Tag Archives: Erschöpfung

Die anderen …

22 Jun

„Andere haben das auch geschafft“ „Schau dir den …. an, wie der wieder zurückgekommen ist“

Es sind nicht nur die „guten Ratschläge“ oder auch die gut gemeinten, die mir bisweilen gehörig auf den Geist gehen. Auch die „guten“ Beispiele, die mir aus allen möglichen Quellen gewollt oder ungewollt um die Ohren gehauen werden, bewirken zimelich oft das Gegenteil dessen, was sie berwirken sollen, sie demotivieren mich heftigst.

Mir ist klar, dass sie anders gemeint sind. Mir ist klar, dass es Menschen gibt, auf die sie tatsächlich motivierend wirken. Aber die teilweise auch als ganz Kampagnen gefahrenen Beispiele von Leuten, die „es geschafft haben“ bewirken nicht nur positives. Das Gefühl, verglichen zu werden oder mich vergleichen zu sollen, lähmt mich mehr als es mich motiviert. Die Erfahrung aus der Krebsselbsthilfe lehrt mich, dass man mit leuchtenden Beispielen eher vorsichtig sein sollte. Positive Erfahrungen sind gut und können anregen an der eigenen Situation zu arbeiten, können Wege aufzeigen, an die man vorher nicht gedacht hatte. Es sind aber immer individuelle Wege, die bei einer Person gepasst haben mögen, aber keineswegs eine Blaupause sein müssen und auch oft nicht sind, die auf alle Menschen zu passen. Das muss aber auch kommuniziert werden, sonst wird aus Anregung und Motivation schnell Frust über vermeintliches eigenes Versagen.

Besonders kritisch finde ich das bei öffentlichen Kampagnen, wie ich sie in Krankenkassenzeitungen, im Web – z.B. auch bei einem großen Selbsthilfe-Dachverband – sehe. Diese Kampagnen werden nämlich nicht nur von den Betroffenen selbst wahrgenommen, die dann für sich entscheiden könnten, ob das Beispiel für sie überhaupt passt. Sie werden auch von anderen, nicht Betroffenen wahrgenommen und bisweilen den Betroffenen um die Ohren gehauen. Das ist dann der Punkt, wo nicht ganz so resiliente Menschen in Schieflage geraten und anfangen sich selbst zu fragen, ob sie nicht schuld haben, dass es bei ihnen anders gelaufen ist. Bisweilen wird ihnen genau diese Frage auch von anderen gestellt, leider auch manchmal von Therapeuten, die eigentlich wissen sollten, dass man damit je nach Gemütslage auch Schaden bis zur Triggerung anrichten kann. Das erzeugt Schuldgefühle, und Schuldgefühle sind das letzte, was jemand mit angeknacksten Selbstbewusstsein in einer schwierigen Situation gebrauchen kann.

Unter anderen mit solchen Selbstvorwürfen bin ich in die Depression gerutscht, die mich jetzt seit mindestens 3 Jahren begleitet. Rational ist mir völlig klar, dass ich mich kaum mit einem 25 Jährigen vergleichen kann, der nach Krebserkrankung und anstrengender Therapie einen verständnisvollen Arbeitgeber gefunden hat, der ihn maximal förderte, und dann ziemlich erfolgreich ins Arbeitsleben eingestiegen ist. Die Ratio ist aber leider nicht immer das bestimmende Element im Kopf und im Herz, besonders nicht bei Menschen, die zu depressiven Phasen neigen, was nach und bei chronischen Erkrankungen öfter mal vorkommt und mit jedem vorangegangenen Misserfolg nicht unbedingt besser wir.

Rational ist mir vollkommen klar, dass man gute Ausgangsbedingungen nicht vorfinden sondern auch aktiv aufsuchen kann. Nur muss man sie eben auch finden können, manchmal gibt es sie auch einfach nicht, und der Aufbruch allein ist eine nicht immer zu bewältigende Anstrengung.

Wünschenswert wäre schon mal zumindest bei den öffentlichen „positiven Beispielen“, wenn darauf hingewiesen würde, dass es sich nicht um pauschal anwendbare Wege handelt, sondern dass solche Wege immer individuell zu beurteilen sind. Vielleicht wäre auch die Redukion auf die Fakten und der Verzicht auf die Heraushebung als besonders leuchtende und erstrebenswerte Beispiele gut.

