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„Tag der Organspende“

31 Mai

Bitte entscheidet Euch. Dafür oder dagegen. Beides ist in Ordnung, aber entscheidet Euch und schafft Euch einen Organspendeausweis an, in dem eben diese Entscheidung eingetragen ist. Bürdet diese Entscheidung nicht denen auf, die im Falle Eures Ablebens sowieso schon so sehr belastet sind.
Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass ein Organspendeausweis mit dem Einverständnis zur Spende gleichzusetzen ist. Mit ihm kann und sollte man auch seine Entscheidung dagegen dokumentieren.

Und wenn Ihr Euch entschieden habt, teilt die Entscheidung Euren Angehörigen mit.

Ach ja, ich bin Organspender, immer noch, trotz mancherlei Bedenken, was die Vergabepraxis angeht, weil sie in mancher Beziehung schon zu utilitaristisch ist. Eine Spende sollte ohne Vorbedingungen an den gegeben werden können, der sie benötigt.

Blog über medizinische Themen im Allgemeinen und Organspende und Transplantation im Besonderen.

Die zentrale Veranstaltung findet in diesem Jahr am Samstag den 04.06.2016 auf dem Marienplatz in München statt. Weiterführende Informationen http://organspendetag.de/

Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist deutlich gesunken. Foto: dpa-tmn

In vielen weiteren Städten gibt es an diesem Tag Informationsstände, so auch in Esslingen. Die Regionalgruppe Niere e.V. Esslingen ist ab 10 Uhr in der Berliner Straße 2 vertreten und verteilt Organspendeausweise. Zum Info-PDF: Tag der Organspende 2016-1

Über den „Tag der Organspende“ gibt es einen Wikipedia-Eintrag. Weitere Beiträge zu diesem Thema in diesem Blog sind hier zu finden.

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So ist das

23 Apr

essen, scheißen, schlafen, aufstehen

das ist die welt

und des weiteren

– sterben

Ikkyū Sōjun, verrückte Wolke, 1.2.1394 – 12.12.1481
Der Bukowski des Zen

Gute Nacht.

Leseempfehlung

18 Mrz

Ob man alles  so auf die Spitze getrieben sehen muss, weiß ich nicht. Grundsätzlich finde ich den Beitrag sehr lesens- und bedenkenswert und finde viele meiner eigenen Gedanken zum Thema wieder. Vielleicht muss es erstmal so zugespitzt ausgedrückt werden, damit endlich gründlicher nachgedacht wird.

Ein langer Text von Wolfgang Brosche bei den Kolumnisten.

Es gäb so vieles

5 Mrz

wozu man etwas sagen könnte bzw. sollte. Die Radikalisierung der Rechten, ein Hohlkopf namens Trump, der sich anschickt Kandidat zu werden, Polizeichefs, die auf dem rechten Auge blind sind und ebensolche Ministerpräsidenten, die das zu spät merken, zu einem gemeinsamen schwierigen aber machbaren humanitären Kraftakt unfähige Europäer, kleinkrämerische Behörden, die engagierte Ehrenamtler daran hindern, weiterhin erfolgreich Lebensmitel vor der Mülltonne zu retten und was nicht alles.

Ich sach Euch was mit Woody Guthrie:

Und jetzt werde ich mich endlich wieder aufraffen und mich eine halbe Stunde oder so auf mein Bänkchen hocken und nichts tun als atmen. Wenn man einen unproduktiven Tag hatte und eigentlich keine Zeit, genau dann sollte man das tun- nichts.

Ein letzter Pfotenabdruck hat sich still und leise im Novembernebel verloren

27 Nov

hat es ihre gute Freundin treffend formuliert.

Die Chaoskatze ist heute morgen eingeschlafen und wird von nun an ewig weiter schlafen.

Ihr letzter Pfotenabdruck mag sich heute verloren haben. Ihre Spuren werden sich sicher nicht so schnell verlieren, nicht in den Köpfen und Herzen derjenigen, die ihre Geschichte verfolgt haben, und wohl schon gar nicht derjenigen, die sie persönlich kannten, zu denen ich leider nicht mehr zählen konnte.

Ihren Blog habe ich über Jahre verfolgt, und sie ist mir auf besondere Weise nahe gewesen. Ihr Umgang mit einer Erkrankung, von der schon lange feststand, dass sie sie eines nicht zu fernen Tages umbringen würde, ist beispielhaft dafür, wie aufrecht man das tun kann, ohne sich aufzugeben. Ich möchte nicht von Kampf reden, ich mag dieses Wort in einem solchen Zusammenhang nicht, sie hat es meines Wissens auch selbst nicht benutzt. Aber sie ist ihren Weg stets mit erhobenen Haupt gegangen. Sicher so speziell kein Weg für jeden, aber sehr bedenkenswert. Sie hat mich vieles gelehrt, und das dürfte vielen anderen ebenso gegangen sein, und dafür bin ich ihr dankbar. Nicht viele hinterlassen in einem viel längeren Leben so tiefe Eindrücke.

