Warum Weshalb

Dann fang ich mal ganz langsam an.

Jeder A-, B-, oder C-Promi, der davon betroffen ist,  muss ja unbedingt erklären „wie ich den Krebs besiegte“, in Form von Interviews, Büchern oder wie auch immer.

Da hab ich mir gedacht, das kannst Du ja auch mal machen.

Nein, im Ernst. Es wird hier (auch und vielleicht überwiegend) tatsächlich um Krebs, meine Krebserkrankung, meinen Umgang damit und verwandte Themen gehen. Und zwar aus der Sicht eines interessierten und hoffentlich informierten Naturwissenschaftlers, der versucht sich beobachtend neben  den Patienten zu stellen.

 

 

Thyroid Cancer Awareness

 

 

Die Motivation dahinter ist unter anderem, dass mir die, z.B. auch durch die teilweise strunzdämlichen oben erwähnten Promikrebsgeschichten, meiner Meinung nach ziemlich verzerrte öffentliche Wahrnehmung des Phänomens Krebs leicht gegen den Strich geht, und ich deshalb glaube, das ein oder andere aus meiner Sicht dazu sagen zu sollen.

Es wird aber eher kein Platz für Ratschläge in medizinischen Zusammenhängen sein, schon gar nicht solchen, die als Ersatz für einen Arztbesuch gesehen werden könnten.

Ratsuchenden werde ich aber gern den Weg zu Stellen weisen, wo sie Rat finden können.

Daneben, und vielleicht mit etwa gleichem Gewicht, werde ich einfach Dinge vorstellen, die mir aufgefallen sind und mir gefallen oder auch nicht. Da mir in letzter Zeit auch immer wieder Musik in den Kopf kommt, die ich mit Erinnerungen verbinde und immer noch oder wieder gut finde, wird auch dies ein Thema sein.
Essen und Trinken wird dabei auch eine Rolle spielen.

Vielleicht werde ich mir auch den ein oder anderen Kommentar zu Nachrichten und Ereignissen des Tages nicht verkneifen können.

Das Ganze ist ein Experiment, und ich weiß nicht, wie lange ich das betreiben werde.

Ob mir das Projekt in einer Form gelingt, die von anderen verstanden und akzeptiert wird, wird sich zeigen. Technische Unzulänglichkeiten werden wohl bei mir als vorläufig unerfahrenem Blogger zunächt vereinzelt noch bestehen, aber das sollte wohl zu verschmerzen sein.

Update 3.1.2015

Meine eigene Krebsgeschichte ist nicht vorbei, die währt wie bei allen Betroffenen im Prinzip lebenslang. Aber jetzt nach 5 Jahren und Rezidivfreiheit soll sie bis auf weiteres ruhen, was ich ja bereits in einem Beitrag aus dem September letzten Jahres angekündigt habe. Wohin sich der Blog ansonsten entwickeln wird, kann ich nicht voraussagen. Man lasse sich überraschen, aufgeben werde ich ihn wohl auf absehbare Zeit nicht.

7 Antworten to “Warum Weshalb”

  1. Otto 25. Mai 2012 um 14:09 #

    Nein, ich schreibe lieber nix über schwachsinnige PromiBlogs oder Blogs von irgendwelchen Leuten die nicht wissen, was mit ihrer Zeit anzufangen ist. Du hast sicher auch mit deiner Krankheit ganz andere Probleme. Deshalb alles gute, ich halte mich zurück. Aber warum 100000de schreiben, wann sie wo wie eine Furz lassen, ist doch schon sehr bedenklich.

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    • maedchenhaftes 11. Januar 2013 um 23:12 #

      War das jetzt ein pro oder contra für Krebsblogs und -bücher etc.? Ich bin mir da nun wirklich nicht sicher.. ich persönlich habe auch einen Krebsblog und da geht es nicht nur um Krebs und es tut mir einfach gut, über andere Dinge zu schreiben. Es ist eine gute Ablenkung!

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      • Karl 11. Januar 2013 um 23:35 #

        Ich vermute eher nicht, ist im Grunde auch egal. Ich kenne mittlerweile viele Betroffene und für manche ist ein Blog ein guter Weg, für manche eher nicht. Wer solche Blogs nicht mag, muss sie ja nicht lesen. Der hier ist auch nicht unbedingt ein Krebsblog, na ja jedenfalls nicht nur.

        Achsoja, willkommen hier 😉

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        • maedchenhaftes 24. Januar 2013 um 22:50 #

          Man muss sich ja auch nicht nur am Thema Krebs festhalten 🙂 Mache ich ja auch nicht. Um die Diagnosen rum wird’s mal wieder bissl krebsbunter, aber zwischendurch kommen auch Bommelnews oder sowas..

          Danke dir 😉 Werde öfter mal vorbei schauen.

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  2. luiseshorty 20. September 2015 um 23:16 #

    Ich habe Angst vor Krebs.
    Bin gesund und will mit krank sein nix zu tun haben.
    Richtig ist das nicht, nur ehrlich.
    Sehe Deinen Blog und darf lesen, dass es Dir gut geht.
    Das ist schön.
    Möchte Dir weiter folgen egal ob gesund oder nicht.
    Das einzige was krank ist, ist mein Gedanke: Angst vor Krebs.
    Schön, dass ich Deinen Blog gefunden habe.
    Luise

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    • Karl 20. September 2015 um 23:22 #

      Krebs, das Wort war VOR meiner Diagnose der Inbegriff der größten vorstellbaren Katastrophe, und das geht vermutlich den meisten noch nicht Betroffenen so.
      Man darf sich nichts vormachen, für manche IST es eine Katastrophe, aber für die meisten eben im Laufe der Zeit eher eine Krankheit unter anderen und für viele irgendwann eine Episode in ihrem Leben, ein Stolperstein, den einem das Leben in den Weg gelegt hat, um innezuhalten, den eigene Weg zu überdenken, vielleicht ein paar Umwege zu gehen.

      Natürlich wünsche ich niemandem die Erfahrung machen zu müssen, aber es gibt eben Schlimmeres und weniger Schlimmes. Man kann auch gewinnen.

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      • luiseshorty 20. September 2015 um 23:32 #

        Wie gut sich ein Stolperstein anhört. Drüber stolpern, aufstehen, weitergehen – oder auch einen anderen Weg wählen.
        Fühlt sich um einiges besser an, als eine Katastrophe!

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