Der zunehmende Druck zur Selbstoptimierung, der sich mir an den verschiedensten Stellen immer wieder aufdrängt, geht mir auf den Geist. Anderen mag es leicht fallen, das für sich zu ignorieren. Mir fällt das schwer.

Btw. für die Entwickler von Apps: Ich wünsche mir einen Schrittzähler, der genau und vor allem nur das macht, was der Name sagt: Schritte zählen. Ich möchte nicht ermuntert werden beim nächsten Mal noch mehr zu „leisten“, ich möchte keine Fitnesstips und auch nicht vorgerechnet bekommen, wieviele Kalorien ich verbrannt habe. Ich brauche nur eine Zahl, weiter nichts.

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Wasserstandsmeldung

5 Mai

weil es ja lange sehr ruhig hier war.

Die Eskalation der Medikation auf die doppelte Dosis hat die schwarze Dame spürbar aufgehellt. Das macht das Leben mit ihr nicht unbedingt leichter aber erträglicher. Ich spüre Defizite bewusster, merke in den betreffenden Situationen selbst und nicht erst nachträglich, wo ich mir selbst im Weg stehe, was jedoch noch nicht unbedingt immer zum dazugehörigen lösungsorientierten Handeln führt. Ich bilde mir ein, meinen jeweils aktuellen mentalen Zustand besser selbst einschätzen zu können, was unter anderem zu der Einsicht geführt hat, dass ich in der Vergangenheit gelegentlich gefährdeter war, als mit bewusst war. So weit so positiv.
Subjektiv empfundene kognitive Einschränkungen der letzten Jahre sind wohl am ehesten als depressionsbedingte milde Pseudodemenz anzusprechen, andere Ursachen konnten nicht gefunden werden.

Ich konnte einen Nebenjob finden, Auslieferung von Medikamenten  für eine Apotheke, durchschnittlich 5-8 Stunden pro Woche zum Mindestlohn. Das schafft keine Reichtümer und bringt die wirtschaftliche Situation sicher nicht in einen komfortablen Zustand, ist aber eine kleine Hilfe diesbezüglich. Außerdem bringt es einige bedenkenswerte Erfahrungen und Begegnungen mit Menschen sehr unterschiedlichen Verhaltens in sehr unterschiedlichen persönlichen Situationen, was bisweilen lehrreich sein kann und nachdenklich macht.

Ob durch die Änderung der Psychomedikation – wegen evtl gestörten Gleichgewichts der Neurotransmitter zugunsten Serotonins un Noradrenalins und zuungunsten des Dopamins oder als normale Verschlimmerung im Laufe der Zeit – macht die Neuropathie/RLS sich stärker bemerkbar, was eine Eskalation der Medikation des Antiepileptikums/Antikonvulsivums nötig gemacht hat. Deshalb wird ein Umstieg der Psychomedikation von MAO A- auf einen MAO A/B-Hemmer erwogen, was ich aber noch gern abwägen würde gegen die möglichen Nebenwirkungen und diätetischen Konsequenzen. Mit den Nebenwirkungen der derzeitigen Medikationen komme ich eigentlich gut zurecht.

Ansonsten ist die familiäre Lage – nicht wegen irgendwelcher Konflikte – ziemlich anstrengend. Das Ehrenamt hat ebenfalls für eine unruhige und stressige Zeit gesorgt, und eigentlich bräuchte ich mal eine Weile ruhigeres Fahrwasser, was leider wegen zu vieler offener Baustellen nicht absehbar ist. Ich arbeite dran.

Ich hab mir vorgenommen, mir öfter was zu gönnen, Kleinigkeiten halt, weil mehr nicht geht. Das ließ sich vereinzelt schon öfter mal realisieren, nachdem die schwarze Dame, die das in der Vergangenheit meistens sehr erfolgreich verhindern konnte, etwas ruhiger gestellt wurde. Ich arbeite weiter dran. Ein etwas „größeres Gönnen“ würde ich gern realisieren, weiß aber nicht, ob es machbar sein wird: Ein seit Jahren gewünschter Besuch eines Auftritts von Walk of the Earth in Bonn oder Hamburg. Man wird sehen.

Depression ist

14 Jan

wenn Gefühle verloren gehen, positive wie negative. Die positiven meist eher als die negativen.

