Am Westbahnhof Gleis 1b – eine unbeschreibliche Erfahrung

11 Sep

Von vor Ort. Ich könnte jetzt schreiben Lesebefehl, aber ich schreibe lieber Leseempfehlung, es lohnt sich.

Julia Culen

Eigentlich will ich ein paar Spenden abgeben. Duschgels und so. Dann fragt jemand von der Caritas, ob hier freiwillige Helfer sind. Ich sage einfach mal: ja. Ich war eigentlich zum Essen verabredet, das wurde gerade abgesagt und der Cafe bei der Großmutter kann auch warten. Dank Handy kann ich einen Kundentermin tadellos noch im Caritaslager vereinbaren.

10 Minuten später stehe ich in einem grünen Caritas Leiber am Bahnsteig 1b. Vor mir Wagerl mit Bananen, Brot, Nüssen, Duschgels, Windeln. Dahinter stehen wir, die Freiwilligen. Auf dem Bahnsteig sitzen, liegen und stehen Leute und warten. Sie schauen freundlich, verzweifelt, traurig, glücklich aus.

Eine junge Frau sitzt am Boden und weint. Sie und ihre Freunde hatten 4 Tage nichts zum Essen und Trinken bekommen, erzählt mir die junge syrische Übersetzerin. Sie friert offensichtlich und ihr Turnschuhe hängen halb von den Füßen, durchgetreten. Ich habe gerade Zeit, kein neuer Zug da, die Leute versorgt…

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