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„Sie wollte es doch auch“

8 Apr

Nein sie und die vielen anderen „wollten es NICHT auch“.
Nein heißt Nein, aber auch ein „Nicht“ oder „hör auf“ heißt Nein und weinen sowieso, egal wann, und nicht nur „vorher“.

Oui, Madame!

Anlässlich der Diskussion um die Vorwürfe gegenüber Luke Mockridge, die sich unter dem Hashtag #KonsequenzenFuerLuke sammeln, werden viele Menschen derzeit mit dem unbequemen Thema des Missbrauchs konfrontiert. Missbrauch hat viele Gesichter und diesem Fall lacht es seine möglichen Opfer hämisch an, wenn sie nur den Fernseher einschalten. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist, wird sicherlich überprüft werden. Zu häufig lese ich jedoch in Kombination mit derlei Vorwürfen Sätze wie: „Sie wollte es doch auch, jetzt bereut sie es nur und lügt“ oder „Die will nur in die Öffentlichkeit“. Hier deshalb nun ein Erfahrungsbericht einer Betroffenen, der einigen da draußen hoffentlich die Augen öffnet.

Triggerwarnung!

An dieser Stelle möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. Wenn du Derartiges erlebt hast, solltest du diesen Text nur lesen, wenn du dich in einer guten Verfassung befindest oder dir das selbst zutraust. Achte auf dich und mute dir nicht zu viel zu. Ich werde eine…

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Covid und Psyche. Wie Polonaisen in Innenstädten Pflegenden den Rest geben. ICN nennt es “Massentrauma” — Pflegephilosophie

15 Mrz

Die Folgen von Corona bezüglich mentaler Gesundheit der Pflegenden werden regierungsseitig noch immer stark vernachlässigt. Während andere Länder sich fieberhaft wenigstens der Untersuchung des Phänomens widmen, fragt man sich hierzulande, wie man die Massenflucht aus dem Beruf aufhalten könne. Vor dem Hintergrund der bereits laufenden Studien erscheint die Ignoranz dem Problem gegenüber absurd. Shaukat et […]

Covid und Psyche. Wie Polonaisen in Innenstädten Pflegenden den Rest geben. ICN nennt es “Massentrauma” — Pflegephilosophie

Wellenbrecherlockdown

1 Nov

Es ist nicht die einzige Mahnung eines Medizinprofis, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Praktisch alle Ärzte und Pflegeleute, denen ich auf Twitter und Facebook folge, äußern sich ähnlich. Offenbar schauen Corona Skeptiker und Maskenverweigerer gezielt weg.
Ich bin chronisch krank und spüre die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem schon jetzt, bevor noch die Intensivbetten knapp werden. Längere Wartezeit auf Facharzt Termine, verständlicherweise kurze oder fehlende Arztgespräche z.B. nach radiologischen Untersuchungen, weil man die Kontakte so kurz wie möglich halten will, Schließung der psychiatrischen Institutsambulanz für ambulante persönliche Termine bei meinem Psychiater etc.
Ich habe regelmäßig etwa alle 1-2 Jahre einen Nierensteinabgang. Leider lässt sich das bei meiner linken Niere nicht verhindern. Trotzdem bin ich froh sie noch zu haben. Wer sowas schon mal hatte, weiß, dass das unmenschliche Schmerzen sind. Ich weiß nicht, wie die Behandlung aussehen wird, wenn die Regelversorgung wegen der völligen Überlastung des Systems weitgehend heruntergefahren werden muss. Ich mag es mir auch nicht vorstellen.

Doktor FreakOuts Sprechstunde

Leute, reden wir über Hedonismus. Und über die armen Gastronomen, die ich allerdings nicht alle über einen Kamm scheren möchte.

Gestern war ich mit meinem jüngsten Sohn in der Bielefelder City unterwegs. Seine Corona-Frise brauchte ein dringendes Update, dass keinen Aufschub duldete. Im Anschluß des Haarschnitts beim Friseur unseres Vertrauens, der die Hygienemaßnahmen vorbildlich umsetzt, stellte sich Hunger ein. Und was kommt bei einem Grundschulkind besser an als Mac Donalds? Also steuerten wir die Filiale am Jahnplatz an, um uns einen Burger auf die Hand zu holen.

