Musiktrip

18 Jan

Ich scheine in letzter Zeit auf dem Musiktrip zu sein, poste fast nur noch Musik. Egal, es überkommt mich halt. und heute wird es sehr speziell 😉

Ich war im Juli 2012 dank eines sehr lieben Geburtstagsgeschenkes in einem wunderbaren Konzert mit Herbie Hancock, von dem ich heute noch ein bisschen zehre. Über diesen tollen Musiker und Menschen hatte ich schon mal einen Post, und da hatte ich auch schon mal 2 Versionen von Cantaloupe Island dabei, von denen eine leider nicht mehr verfügbar ist. Ich habe allerdings noch etliche andere mit dem Meister selbst gefunden, und ich finde sie allesamt faszinierend. Vor allem fasziniert mich, wie sehr unterschiedlich alle Versionen sind, je nachdem aus welcher Zeit sie stammen und mit welchen Musikern er zusammen spielt. Besonders bei den späteren Versionen, wie auch in dem erwähnten Konzert, das ich besuchte, bringt er immer seine Bandmitglieder sehr stark heraus. Ich bringe hier einfach mal 6, wie ich finde, recht unterschiedliche Versionen ohne große Kommentare, um dies zu dokumentieren. Es gibt noch etliche mehr mit ihm selbst und viele weitere mit anderen Musikern, da das Stück eigentlich zu einem Jazz-Standard geworden ist.

Zu Beginn eine noch recht konservative coole Version, die älteste der hier vorgestellten und vielleicht sowas wie eine der Urversionen, später werden die Interpretationen zunehmend länger und freier (und in meinen Ohren reizvoller)

1996 war das dann schon freier und moderner

Wohl auch schon etwas älter und mit beeindruckenden Bläsern

Eine relativ aktuelle Version. Hier wird das Thema zwischendurch praktisch komplett aufgelöst.

Eine ziemlich witzige Version, unter anderem mit einem recht kreativen Bassisten, der sich obendrein gut mit dem Drummer versteht, an der offenbar nicht nur die Zuschauer Spaß haben:

Zum Schluss noch eine Version ohne Bläser mit Gitarre, so ähnlich, wie ich sie erlebt habe. Im Unterschied zu dieser Version, war Hancock im Konzert zusätzlich sehr lebhaft mit einem Umhängekeyboard auf der Bühne unterwegs 😉

 

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Eine Antwort to “Musiktrip”

  1. Karl 18. Januar 2015 um 21:12 #

    Kleine Nachbemerkung zum damaligen Konzert:
    Es gehört ja heutzutage fast zum guten (m.E. eher schlechten) Ton, dass die Stars ihr Publikum teilweise stundenlang nach dem offziellen Anfang ihres Auftrittes auf den tatsächlichen Beginn desselben warten lassen. Und je jünger die, man verzeihe mir den Audruck, Milchbubis sind, desto ausgeprägter ist dieses Fehlverhalten.

    Hancock kam bei dem Konzert in Darmstadt ca. 10 Minuten zu spät auf die Bühne und bat deswegen *um Entschuldigung*! Er habe (damals 72 jährig) eine anstrengende Fahrt mit dem Tourbus aus Italien hinter sich, die länger als geplant gedauert habe.

    *Sowas* nennt man Kundenorientierung 😉

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