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Depression ist auch

13 Okt

Unterstützung und Hilfe, die es durchaus gibt.

Nach den negativen Beschreibungen bisher muss auch dies gesagt werden.

Es gibt auch Verständnis, nicht nur das vemeintliche, schulterklopfende „wird schon wieder“-Verständnis, sondern echtes Verstehen dessen, was für Nichtbetroffene so sehr schwierig zu verstehen ist.

Es gibt auch Hilfe, nicht professionelle und professionelle.
Nichtprofessionelle Hilfe von Menschen die einfach da sind, die einen so akzeptieren, wie man gerade in der Krise ist, die auch ganz schön lange dauern kann. Hilfe von Menschen, die nicht „schon wissen, was dir gut tut“ sondern versuchen zu erfragen, was gerade benötigt wird, sei es konkret bei den Dingen, die gerade absolut nicht machbar sind, oder einfach nur so da sein, zuhören, nicht werten, und wenn es einmal sehr kritisch werden sollte, die Initiative ergreifen, die Betroffenen dann gerade nicht mehr möglich ist.
Professionelle Hilfe bei allen Schwächen, die dem Versorgungssystem bei psychischen Krankheiten und Beeinträchtigungen noch anhaften, durch kompetente Profis, (Fach)Ärzte, medizinisches Personal, Therapeuten. Nicht immer passen helfende Professionals und Betroffene gleich gut zusammen, das ist aber auf andere Gebieten auch nicht immer der Fall, dann muss eben weiter gesucht werden. Unabhängig davon müssen aber die eklatanten Versorgungslücken dennoch dringend geschlossen werden.

Vorurteile gegenüber professionellen Helfern und Therapien müssen ebenfalls noch dringend abgebaut werden. Und schließlich müssen Vorurteile gegenüber denjenigen verschwinden, die sich professionelle Hilfe suchen, ambulant, stationär durch Psychotherapie und/oder Pharmakotherapie, wie auch immer. Hilfe zu suchen ist keine Schwäche, ganz im Gegenteil.