Archiv | Januar, 2015

Drifting (Tina Dico)

19 Jan

Kontrastprogramm zum letzten Reblog? Gefällt mir auch. Mein Blog scheint im Moment eine Metamorphose durchzumachen. Auch nicht schlecht.

I like Noise: CRABE

19 Jan

In diesem Fall halte ich den Lärm mal für einen recht kreativen 😉

Musiktrip

18 Jan

Ich scheine in letzter Zeit auf dem Musiktrip zu sein, poste fast nur noch Musik. Egal, es überkommt mich halt. und heute wird es sehr speziell 😉

Ich war im Juli 2012 dank eines sehr lieben Geburtstagsgeschenkes in einem wunderbaren Konzert mit Herbie Hancock, von dem ich heute noch ein bisschen zehre. Über diesen tollen Musiker und Menschen hatte ich schon mal einen Post, und da hatte ich auch schon mal 2 Versionen von Cantaloupe Island dabei, von denen eine leider nicht mehr verfügbar ist. Ich habe allerdings noch etliche andere mit dem Meister selbst gefunden, und ich finde sie allesamt faszinierend. Vor allem fasziniert mich, wie sehr unterschiedlich alle Versionen sind, je nachdem aus welcher Zeit sie stammen und mit welchen Musikern er zusammen spielt. Besonders bei den späteren Versionen, wie auch in dem erwähnten Konzert, das ich besuchte, bringt er immer seine Bandmitglieder sehr stark heraus. Ich bringe hier einfach mal 6, wie ich finde, recht unterschiedliche Versionen ohne große Kommentare, um dies zu dokumentieren. Es gibt noch etliche mehr mit ihm selbst und viele weitere mit anderen Musikern, da das Stück eigentlich zu einem Jazz-Standard geworden ist.

Zu Beginn eine noch recht konservative coole Version, die älteste der hier vorgestellten und vielleicht sowas wie eine der Urversionen, später werden die Interpretationen zunehmend länger und freier (und in meinen Ohren reizvoller)

1996 war das dann schon freier und moderner

Wohl auch schon etwas älter und mit beeindruckenden Bläsern

Eine relativ aktuelle Version. Hier wird das Thema zwischendurch praktisch komplett aufgelöst.

Eine ziemlich witzige Version, unter anderem mit einem recht kreativen Bassisten, der sich obendrein gut mit dem Drummer versteht, an der offenbar nicht nur die Zuschauer Spaß haben:

Zum Schluss noch eine Version ohne Bläser mit Gitarre, so ähnlich, wie ich sie erlebt habe. Im Unterschied zu dieser Version, war Hancock im Konzert zusätzlich sehr lebhaft mit einem Umhängekeyboard auf der Bühne unterwegs 😉

 

De Babba seiFlasch

18 Jan

Weil die Frage „Wo hat dann de Babba de Flasch?“ grad an anderer Stelle aufgetaucht ist, und weil mir danach ist.

Ich hab zwar als gebürtiger Nordhesse früher eher wenig Beziehung zum Rhein Main gehabt, aber schließlich wohne ich mittlerweile so knapp 25 Jahre da, und so ganz langsam stellt sich so ein ganz klein wenig Heimatgefühl ein. Ich werde versuchen es gut zu gießen und zu pflegen, vielleicht wird es dann mal fast so groß wie das für Bonn.

Aber davon mal abgesehen, die Monotones fand ich schon immer gut. Und deshalb wird die Frage nach dem Babba sei Flasch auch hier bei 3:40 geklärt 😉

Inzwischen sind sie alle etwas älter geworden, haben das ein oder andere Kilo zugelegt, aber live können sie die Leute immer noch ordentlich rocken

Nominiert für den Förderpreis der Liederbestenliste 2015: Alex Behning

18 Jan

Ich kenn nicht viel von ihm, aber das hier vorgestellte Video gefällt mir sehr gut

Ein Achtel Lorbeerblatt

Pressebild_Alex_Behning_2Foto: Chris Danneffel

Sechs Musiker hat die Förderpreisjury der Liederbestenliste dieser Tage nominiert. Für, klar: den Förderpreis der Liederbestenliste 2015. Der Preisträger wird Anfang Februar bekanntgegeben. Bis dahin freuen wir uns, Ihnen in Kooperation mit der Liederbestenliste nach und nach alle Nominierten in kurzen Einzelportraits an dieser Stelle präsentieren zu dürfen.

