Tag Archives: Lieblingsmusik

Neues vom Hacker

18 Feb

Ich bin seit ein paar Tagen wieder verstärkt bei meinen Abos auf Youtube unterwegs, weshalb es zuletzt wieder mehr Musik gab.

Rudi Zapf hat auch ein paar Neue Videos hochgeladen. Hauptsächlich Liveaufnahmen mit Ingrid Westermeier. Die beiden ergänzen sich hervorragend und man merkt ihnen an, dass sie Spaß miteinander haben. Die Malaguena meint man irgendwie zu kennen, aber doch ist sie auch wieder anders.

 

 

Es ist so schade

17 Feb

eine israelische Gruppe spielt ein armenisch-türkisches Volkslied in Indien oder armenisch oder anatolisch oder aserbaidschanisch oder was auch immer. Das könnte etwas Verbindendes haben. Ich finde das Lied und die Interpretation sehr schön. Ich mag auch „Weltmusik“, die muss man nicht mögen, manche halten das für (musikalischen) Synkretismus, dann muss man sie auch nicht hören. Über die Musik und ihre Qualität kann man auch diskutieren. Schaut man sich aber die Diskussion unter diesem Post auf YouTube an (die Übersetzungfunktion von Google macht es leidlich möglich), sieht man hauptsächlich Kommentare, die sich darum streiten, was es nun genau sei, und zwar nicht weil man aufklären möchte, sondern weil man wahlweise die Türken, die Armenier oder sonstwen hasst. Es ist wirklich schade.

Dabei ist es doch einfach nur Weltmusik …

Tröstlich, das es auch anders geht. Dass ich anna RF mag, wird man inzwischen bemerkt haben.

Wüste(n)musik

14 Feb

Anna RF haben dankenswerterweise gleich ihr ganzes Album online gestellt. In einem Beitrag hatte ich sie und ihre teilweise recht verrückten Videos schon mal vorgestellt.

Neues

30 Dez

von meinem Lieblingsmusikprojekt (nicht meinem im Sinne von mir).

 

Und aus der live outside Serie

Endlich

17 Dez

konnte ich sie live sehen, Gabby Young. Sie steht mir irgendwie nahe. Weil ich erstens Ihre Musik sehr mag, seit ich sie vor ungefähr 6 Jahren entdeckt und zum ersten Mal gehört habe. Und zweitens, naja sie hatte eben auch Schilddrüsenkrebs. Ob der es war, der ihre mögliche Opernkarriere verhindert hat, eine diesbezüglich ausgebildete Stimme hatte sie Anfang 20, oder die Entdeckung „anderer“ Musik, darüber herrscht kein Konsens. Jedenfalls hat sie sich nach der zunächst erfolgreichen Behandlung entschieden eben diese andere Musik zu machen, eine geniale, wilde Mischung von allem Möglichen folkigen, Gipsy, Jazz, Balladen u.v.m. Erst im Frühjahr kam dann ein Rezidiv und eine erneute erfolgreiche Operation. Eigentlich macht sie das nicht zum Thema, die meisten ihrer Fans wissen das, mehr aber auch nicht.

Bis auf die Tatsache, dass sie gestern Abend die Narbe der OP nicht überschminkt hatte. Aus meiner Sicht eine Aussage. Ich höre nämlich relativ oft die Frage nach der Narbe, ob sie denn groß werden würde, wie lange man sie denn sieht, von Menschen mit dieser Diagnose vor einer OP, hauptsächlich von Frauen. Ich finde, man darf sie ruhig sehen, ein Überbleibsel, eine Erinnerung, vielleicht auch eine kleine Mahnung, auf sich Acht zu geben.

Jedenfalls war das Konzert mit einem leicht an die Weihnachtszeit angepassten Programm wunderbar, auch der „opening act“ um die israelische Sängerin Sivan Talmor, die die erste halbe Stunde bestritt. Die Atmosphäre im Bad Homburger Kulturbahnhof war auch ganz wunderbar.

