Christof Stählin: Seine Lieder. Wegbegleiter erinnern sich… / „Schlaflied“

21 Sep

Mag sein, dass mein Rebloggen der ganzen Serie über und mit Stählin ein wenig sehr enthusiastisch wirkt. Aber die vorgestellten Titel sind einfach unglaublich schön und außer auf den Tonträgern kann man sie kaum mal irgendwo hören. Und dieses hier ist eines der schönsten.

Auch die Texte seiner Weggefährten zeugen von großer Wertschätzung für seine viel zu sehr verborgene Arbeit als Künstler und Lehrer.

Ein Achtel Lorbeerblatt

staehlin_stillermann

Christof Stählin – Schlaflied
vom Album: Stiller Mann, 2005

„Alles braucht seine Weile,
wenn’s gut ist, was unsereins macht.
Nur eins geht von heute auf morgen:
Die Nacht.“

Das Schlaflied ist so perfekt in sich und so zeitlos wie vieles, was Christof geschrieben und gesagt hat.

Ich habe ihm viel zu verdanken. Immer wieder hat er mich tief beeindruckt mit seinen Liedern, Gedichten und seinen Vorträgen, in denen sein umfangreiches philosophisches, etymologisches, mythologisches und kulturgeschichtliches Wissen einen großen Raum öffnete, der zugleich durch seinen liebevollen Blick auf die Welt nahbar, hell und freundlich wurde. Er ließ den Dingen ihre „Majestät des Phänomens“. Die Wärme und Güte, die aus seinen Liedern und Texten strahlt, ist mir ein Vorbild.

Mit der Künstlerschule Sago hat er etwas erschaffen, das frei vom „kalten Wind der Konkurrenz“ ist, wie er oft sagte. Einen Raum, der allein der Verbesserung der Kunst dienen sollte, ohne jede hässliche Zweckdienlichkeit…

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