Als wir die Filiale betraten, traf mich schier der Schlag. Der Laden war bis auf den letzten Platz belegt. Gesperrte Plätze gab es keine. Zwischen den Sitzgruppen hatte man halb hohe Plexiglas-Scheiben installiert und es gab zwei Desinfektionsmittelspender. Und hier endet bereits die Aufzählung der getroffenen Hygienemaßnahmen. Die Luft war warm und feucht, fast stickig. Alle redeten laut, weil es so voll war…

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Depression ist

28 Jan

irre – menschlich

psycho – logisch

hirn – rissig

kopf – lästig

ver – kopft

klein – mütig

weh – leidig

arm – seelig

gefühl – los

750 Stunden

9 Jan

waren es ungefähr in 2018. Gemeint ist mein Ehrenamt als gleichberechtigter Mitvorstand mit drei weiteren Menschen und formal Bundesvorsitzender eines Krebsselbsthilfeverbandes.

Weil ich wissen wollte, wieviel da zusammenkommt hatte ich ab Mitte Februar die Zeiten erfasst, die mit diesem Amt verbracht habe und dann aufs Jahr hoch gerechnet. Das ist einerseits eine noch überschaubare Zahl, andererseits für jemanden, der als einzelkämpfender Selbständiger und psychisch nicht sehr Gesunder noch irgendwie für seinen Lebensunterhalt und, zumindest in Teilen, den seiner Familie sorgen muss, nicht ganz einfach mit dem Restleben unter einen Hut zu bringen. Ich wurde schon gefragt, warum ich mir das, als auch von Depression Betroffener, denn zusätzlich auflade. Die Antwort ist: Es ist ein Stück weit auch Therapie, so anstrengend es manchmal sein mag.

Wiederum ein anderer Aspekt ist, dass dieser Einsatz eigentlich für ein solches Amt noch nicht ausreicht. Eigentlich wäre es, wenn sehr ernsthaft betrieben, mehr oder weniger ein Vollzeitjob. Eigentlich bräuchte es „reiche Rentner“ in diesen ehrenamtlichen Positionen. Nur sind diese erstens nicht wirklich häufig zu finden, denn Krebserkrankungen sind mittlerweile in den meisten Fällen kein Todesurteil mehr und viele Betroffene können und wollen nach erfolgreicher Therapie wieder beruflich aktiv sein. Viele müssen es auch, weil sie sonst wirtschaftlich tief in das nicht wirklich dichte soziale Netz fallen würden, als Selbständige gleich gar. Und zweitens betrifft Krebs zwar vielfach ältere Menschen aber eben auch junge, mitten im Leben stehende, die von einer Betroffenenorganisation auch repräsentiert und vertreten sein müssen, eben nach Möglichkeit auch in leitenden Funktionen.

Für junge Menschen im Berufsleben, die vielleicht gerade auch eine Familie gründen, ist das kaum machbar, besonders nicht, wenn man sich noch in einer wirtschaftlich prekären Situation befindet, die sich oft als Folge einer solchen Erkrankung ergibt.

Ehrenamt muss selbstverständlich Ehrenamt bleiben. Eine „normale“ Entlohnung kann nicht die Lösung sein. Andererseits muss gesellschaftliches Engagement, auch in leitender Funktion, die ja in der Öffentlichkeit mit einiger Anerkennung verbunden ist, auch Menschen möglich sein, die nur über begrenzte Ressourcen an Geld und/oder Zeit verfügen. Ehrenamt und ehrenamtliches Engagement muss neu gedacht werden, wenn Vorstände von Vereinen und Verbänden nicht nur aus reichen Rentnern bestehen sondern für die von ihnen vertretenen Gemeinschaften repräsentativ sein sollen.

Für mich wäre eine lohnenswerte Überlegung auch ein großzügig bemessenes bedingungsloses Grundeinkommen. Da könnte m.E. viel Engagement und Kreativität freisetzen und böte auch Gelegenheit sich auszuprobieren. Auch wenn dies allein sicher nicht die Lösung sein wird.

Depression ist

4 Okt

nicht liegenbleiben wollen, aber nicht aufstehen können.

Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

Zitat

Depression ist ein Höllenhund. — Sterben üben.

22 Jul

So ist das, jedenfalls so ähnlich, bei jedem wohl etwas anders aber im Grunde doch gleich. Höllenhund, schwarze Dame die so hinterfotzig damenhaft daher kommt, welchen Namen man auch immer der Depression gibt.