Ich hoffe, Ihre Geschichte wird uns erhalten bleiben, zum Nachlesen für die, die sich mit ihr verbunden fühlten, und zum Entdecken für andere, vielleicht auch als Anregung für den Umgang mit einer ähnlichen Lage.

Ihr Tod erfüllt mich mit großer Trauer. Dass sie friedlich und zuletzt ohne großes Leid gehen durfte, ist ein kleiner Trost. Ich denke an ihre Angehörigen, die, die ihr persönlich nahe standen, und die vielen anderen, die sich ihr verbunden fühlten und fühlen. Ich wünsche ihnen Kraft und Trost.

Wenn es einen  Katzenhimmel mit Metalbands und Motorrädern gibt, wird sie genau dort sein.

Es geht um die Wurst – wer hat Angst vorm bösen Krebs?

29 Okt

In allen Medien wird ja seit zwei Tagen oder so die angebliche Warnung der WHO wegen der Kanzerogenität von Wurstwaren, genauer eigentlich „verarbeitetes Fleisch“ gehyped. Dabei stehen immer zwei Dinge im Fokus.

1. Man hat das verarbeitete Fleisch in die gleiche Kategorie gesteckt, wie z.B. Rauchen und einige hochkanzerogene Substanzen wie Arsen im Trinkwasser etc.

2. Der zusätzliche Genuss von 50g verarbeitetem Fleisch erhöht angeblich das Risiko an Krebs zu erkranken um 18%.

Zwar sind in der Regel ein paar erklärende Worte irgendwo im Text versteckt, mit deren Hilfe sich die aus diesen Informationen leicht herauslesbaren Missverständnisse eigentlich vermeiden ließen, allerdings sind sie oft nicht im direkten Kontext zu lesen, sodass die Missverständnisse zunächst mal entstehen und meist nicht mehr aufgehoben werden.

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War das jetzt gut für mich mit dem Herrn Schmitz?

19 Okt

Ich bin ja außer hier auch in Facebook unterwegs. Das ist bzw. war für mich bisher überwiegend eher ein Platz zum Blödeln, Rumheulen ect., dies meist in einem kleineren Kreis. Ich nehme dort auch schon öfter mal zu aktuellen Dingen Stellung, geht halt fixer, ja und unverbindlicher als mit einem Blogbeitrag. So weit, so gut und schön. Eigentlich wollte ich dies und den Blog hier ja einigermaßen getrennt halten, zumindest was Verweise von hier auf Facebook angeht. Aber aus einigen aktuellen Anlässen, unter anderem auch wegen des Mordanschlags auf Henriette Reker, will ich da mal ein wenig von abgehen.

Bei der Erweiterung meiner Facebook-„Freundes“liste gehe ich eher sparsam vor, und so ist sie recht übersichtlich, vor allem eigentlich nicht mit „öffentlichen“ Personen gefüllt. Vor nicht allzu langer Zeit ist Heinrich Schmitz hinzu gekommen, eben jener aus diesem Beitrag. Das kam daher, dass ich nach der Geschichte mit der Petition und der hinterhältigen Aktion gegen ihn einige seiner meist öffentlich geposteten Facebook-Beiträge interessehalber gelesen und ihm daraufhin eine „Freundschaftsanfrage“ geschickt habe, die er freundlicherweise akzeptierte. Ich wollte mehr erfahren hauptsächlich über sein Engagement in Sachen Flüchtlingen. Nun stimme ich vielleicht nicht mit jedem Wort, das er so schreibt, bis auf den Buchstaben genau überein, aber die grobe Chemie stimmt einigermaßen.

Was das jetzt für diesen Blogbeitrag interessant macht, ist nicht so sehr, das, was er schreibt, sondern das, was ich durch ihn über die rechte, braune und fremdenfeindliche Szene erfahren habe. Nicht durch ihn selbst sondern dadurch, dass er regelmäßig auf Timelines und in Threads dieser – Widerlinge (mir fällt kein besseres Wort ein) – durch seine Kommentare dagegen hält, was neudeutsch wohl als Counterspeak bezeichnet wird.

Was ich da gesehen habe, übertrifft meine schlimmsten Befürchtungen und ist manchmal geeignet alle Hoffnung auf den Sieg der Vernunft gegen dumpfen Nationalismus und teilweise tiefbraunes Gedankengut und eben leider auch offenbar die Bereitschaft zu entsprechenden Taten fahren zu lassen. Mir wird manchmal im Wortsinne physisch übel, wenn ich da mitlese, und es wird mir wirklich sehr unbehaglich. Ich bekomme gelegentlich wirkliche Angst, was alles passieren könnte, wenn sich das weiter so ausbreitet und radikalisiert, wie es zur Zeit immer noch geschieht.