Genauer geht eigentlich die Fähigkeit verloren zu fühlen, wirklich und echt zu fühlen. Sich wirklich zu freuen, aber auch vielleicht zu trauern, also zum Beispiel auch weinen zu können.

Die Fähigkeit zur Freude an Dingen, Tätigkeiten oder Ereignissen, zum Genuss verschwand als erstes. Nicht völlig vielleicht, aber weitgehend und in wirklich schlimmen Phasen ganz. Dabei ist zumindest mir dabei rational völlig klar, dass dies Gelegenheiten sind, bei denen ich früher große Freude und Genuss empfunden hätte und ich mich frage, warum das gerade jetzt nicht so sein kann. dabei kann es sich um alltägliche oder auch sehr außergewöhnliche Anlässe handeln.

Wie das ist, wenn die Freude auch bei einem an sich unglaublich positiven Geschehen ausbleibt und wie schön, wenn sie dann doch mal wirklich spürbar wird, hatte ich schon mal beschrieben.Der Verlust beschränkt sich aber eben nicht nur auf Freude, es ist ein genereller Verlust an der Fähigkeit – intensiv und selbst – zu fühlen. Nicht unbedingt ein Verlust von Empathie, die hat aber nicht nur mit dem eigentlichen Fühlen zu tun sondern auch mit rationalem nachvollziehen des Erlebens anderer, hat ein wenig mehr Abstand zu mir.

Gestern nun durfte ich ein anderes Gefühl wieder erleben. Tiefe Trauer und (Mit)Betroffenheit. In den letzten Jahren fiel es mir zunehmend schwerer wirkliche Trauer zu empfinden, am ehesten noch über den Verlust der Fähigkeit intensiv zu fühlen. Verluste waren bedauerlich, klar. Aber es war ebenfalls eher eine rationale Angelegenheit. Das begann im Rückblick mit dem Tod meiner Mutter vor mittlerweile über drei Jahren. Wirklich bewegt war ich nur kurze Momente.

Gestern war das anders. Vielleicht war es die Wahrnehmung Teil einer wirklich großen Gemeinschaft rund um die Welt zu sein. Es war eine memorial/tribute Veranstaltung für Mike Taylor, die live gestreamt wurde. Vielleicht war es, weil ich mich persönlich dem Verstorbenen so nahe gefühlt hatte. Ich weiß es nicht. Ich wurde selten, auch in meinem „alten Leben“ so bewegt wie von dieser Veranstaltung. Ich konnte weinen, nach ziemlich langer Zeit einmal wieder. Ich habe nicht oft in meinem Leben geweint. So traurig der Anlass war, es fühlte sich heilsam an und als ein gutes Gefühl intensiv zu fühlen, was ich lange nicht mehr hatte. Und noch hält es an, und immer noch fühlt es sich gut an.

Depression ist

5 Jan

manchmal merkwürdig.

Man könnte meinen, dass einen depressiven Menschen die Geschichten von anderen Depressiven Menschen zwangsläufig triggern müssten oder zumindest in der eigenen Hoffnungslosigkeit (und ja, auch Selbstbemitleidung, die wir alle kennen, wenn wir ehrlich sind) verstärken.

Das tun sie aber offenbar nicht immer. Ich habe inzwischen vom letzten Irrenarzt (es ist für mich ein wohlmeinender Kosename für die hilfreichen Psychiater) eine langanhaltende schwere depressive Epsiode bescheinigt bekommen. Doch beide Geschichten hinter meinen letzten Posts habe mich nicht noch weiter runter gebracht sondern zumindest zeitweise, was ein Fortschritt ist, mir einen Perspektivwechsel auf den positiven Blick auf einige just vollbrachte Leistungen ermöglicht. Z.B. dass ich zu ca. 45% funktioniert habe und nicht zu mehr als der Hälfte nicht funktioniert habe. Auch wenn das nicht kontinuierlich durchhaltbar ist, zeigt es zumindest, dass es funktionieren kann, was ich wie vermutlich die meisten Mitbetroffenen rational sehr wohl begriffen habe, aber selten praktisch umsetzen kann/konnte.

Vielleicht liegt es an der Art und Weise, wie solche Geschichten auf mich zukommen, an der Authentizität, an der Ehrlichkeit, wie sie dargeboten werden. Ich weiß es nicht. Diese hatten jedenfalls positive Auswirkungen, wie lange, bleibt abzuwarten.