Ich habe überlegt, ob das mit den Ausreden so stimmt und dachte, nein, du stehst ja dazu. Aber es stimmt doch. Auch die Tatsache sich grundsätzlich als depressiv geoutet zu haben, bewahrt mich nicht davor, genau diese Ausreden zu suchen und zu finden und mich mies dabei zu fühlen. Es sind tatsächlich Ausreden, aber der wahre Grund, die Depression ist keine Ausrede, auch wenn sie bisweilen von anderen, die das mangels eigener Erfahrung nicht nachvollziehen können, für eine gehalten wird.

Am Ende ist es dann doch das Überwinden der Ausreden, das hilft, wenn, ja wenn ich dann tatsächlich an diesen Punkt gelange. Ohne Hilfe schwierig und oft auch mit unmöglich. Und dass ich dann die Überwindung und das Unternommene genießen und wertschätzen kann, ist damit auch noch lange nicht gesichert.

Das Handy klingelt und du gehst nicht ran. Du schließt die Augen, dein Herz klopft schnell und du spürst die Anspannung. Wann ist es vorbei, wann ist es vorbei, wann ist es endlich still, verdammt nochmal? Als es aufhört zu klingeln, greifst du danach und machst den Flugmodus an. Bitte lasst mich in Ruhe, wenigstens…

via Depression ist ein Höllenhund. — Sterben üben.

Flucht und Integration

6 Jul

Das ist in der Tat mehr als wert geteilt zu werden.

Bruellmausblog

Auf Twitter habe ich etwas gefunden, was ich unbedingt mit euch teilen wollte, weil es mich berührt hat. Liked und teilt es weiter, denn solche Stories sollen dem Hass und der Missgunst entgegenstehen!

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Mitgefühl und emotionale Reife

1 Jul

Ja, Mitgefühl im positiven Sinne, Empathie, die von vielen, auch einigen „Fachleuten“ mit Mitleid gleichgesetzt wird.
Es ist aber nicht das gleiche und schon gar nicht das selbe, jedenfalls nicht für mich, wiewohl zugegeben der Grat zwischen Mitgefühl und Mitleid, mit leiden, schmal sein kann. Es ist nicht immer einfach mitfühlend zu bleiben und sich gegen das mit Leiden zu schützen. Wert ist es das allemal. Ich spüre das immer mal wieder.
Und manchmal ist es anstrengend, wenn die schmale Grenze überschritten wird.

Mystik aktuell

Foto: © wak

Mitgefühl
ist der höchste und bedeutsamste Ausdruck
emotionaler Reife.

Auf seiner Suche
nach Erfüllung und Selbstverwirklichung
erfährt der Mensch
seine höchsten Höhen
und tiefsten Tiefen
durch Mitgefühl.

Arthur T. Jersild (1902–1994)

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Und Ihr so?

7 Mai

DSVGO ist gerade ein großes Thema.

Ich beschäftige mich damit im Rahmen eines anderen Engagements, wo es nicht unerhebliche Anforderungen gibt und die Umsetzung schon recht weit gediehen ist. Das ist aber eine völlig andere Hausnummer als ein kleiner privater Blog.

Klar ist, so kann es wohl nicht bleiben, auch wenn Panik wg. vermeintlich hoher Strafen in dem Umfeld zunächst wohl eher nicht angebracht ist. Im Prinzip sind die meisten Regelungen aus Nutzersicht ja auch durchaus sinnvoll.

Nun bin ich eben nur ein „kleiner dummer“ User eines kostenlosen Angebotes von WordPress und habe nicht die Ressourcen (vor allem finanzieller Art) mir externe Unterstützung sowohl was rechtlichen Rat als auch, was praktische Unterstützung bei der Umsetzung betrifft, zu besorgen.

Es gibt eine Reihe von nützlichen Tipps und Hinweisen, wie man zumindest große Teile der Anforderungen realisieren kann. Alle diese erfordern aber umfangreiche Beschäftigung mit dem Thema, Zusammensuchen geeigneter Tools und deren Implementierung, was ich auf absehbare Zeit nicht leisten kann. Dazu fehlen mir auf Monate und länger einfach die Ressourcen.

Den Blog endgültig zu schließen ist für mich im Moment keine Option, auch wenn ich ihn nur sehr unregelmäßig bediene. Eine Überlegung ist, ihn ab Ende Mai auf privat umzustellen und so für die meisten (im Prinzip erstmal alle außer mir) unsichtbar zu machen. Das wäre zwar für die Follower schade bzw. mit den Umständen einer Registrierung verbunden, aber zumindest blieben die Inhalte an Ort und Stelle vorhanden.

Und Ihr so?