Christof Stählin: Seine Lieder. Wegbegleiter erinnern sich… / „Die Zeitschaukel“

15 Sep

Und ein weiterer Beitrag zu Christof Stählin. Ich habe wirklich einiges von ihm verpasst.

Ein Achtel Lorbeerblatt

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Christof Stählin (mit Silvia Specht) – Die Zeitschaukel
vom Album: Lieder für andere, 1976

Das Wichtigste, was mir Christof beigebracht hat, ist der poetische Blick auf die Dinge als eine Lebenshaltung.

Mir war zwar diese Perspektive schon vorher vertraut, aber erst durch Christof begriff ich nach und nach die Größe ihrer Bedeutung. Dafür gibt es keine Worte. Inzwischen ist der poetische Blick der für mich einzige unverrückbare Standpunkt in einer immer verrückter werdenden Welt.

Bei einer Tasse Tee beschrieb ich ihm einmal die Beobachtung, wenn man in einer knallvollen Wirtschaft sitzt (und da ist der Stammtisch, der Frauenturnverein, einige Paare und Familien) und nur dem Klang der Stimmen lauscht, als wäre es eine Musik – und dennoch entstehen immer Generalpausen: elektrisierende Sekunden der Stille. So als folgten alle einem unsichtbaren Dirigenten. Christofs Antwort war: „Das sind die Akupunktur-Punkte der Zeit“.

Als hochgebildeter Intellektueller war Christof für mich etwa so wie…

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