Depression ist

4 Jan

ein Arschloch, das vor keinem halt macht.

Sie kann jeden treffen, auch Menschen, die „sowas“ studiert haben, die sich mit Trauer auskennen, von denen man dachte: Wenn jemand in sich ruht, dann der.

Menschen die – ebenso wie ich – rational völlig klar begriffen haben, dass das, was sie da tun, und was mit ihnen geschieht nicht vernünftig ist. Und es passiert ihnen doch.

Und sie funktionieren in bestimmten Bereichen ganz gut – genau wie ich – und in anderen manchmal überhaupt nicht – genau wie ich, was es für andere noch schwerer macht es zu begreifen.

„Aber du kannst doch …“ „Da geht es doch auch …“

Depressive sind sich so ähnlich und so verschieden.

https://bestatterweblog.de/die-stell-dich-nicht-so-an-krankheit/

Depression ist

6 Dez

Vieles gleichzeitig.

Motiviert sein (ja tatsächlich!) und sich demotivieren.

Müde sein und aufgedreht.

Den Perspektivwechsel vor Augen haben und den Dreh nicht finden.

Den Weg erkannt haben und die Orientierung beim Gehen verlieren.

Losgehen und stehenbleiben.

Luft für Tatze

30 Nov

Es war turbulent und anstrengend in den letzten Wochen. Und es gab große Sorge um unseren geliebten Kater und Co-Psychotherapeuten Tatze alias Kurti.

Er hatte Anfang November einen (vermutlich Auto-)Unfall. Zunächst sah alles nicht so schlimm aus. Der Tierarzt im Notdienst meinte eine Gehirnerschütterung, und ein kleines Stück eines Fangzahns war abgebrochen, was nach seiner Ansicht nur durch eine entsprechende Gewalteinwirkung möglich sei.

Ich hatte dann beginnend mit dem folgenden Wochenende eine längere Dienstreise im Zusammenhang mir meinem Ehrenamt und war eine Woche unterwegs.

Innerhalb dieser Woche entwickelte sich eine zunehmende Atemnot bei Tatze, die uns am darauffolgenden Montag zu einem Tierarztbesuch und am Dienstag dann zu einem Besuch in einer tierklinikähnlichen Fachpraxis bewegte. Es stelle sich heraus, dass – wahrscheinlich durch das Trauma – ein innerhalb des Brustkorbs kurz vor der Gabelung der Bronchien gelegenes Stück der Luftröhre stark verengt war, sodass dort kaum noch Luft durchging. In der Praxis wurde dann sofort eine auch nicht ganz risikofreie Bronchoskopie durchgeführt, bei der die Stelle mittels eines Ballons etwas aufgedehnt wurde, was zunächst zu einer leichten Besserung der Atmung führte. Am nächsten Tag deutete sich aber an, dass diese Besserung nicht von Dauer sein würde. Ohne weitere Maßnahmen, würde die Engstelle wieder enger werden und am Ende vermutlich die Euthanasie stehen.

Immerhin hatte der Eingriff eine Option eröffnet, dem Kater vielleicht längerfristig zu helfen. Es war nun möglich in einem risikoreichen und schwierigen Eingriff zu versuchen das betroffene Stück Luftröhre zu entfernen und die offenen Enden wieder miteinander zu verbinden. Das ist ein Eingriff, der gelegentlich auch beim Menschen vorgenommen wird und als Operation nach Pearson bekannt ist. Vorzugsweise wird die OP bei Stenosen im Halsbereich vorgenommen und ist auch dort nicht ganz einfach, da während der OP mehrfach die Beatmung umgestellt werden muss. Verkompliziert wird das, wenn die Stenose wie bei Tatze innerhalb des Brustkorbs liegt, weil damit der Zugang schwieriger und unübersichtlicher wird, außerdem sind alle Strukturen natürlich bei einer Katze kleiner als beim Menschen.