2010 entdeckt Alex Behning eine alte Harmony-Gitarre an der Wand eines Musikinstrumentengeschäfts im britischen Bristol: Modellnummer H-6365, Baujahr 1972, Flat top, Mahagoni-Decke, Rosenholz-Griffbrett, Stahlsaiten. Sind das nicht zuviele Details? Für Behning nicht. Harmony ist einer der ältesten Gitarrenhersteller der USA. Ganze Generationen bis hin zu Keith Richards brachten sich darauf den Blues bei. Er nimmt die Gitarre von der Wand und zupft sie. Die Gitarre hat einen erdigen, reichen und lauten Ton. Sie hat Kratzer und eine Geschichte. Nach einmaligem Spiel weiß Behning, dass mit dieser Gitarre neue Abenteuer beginnen können, dass er diese Geschichte weiterspinnen kann.

„Ich wollte…

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Organspende mal wieder

16 Jan

Vorweg geschickt: Ich bin auch nach der neuen Unregelmäßigkeit bei der Dokumentation der Hirntodfeststellung in einem Fall weiterhin überzeugter Organspender, aber es wird einem manchmal schon schwer gemacht, bei der Stange zu bleiben. Wie ich zur Organspende stehe, auch im Zusammenhang mit dem letzten „Skandal“ bei der Vergabe, habe ich schon früher hier und hier dargelegt.

Es wurden diesmal Fehler gemacht bei der Dokumentation der Feststellung de Hirntods, und wie man im nachhinein feststellte ausdrücklich nicht bei der Feststellung selbst, die Patientin war eindeutig vor Beginn der abgebrochenen Entnahme hirntot. Fehler können passieren, obwohl sie es eigentlich nicht dürften, das ist nun mal menschlich, und Restrisiken bestehen, immer und überall. Man sollte jedoch immer die Wahrscheinlichkeiten im Auge behalten. Ich habe mich selbst mehrmals vollständig in die Hand anderer begeben müssen, nichts anderes ist es, wenn man in Vollnarkose operiert wird. Auch wenn das Risiko noch so gering ist, im Prinzip besteht dabei immer Lebensgefahr. Das ist auch so, wenn man ins Auto steigt, autofahren ist immer lebensgefährlich.

Bei einem so sensiblen Thema wie der Organentnahme erwartet man natürlich unbewusst, dass da niemals Fehler passieren dürfen, das trifft auch zu, aber eben nur fast, eine winzig Restwahrscheinlichkeit für Fehler bleibt bestehen. Viel höhere Restrisiken gehen wir täglich viele Male ein, ohne darüber nachzudenken. Ich habe persönlich weiterhin kein Problem mit meiner Entscheidung zur Organspende, ich fühle mich hinreichend sicher in den Händen ganz überwiegend verantwortungsvoller Mediziner.

Ich weiß, dass ich nicht völlig tot sein werde, wenn ich zur Organspende infrage kommen sollte, die benötigten Organe sind ja noch, hoffentlich, quicklebendig, aber ich werde hinreichend tot sein, dass ich mit denen nichts mehr anfangen kann, und das ist mein Kriterium. Jedes Kriterium anderer und jede andere Entscheidung respektiere ich ausdrücklich. Für mich geht es nicht um die Frage tot oder nicht tot, denn Totsein ist inzwischen eine relative Geschichte und endgültig tot ist man erst, wenn die letzte Körperzelle ihre Funktion unwiderruflich eingestellt hat, was aber erst dann der Fall ist, wenn andere Teile längst in Verwesung übergegangen sind. Das zumindest ist der Vorteil, den ich als gelernter Biologe habe: Es ist mir klar, wie tot ich zu einem bestimmten Zeitpunkt bin.

Soweit also nochmal zur Klärung meines Standpunkts zur Organspende an sich.

Zum neuerlichen „Skandal“: Zunächst wurde einfach, und in praktisch allen Medien berichtet, dass es schon wieder eine Unregelmäßigkeit bei einer Hirntodfeststellung gegeben habe und deshalb eine bereits begonnene Organentnahme abgebrochen worden sei. Das impliziert für viele Leser auf den ersten Blick, dass der betreffenden Patient nicht hirntot gewesen sei, warum sonst hätte man die Entnahme abbrechen sollen. Dass das nicht der Fall war, dass der Hirntod ordnungsgemäß festgestellt und dies nur nicht ausreichend dokumentiert wurde, erfährt man, wenn überhaupt, erst etliche Tage später, wenn sich kaum noch jemand dafür interessiert, in Meldungen, die weitestgehend unbeachtet bleiben. Dass außer der Tatsache, dass die dringend benötigten Organe nun nicht zur Verfügung standen, niemandem ein Schaden entstanden ist, wird nicht ausdrücklich erwähnt.

