualität hat Liam Ó Maonlaí, auf den ich gestern Abend aufmerksam wurde. Er singt einerseits sehr traditionell wie in diesem Stück:

oder auch ohne Begleitung

Andererseits ist er aber auch wieder sehr modern, ohne diesen Gesangsstil aufzugeben.

Vermutlich werde ich noch öfter Mal in diese Richtung stochern ….

Termin steht

15 Jun

Ein Termin für eine erneute Radioioddiagnostik ist jetzt gebucht. Dies wurde bei der letzten Nachsorgeuntersuchung Anfang Mai so vereinbart. Zwar wurden die vergrößerten Lymphknoten im Befund jetzt nachträglich alle als höchstwahrscheinlich reaktiv vergrößert angesprochen, was durchaus möglich ist, da sich unmittelbar nach der Nachsorge ein saftiger grippaler Infekt einstellte, aber die TAK (Antikörper gegen den Tumormarker), die einige Zeit nach der Radioiodtherapie mal ganz verschunden waren, sind wieder gering angestiegen und zeigen bei Schwankungen insgesamt über die Zeit leicht nach oben, was aus Sicht etlicher Leute den Wert des (nicht nachweisbaren) Tumormarkers einschränkt, da die Wahrscheinlichkeit für falsch negative Befunde erhöht ist. Von der Nachsorgepraxis wird da zwar als eher unkritisch eingeschätzt, andere Experten sehen das anders, es gibt dazu jetzt ein Konsensuspapier europäischer Experten, das eigentlich in dem Fall sogar noch häufigere Bildgebungen vorsieht. Ich will jetzt einen möglichst eindeutigen Befund, sodass ich im negativen Fall die Nachsorgetermine auf 1 mal jährlich strecken kann.

Ich hatte ja ursprünglich geplant, die nach den meisten Nachsorgeschemata nach 5 Jahren standardmäßig vorgesehene Radioioddiagnostik ausfallen zu lassen, aber eben nur, wenn alle Befunde eindeutig sind, was meiner Ansicht nach nicht ganz der Fall ist. Daher wurde eben jetzt doch eine verinbart. Um die Radioaktivität mach ich mir wenig Gedanken, die diagnostische Dosis ist max. ein Zehntel der therapeutischen. Es werden aber wieder ein paar Arbeitstage ausfallen, da das in Deutschland zwingend stationär im „Bunker“ gemacht werden muss, was ich irgendwie organisieren muss. Vermutlich wird mir TeamViewer helfen müssen,  Laptop zum fernsteuern des heimischen Rechners darf mit auf die Isolierstation. Gegenwärtige Planung: 15.7. Voruntersuchung, 19. und 20.7. jeweils rh-TSH-Spritzen, das alles ambulant, 21.7. stationäre Aufnahme voraussichtlich bis 23. oder 24.7.

Vielleicht werde ich versuchen die Aufnahme noch ein oder zwei Tage vorzuverlegen auf den Samstag oder Sonntag. Außer dem Schlucken der J131-Kapsel und einer Blutentnahme findet an den ersten beiden stationären Tagen sowieso nichts weltbewegendes statt, und dass ich die rh-TSH-Spritzen gut vertrage weiß ich ja bereits, die werden sowieso schon ein und zwei Tage vorher ambulant gespritzt. Alles etwas aufwändig, da ich insgesamt 4 mal nach Mainz fahren muss. Wenn sich das nicht vorverlegen lässt, werde ich für die Spritzentermine, die jetzt Samstag und Sonntag liegen, evtl. schon um stationäre Aufnahme bitten. Viel lässt sich an den Tagen nach dem Termin sowieso nicht mehr erledigen, und ich würde mir 2 Hin- und Rückfahrten sparen. Immerhin, es ist deutlich näher als Würzburg damals.