Cannabis auf Rezept, aber nur für Vermögende?

1 Sep

Es gibt mittlerweile eine Reihe von sinnvollen medizinischen Anwendungen für Cannabisprodukte. Neben Schmerzbehandlung und unterstützender Behandlung bei MS und Parkinson wird Cannabis und werden Cannabisprodukte mittlerweile auch bei der Linderung von Nebenwirkungen von Krebstherapien eingesetzt, und können, das ist wichtig herauszustellen, auch von Ärzten verordnet werden.

Leider muss eine solche Verordnung noch von den Patienten selbst bezahlt werden, und Cannabisprodukte aus der Apotheke sind ausgesprochen teuer. Anwender, die – auch bei ärztlicher Verordnung – aus Kostengründen medizinisch wirksamen Hanf selbst anbauen, laufen immer noch Gefahr kriminalisiert und strafrechtlich belangt zu werden.

Es gibt eine Initiative unter anderem auch von Ärzten, die Abgabe von ärztlich verordneten Cannabisprodukten als Kassenleistung fordert bzw. alternativ bei Vorliegen einer solchen Verordnung den Anbau durch die Patienten selbst straffrei zu stellen.

Hierzu gibt es eine Petition, die schon einige Zeit läuft und schon am 7.9. endet. Leider habe ich auch erst heute davon erfahren, und es haben erst ca. 12000 der benötigten 50000 Leute gezeichnet, was wohl auch daran liegt, dass diese Petition kaum öffentlich bekannt gemacht wurde.

Da ich der Ansicht bin, dass der Zugang zu einer anerkannten weil verordenbaren Therapie, die in vielen Fällen hilfreich sein kann, nicht von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Patienten abhängig sein darf, möchte ich meinen Lesern diese Petition ans Herz legen.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_05/_30/Petition_52664.nc.$$$.a.u.html

4 Antworten to “Cannabis auf Rezept, aber nur für Vermögende?”

  1. arabella50 1. September 2014 um 23:10 #

    Ich habe unterzeichnet und hoffe dir und anderen damit helfen zu können.
    Herzliche Grüße

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    • Karl 1. September 2014 um 23:26 #

      Danke, ich benutze es gar nicht, werde es vermutlich auch in Zukunft kaum brauchen, es sei denn irgendwann für die Polyneuropathie, wenn Lyrica nicht mehr ausreichend wirken sollte, wäre das mal einen Versuch wert. Ich habe vor kurzem aber von onkologischer Seite einiges Gute über Cannabis bei der Linderung von Nebenwirkungen der Chemotherapie gehört und finde, dass man Patienten, für die das nützlich sein kann, diese Möglichkeit auch geben sollte.

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  2. S. Meerbothe 2. September 2014 um 18:17 #

    Hat dies auf Tüpflischiesser rebloggt und kommentierte:
    Ich fände es bedauerlich, wenn das im Sande verliefe. Für die Betroffenen wäre das in ihrer Not eine echte Erleichterung, ihre Leiden legal lindern zu dürfen.
    Ich habe unterschrieben. Und Du…?

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