Solches ist inzwischen leider gängige Praxis bei den Journalisten, jeder will der schnellste sein, und so wird die Meldung eben raus gehauen. Abwarten und erstmal die Fachleute abklären lassen was denn nun genau passiert ist, was immer einige Zeit braucht, und dann ordentlich recherchieren kann sich im schnellebigen Medienbusiness offenbar niemand mehr leisten. Hätte man das getan, wäre der öffentliche Aufschrei, den es auch jetzt wieder gab, wohl kleiner ausgefallen und der Schaden, den ein solcher Vorgang immer auch für das ganze System der Organspende anrichtet, geringer ausgefallen.

Ich bin nicht gegen die Berichterstattung über solche Unregelmäßigkeiten an sich,die muss auf jeden Fall sein, aber ich zweifle inzwischen, ob eine möglichst frühe Information der Öffentlichkeit, jedenfalls, solange noch nicht alle Umstände völlig aufgeklärt sind, sinnvoll ist.

Und außerdem: Trotz allem, auch wenn Fehler menschlich sind, auch wenn diesmal kein Schaden entstanden ist, auch wenn solche Fehler gemessen an der Zahl der Organentnahmen sehr, sehr selten sind, auch wenn das Risiko für den einzelnen Organspender wirklich verschwindend klein ist: Das System muss noch sicherer gemacht werden, Fehlerquellen müssen ständig überprüft werden, und wo sie offenbar werden, müssen sie abgestellt werden. Wenn der Eindruck entsteht, dass dies nicht mit der nötigen Sorgfalt und Nachhaltigkeit geschieht, würde vielleicht auch ich eines Tages, aus Protest wohlgemerkt nicht aus Angst, meine Entscheidung Organspender sein zu wollen überdenken müssen.

Wenn alle Stricke reißen

16 Jan

Gitarristen brauchen Saiten, manche 12 und mehr. Wenn die mal reißen und nur noch eine übrig bleibt, kann man da durch aus noch nette Musik mit machen 😉

Nachdem ich es mit Fingerfertigkeiten hatte, möchte ich mal andeuten, dass es auch einfacher geht. Keep ist simple, Musik auf einer Gitarrensaite. Irgendwie auch ein Gitarrenheld.

Nominiert für den Förderpreis der Liederbestenliste 2015: Cynthia Nickschas

15 Jan

Wert immer mal reinzuschauen, wer so nominiert ist

Ein Achtel Lorbeerblatt

(c) stefan magerSechs Musiker hat die Förderpreisjury der Liederbestenliste dieser Tage nominiert. Für, klar: den Förderpreis der Liederbestenliste 2015. Der Preisträger wird Anfang Februar bekanntgegeben. Bis dahin freuen wir uns, Ihnen in Kooperation mit der Liederbestenliste nach und nach alle Nominierten in kurzen Einzelportraits an dieser Stelle präsentieren zu dürfen.

Die in Bonn wohnhafte 27jährige Sängerin und Gitarristin begann ihre musikalische Laufbahn als Straßenmusikerin, wofür sie bereits mehrere Auszeichnungen erhielt. Mittlerweile ist sie mit ihrer Band auch auf vielen großen und kleinen Bühnen unterwegs. Seit dem letzten Jahr ist Cynthia, die regelmäßig mit ihrem „Plattenpapa“ auf der Bühne steht, eine von vier Jungkünstlern, die Konstantin Wecker zur besonderen Förderung vielversprechender Liedermacher der nächsten Generation unter Vertrag genommen hat. Auf seinem Label erschien im September 2014 ihr Album KOPFREGAL.
Die deutschsprachigen Texte, alle aus eigener Feder, sind herrlich ehrlich, mutig und frech, anspruchsvoll und sozialkritisch, direkt und unverstellt. Der Musikstil ist bunt: von rockig-bluesig, bis…

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Fingerfertig

15 Jan

Da es am Montag grad um Fingerfertigkeit an der Gitarre ging. Ich hätte noch einen fingerfertigen:

Mit 15 live auf dem Jazzfest in Montreux aufzutreten ist nicht jedem gegeben, Birélli Lagrène war es gegeben.

und mit 48 immer noch fingerfertig 😉  aber grooviger

 

13 Jan

Oh ja, schönen Dank.