Immer öfter kann ich mich dann nicht mehr zurückhalten und mische mich ebenfalls ein. Intellektuell ist das das meist keine große Herausforderung, emotional schon. Ich bewundere die Menschen wie Schmitz, deren Nervenkostüm das scheinbar ohne größeren Schaden aushält, da täglich immer wieder gegenzuhalten und das nicht aus Selbstschutz zu ignorieren. Gelegentlich tue ich das, wenn es gar zu arg zu werden droht, weil mir manches von diesem hetzerischen Geschwätz doch ziemlich an die Nieren geht.

So komme ich zurück zur Titelfrage: War das jetzt gut, dass ich Heinrich Schmitz geadded habe und nun Dinge mitbekomme, die ich mir so schlimm nicht vorgestellt habe? Oder hätte ich das zur Schonung meines eher labilen Nervenkostüms besser sein gelassen?

Vermutlich war es letztendlich gut, und ich sollte mich wohl immer mal wieder ebenfalls einmischen, wenn ich es aushalte. Zumindest kann ich nicht mehr behaupten, von nichts gewusst zu haben.

Eigentlich …

25 Sep

hatte ich ja geschrieben, dass Krebs, also mein eigener nicht mehr unbedingt hier Thema sein sollte. Da sich aber in der Leserschaft jemand eingefunden hat, für den Krebs als Wort und Diagnose offenbar eine ähnlich große Katastrophe bedeutet, bzw. bedeuten würde, wie es das für mich früher mal bedeutete, hier nochmal ein kurzer Exkurs, um das vielleicht mal etwas zu relativieren.

Ich habe heute meinen Befund der letzten Nachsorge im August bekommen. Das dauert immer ein paar Wochen, ist aber in Ordnung, denn ich habe das feste Versprechen der betreuenden Nachsorgeärztin, dass ich im Falle eines für mich bedeutsamen, also schlechten Befundes sofort benachrichtigt würde. Anfangs hat mich die Warterei übrigens trotzdem ziemlich verrückt gemacht. Somit dürfte klar sein, dass nichts weiter für mich Ernstes drin steht. Vit. D sollte ich mehr substituieren, ist wieder mal am etwas unterhalb des Normbereiches und sollte eigentlich eher im oberen sein wg. therapiebedingt höherem Osteoporoserisiko. Ansonsten alles, wie es sein soll. Ein paar vergrößerte Lymphknoten, die aber nicht verdächtig aussehen.

Ich war ein wenig überrascht, weil ich die Sache eigentlich schon vergessen hatte, und das ist die eigentliche Aussage dieses Posts: Es hat fast keine Bedeutung mehr für mich. Es wird mich allenfalls ein oder zwei Tage im Jahr beschäftigen, wenn ich zur Nachsorge gehe, und ich erwarte schlicht nichts anderes mehr, als dass dabei alles in Ordnung ist. Diesbezüglich ist das zur Normalität geworden. Das heißt auch: Die einst größte denkbare Katastrophe ist zur Nebensache geworden.

Ich weiß, dass das nicht bei jedem von einer Krebserkrankung Betroffenen so ist, aber es ist mittlerweile sicher bei der Mehrheit nach einer gewissen Zeit so. Es sterben immer noch viele Menschen an Krebs, aber es sterben auch viele Menschen an anderen Erkrankungen. Das möchte ich eigentlich denen sagen, für die das Wort Krebs immer noch der Hauch des Todes umgibt. Das ist ein falsches Bild, was leider auch durch die meisten Medien immer noch so verbreitet wird. Kaum jemand wird auf eine Schlagzeile aufmerksam werden, in der davon die Rede ist, das Promi X etwa an COPD erkrankt sei. Aber wenn es um Krebs geht werden alle hellhörig, und man hört, wie schrecklich das doch sei. Niemand muss begeistert sein, wenn er eine Krebsdiagnose erhält, aber letztlich sterben sehr viele Menschen, die eine erhalten, an etwas anderem.

Man sollte sich also nicht allein durch das K-Wort zu sehr erschrecken lassen.

5 Jahre

29 Jun

ist der Blog angeblich schon alt, teilt mir WordPress soeben mit. 5 Jahre, ich kann das nicht recht glauben, es kommt mir jedenfalls nicht so vor. Begonnen hat es mit dem Schwerpunkt der Auseinandersetzung mit meiner Erkrankung, was jetzt keine oder nur eine Rolle ganz am Rande spielt. Trotzdem wird das in den nächsten Tage doch noch ein Anlass sein, kurz inne zu halten und zurück und nach vorn zu blicken, denn es sind nur noch ein paar Tage bis zum 6. Jahrestag ohne Schilddrüse, dem kleinen Organ, von dem man oft erst richtig gewahr wird, dass es existiert, wenn man es nicht mehr hat.

Bis dahin ist noch etwas Zeit, und jetzt ist eben erstmal ein kleines Blogjubiläum.

Zur Feier des Tages etwas von Paolo Conte. Einen Tag am Meer könnte ich jetzt auch gebrauchen.

Geschützt: Bin ich eigentlich arm? Langversion

5 Mrz

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