Im großen und ganzen waren wir über die Risiken informiert und natürlich auch über die geschätzten Kosten des Eingriffs, der über mehrere Stunden 4 Ärzte beschäftigen sollte und mit ca. 3000,- € angesetzt wurde. Uns war klar, dass dies unsere in den letzten Jahren extrem eingeschränkten finanziellen Mittel bei weitem überschreiten würde, zumal schon bis dahin einiges an Kosten aufgelaufen war. Wir hatten nur eine Stunde Bedenkzeit, da der Eingriff noch am gleichen Tag stattfinden musste, um die Chance der noch für einen dünnen Tubus offenen Engstelle nicht zu verlieren. Wir konnten und wollten Tatze diese Chance nicht nehmen und stimmten zu. Freunde sagten zu, uns zumindest das Geld für die nach der Op direkt fälligen Anzahlung von 1000,-€ leihweise bereitzustellen.

Tatze überstand den Eingriff erstaunlich gut, und wir konnten ihn am 2 post OP Tag nachhause holen, wo er rund um die Uhr beaufsichtigt werden musste, weil extreme Schonung verordnet war. nach 4 Tagen Schlafmangel und Unsicherheit bezüglich einiger Symptome gaben wir ihn für zwei Nächte zurück in die Obhut der Fachleute, um uns zu erholen und ihn in guter Betreuung zu wissen. Er wurde nochmal durchgecheckt und bis auf eine kleine Einziehung an der Anastomose der Luftröhre war alles normal. Diese Einziehung war schon direkt nach der OP vorhanden und behindert die Atmung nicht. Sie ist bis jetzt auch stabil geblieben, sodass die Hoffnung besteht, dass es so bleibt. Inzwischen darf er sich wieder relativ frei in der Wohnung bewegen, muss noch einiges an verlorenem Gewicht wieder gut machen und ist wieder ziemlich aktiv. In zwei Wochen wird es eine weitere Nachsorgeuntersuchung geben.

Die Kosten, und die Aussicht, geliehenes Geld zurückzahlen sowie die Ratenzahlungsvereinbarung mit der Fachpraxis bedienen zu müssen, sind alles andere als rosig, und wir haben im Moment noch wenig Ideen, wovon das zu leisten sein wird. Was an weiteren Kosten und Behandlungen noch anfallen wird, ist ebenfalls noch unklar.

Daher haben wir eine Spendenaktion auf leetchi eingerichtet, in der Hoffnung, dass dabei ein Teil der Kosten abgedeckt werden kann. Es sind auch schon etliche Beteiligungen eingegangen
Wer sich also berufen fühlt, hier – auch mit kleinen und kleinsten Beträgen – zu helfen, dem sei bereits jetzt herzlich gedankt. Hier der Link zur Aktion:
https://www.leetchi.com/c/luft-fuer-tatze

Depression ist

10 Okt

Hingabe verlieren

sich nicht (mehr) hingeben können

in das Tun, in ein Buch, in Musik, in eine Geschichte, einen Film

 

überhaupt nicht mehr ist vielleicht nicht ganz richtig – in meinem Fall.

Einem Buch werde ich mich wohl hingeben können, nachdem ich quer einige wenige Seiten gelesen habe. Es kam heute morgen an. Eines der Bücher, die ich wohl am Stück lesen werde. Vielleicht werde ich berichten.
Es hat mit meiner Heimatstadt zu tun, wo ich aufwuchs und viele Stellen von denen es handelt selbst gesehen, sie besucht und auch dort gearbeitet habe.
Immerhin, soweit, dass mich das nicht mehr einfängt, ist es noch nicht gekommen.
https://www.medimops.de/dieter-vaupel-auf-einem-fremden-unbewohnbaren-planeten-wie-ein-15-jaehriges-maedchen-auschwitz-und-zwangsarbeit-ueberlebte-taschenbuch-M03801205304.html

Depression ist

9 Okt

nicht zu genügen

oder davon überzeugt zu sein nicht zu genügen

oder zu wissen glauben nicht genügt zu haben

nicht glauben zu können, dass man doch genügt hat

davon überzeugt zu sein nicht genügen können zu werden

deshalb es gar nicht erst zu versuchen

am Ende das Haar noch in jeder Suppe gefunden zu haben

 

und eigentlich doch rational Bescheid zu wissen, dass es ganz anders ist.

Es ist nicht immer so, aber zu oft.

Depression ist

8 Okt Christa El Kashef / pixelio.de

vor Erschöpfung nicht schlafen können und vom Schlafen erschöpft sein.

Angst nicht einschlafen zu können und Angst vor dem Aufwachen haben.