Archiv | 18:53

Familie Shankar

23 Jan

Ravi Shankar ist mir als Kind der 60er und 70er vor allem durch seine Beziehung zu den Beatles und im besonderen zu Geroge Harrison ein Begriff geworden. Neben seinen Ausflügen in die Pop-Musik hat er auch mit klassischen Musikern gearbeitet und ist natürlich vor allem ein klassisch indischer Musiker. Ich hatte Phasen, wo ich cross over und Weltmusik-Projekten eher skeptisch gegenüber stand, immer alles „authentisch“ haben wollte. Klassisch indisch hatte klassisch indisch zu sein, afrikanisch authentisch afrikanisch, Mittelalter eben original ohne Firlefanz auf Originalinstrumenten. Die Phasen waren gottseidank kurz und sind lange vorbei. Musik hat sich immer auseinander und miteinander entwickelt und mal ehrlich, niemand von heute war im 12. oder 14. Jahrhundert dabei und hat zugehört. Authentizität ist immer eine Annäherung, und kreativer Umgang mit „Originalen“ reizt mich heute mehr als zwanghafter Versuch authentisch zu bleiben.

Der „E-Musiker“ Ravi Shankar hatte offenbar keine Scheu mit dem U-Musike Harrison zu arbeiten und ihn zu unterrichten.

Auf einigen Standbildern des letzten Videos ist auch Anoushka Shankar zu sehen, seine Tochter, die auf jeden Fall beim Concert for George mit dabei war, deren Existenz und die Tatsache, dass sie ebenfalls eine Sitarvirtuosin ist, mir aber erst gestern beim Stöbern nach „Welt“-Musik auf Youtube wirklich bewusst geworden ist, angeregt durch eine Erinnerung an eine großartige CD-Serie mit Weltmusik gan unterschieldicher Provinienz, die ich vor langer Zeit mal bei 2001 erworben hatte. Und siehe da, sie macht neben klassicher indischer Musik auch cross over, und ich habe ein großartiges Konzert gefunden, bei dem sie einen „indisch-spanischen“ Abend gibt. Ich finde das sehr spannend.

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