Archiv | Oktober, 2015

Theodorakis im Himalaya

30 Okt

Vielleicht hat man es bemerkt. Ich bin seit einiger Zeit fasziniert von Anna RF, die in wechselnden Besetzungen und mit Gästen orientalisch gefärbte „Weltmusik“ machen, oft witzig, manchmal melancholisch. Die Videos immer sehr passend.

Dieses „auf dem Dach der Welt“ aufgenommene ruhige Stück von Theodorakis finde ich besonders schön. Sie schreiben selbst dazu:
„We were 10 friends walking for more then 4 hours to get to the top of the „Trion“ – on the Himalaya –
From Dharamsala to the top of one of the most beautiful place on earth –
We recorded it in Goa and Mixed and Mastered it in a small guest house in Bhagsu (a village close to Dharamsala)
A composition by Mikis Theodorakis –
When the music meets the mountains – “

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Es geht um die Wurst – wer hat Angst vorm bösen Krebs?

29 Okt

In allen Medien wird ja seit zwei Tagen oder so die angebliche Warnung der WHO wegen der Kanzerogenität von Wurstwaren, genauer eigentlich „verarbeitetes Fleisch“ gehyped. Dabei stehen immer zwei Dinge im Fokus.

1. Man hat das verarbeitete Fleisch in die gleiche Kategorie gesteckt, wie z.B. Rauchen und einige hochkanzerogene Substanzen wie Arsen im Trinkwasser etc.

2. Der zusätzliche Genuss von 50g verarbeitetem Fleisch erhöht angeblich das Risiko an Krebs zu erkranken um 18%.

Zwar sind in der Regel ein paar erklärende Worte irgendwo im Text versteckt, mit deren Hilfe sich die aus diesen Informationen leicht herauslesbaren Missverständnisse eigentlich vermeiden ließen, allerdings sind sie oft nicht im direkten Kontext zu lesen, sodass die Missverständnisse zunächst mal entstehen und meist nicht mehr aufgehoben werden.

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Man sagt ja, er sei kitschig

28 Okt

dieser Song. Ich finde das eigentlich nicht, insbesondere nicht in dieser Version. Und als Gute Nacht Lied ist er sowieso sehr gut geeignet.

Fingerpickerinnen

27 Okt

Ja, gab/gibt es. Zum Beispiel Elisabeth Cotton

und Etta Baker

Am Ende des Tages

23 Okt

mit ANNA RF. Geht eigentlich immer.

Gute Nacht

23 Okt

War das jetzt gut für mich mit dem Herrn Schmitz?

19 Okt

Ich bin ja außer hier auch in Facebook unterwegs. Das ist bzw. war für mich bisher überwiegend eher ein Platz zum Blödeln, Rumheulen ect., dies meist in einem kleineren Kreis. Ich nehme dort auch schon öfter mal zu aktuellen Dingen Stellung, geht halt fixer, ja und unverbindlicher als mit einem Blogbeitrag. So weit, so gut und schön. Eigentlich wollte ich dies und den Blog hier ja einigermaßen getrennt halten, zumindest was Verweise von hier auf Facebook angeht. Aber aus einigen aktuellen Anlässen, unter anderem auch wegen des Mordanschlags auf Henriette Reker, will ich da mal ein wenig von abgehen.

Bei der Erweiterung meiner Facebook-„Freundes“liste gehe ich eher sparsam vor, und so ist sie recht übersichtlich, vor allem eigentlich nicht mit „öffentlichen“ Personen gefüllt. Vor nicht allzu langer Zeit ist Heinrich Schmitz hinzu gekommen, eben jener aus diesem Beitrag. Das kam daher, dass ich nach der Geschichte mit der Petition und der hinterhältigen Aktion gegen ihn einige seiner meist öffentlich geposteten Facebook-Beiträge interessehalber gelesen und ihm daraufhin eine „Freundschaftsanfrage“ geschickt habe, die er freundlicherweise akzeptierte. Ich wollte mehr erfahren hauptsächlich über sein Engagement in Sachen Flüchtlingen. Nun stimme ich vielleicht nicht mit jedem Wort, das er so schreibt, bis auf den Buchstaben genau überein, aber die grobe Chemie stimmt einigermaßen.

Was das jetzt für diesen Blogbeitrag interessant macht, ist nicht so sehr, das, was er schreibt, sondern das, was ich durch ihn über die rechte, braune und fremdenfeindliche Szene erfahren habe. Nicht durch ihn selbst sondern dadurch, dass er regelmäßig auf Timelines und in Threads dieser – Widerlinge (mir fällt kein besseres Wort ein) – durch seine Kommentare dagegen hält, was neudeutsch wohl als Counterspeak bezeichnet wird.

Was ich da gesehen habe, übertrifft meine schlimmsten Befürchtungen und ist manchmal geeignet alle Hoffnung auf den Sieg der Vernunft gegen dumpfen Nationalismus und teilweise tiefbraunes Gedankengut und eben leider auch offenbar die Bereitschaft zu entsprechenden Taten fahren zu lassen. Mir wird manchmal im Wortsinne physisch übel, wenn ich da mitlese, und es wird mir wirklich sehr unbehaglich. Ich bekomme gelegentlich wirkliche Angst, was alles passieren könnte, wenn sich das weiter so ausbreitet und radikalisiert, wie es zur Zeit immer noch geschieht.

Immer öfter kann ich mich dann nicht mehr zurückhalten und mische mich ebenfalls ein. Intellektuell ist das das meist keine große Herausforderung, emotional schon. Ich bewundere die Menschen wie Schmitz, deren Nervenkostüm das scheinbar ohne größeren Schaden aushält, da täglich immer wieder gegenzuhalten und das nicht aus Selbstschutz zu ignorieren. Gelegentlich tue ich das, wenn es gar zu arg zu werden droht, weil mir manches von diesem hetzerischen Geschwätz doch ziemlich an die Nieren geht.

So komme ich zurück zur Titelfrage: War das jetzt gut, dass ich Heinrich Schmitz geadded habe und nun Dinge mitbekomme, die ich mir so schlimm nicht vorgestellt habe? Oder hätte ich das zur Schonung meines eher labilen Nervenkostüms besser sein gelassen?

Vermutlich war es letztendlich gut, und ich sollte mich wohl immer mal wieder ebenfalls einmischen, wenn ich es aushalte. Zumindest kann ich nicht mehr behaupten, von nichts gewusst zu haben.

Zur Nacht

12 Okt

Es passiert schon mal

5 Okt

wenn man das eine sucht, dass man das andere findet.

Eigentlich war ich am Stöbern nach Oscar Peterson, einer der Jazzmusiker, deren Musik mich schon sehr früh, zur Schulzeit ansprach. Gefunden hab ich dann ein Stück mit ihm und Joe Pass sowie Stephane Crappelli, die ich beide ebenfalls schon früh mochte. Ein Stück, ein Standard, den es wie so viele andere Standards in unzähligen Versionen gibt. Und ein paar interessante haben es mir dann auch angetan.

Zunächst, Ehre wem Ehre gebührt, die Version des Urhebers Django Reinhard mit Stephane Crappelli

Dann die zuerst gefundene mit den drei oben genannten. Crappelli hier ganz anders und Joe Pass ziemlich zurückhaltend.

Eine reine Gitarrenversion mit Birelle Lagrene und Freunden. Lagrene wurde und wird ja oft als Nachfolger Django Reinhards gesehen und gehört deshalb in die Reihe.

Und dann noch etwas ganz anderes 😉