Für mich war das zeitweise recht emotional nicht wegen der Krebsgeschichte, sondern aus anderen Gründen, vornehmlich der Lieder und deren Texte, die in dem gegenüber den Albumaufnahmen und Videos etwas reduzierten Auftritt noch besser zur Geltung kamen. Und wegen dem zweiten „endlich“:

Endlich habe ich wieder vor einem positiven Ereignis sowas wie ehrliche Vorfreude empfunden. Ich habe mich tatsächlich ganz uneingeschränkt auf dieses Konzert gefreut und dabei erst gemerkt, was mir die Depression langsam aber sicher in der Zeit, als sie sich in meinem Kopf breitgemacht hat, eigentlich genommen hat.

Als ich zum 60. Geburtstag im Juli die für mich unglaublich wertvollen Karten für J.M. Jarre in Frankfurt geschenkt bekam, habe ich mich schon irgendwie gefreut, und das Geschenk hat mir sehr viel bedeutet, ohne Zweifel. Auch war das Konzert dann Mitte Oktober ganz ohne Zweifel absolut großartig, vor allem als Erinnerung daran, dass ich 40 jahre vorher meine erste LP von Jarre gekauft hatte. Aber so richtige ehrliche Vorfreude kam irgendwie nicht auf, es mischten sich  Bedenken von allerlei Art ein, die schwarze Dame ging energisch dazwischen, ich hatte mich  gefälligst nicht darauf zu freuen. Natürlich, gut war es trotzdem, beeindruckend. Aber den gestrigen Abend habe ich mit allen Sinnen genossen und wenigstens bei diesem Ereignis kam sie mir nicht dazwischen. Ganz verlassen hat die Dame mich noch nicht, sie lauert vermutlich noch ziemlich nahe. Ob ich sie je ganz los werde, wird sich zeigen. Für gestern war jedenfalls Ruhe, und das ist doch schon mal sehr gut.

Das erste Stück Musik, dass ich von Gabby Young gehört habe, ist dieses hier, allerdings damals in einer aufwändigeren Version. Gestern war es noch ein klein wenig intimer, und damit noch intensiver. Es war das letzte Stück des Abends, und damit schloss sich ein wunderbarer Kreis.

Kennt den eigentlich noch jemand?

6 Sep

Alexis Korner hab ich zum ersten Mal auf Doldingers Passport Jubilee Album gehört, was natürlich nicht unbedingt typisch für ihn ist, aber wohl auch seine Vielseitigkeit unterstreicht. Dass ich Doldinger mag, hab ich hier ja schon öfter durchblicken lassen. Dass der mich zu dem Blues-urgestein Korner geführt hat, ist ein weiterer Pluspunkt für ihn 😉

Daher zunächst was mit der Jubilee-Formation, in dem Fall schon etwas kornertypisch aber eben mit Doldinger drumherum.

Dann noch etwas typischer für Korner mit Steve Marriott

Und noch einen richtigen Blues

Und den muss ich noch schnell nachschieben, weil das wieder mal zeigt, wie alles mit allem zusammenhängt 😉
Watermelon man, vom von mir ebenfalls verehrten Herbie Hancock interpretiert von Alexis Korner

Zwischendurch

24 Aug

Es ist ein wenig still geworden hier. Ich habe einiges um die Ohren, nicht zuletzt den ein oder anderen Krankenhausaufenthalt, denen noch ein oder zwei weitere folgen werden. Und im September knuddeln sich die Auswärtstermine schon wieder reichlich. Dann wird auch – hoffentlich – das Weihnachtsgeschäft beginnen.

Ich dachte, ich lass mal zwischendurch was hören.

Von Gabby Young war hier schon öfter zu hören, weil ich sie sehr mag und sie sozusagen ein wenig Leidensgenossin ist. Und vor längerem hatte ich ja mal das Thema Walzer. Daher einfach so zwischendurch ein (weiterer) Walzer von Gabby Young.

Roots

28 Mai

Irgendwann bin ich über ihn gestolpert, wie und wann weiß ich nicht mehr. Ich habe ein Lesezeichen gesetzt und ihn dann wohl bestimmt ein Jahr, vermutlich länger aus den Ohren verloren, und jetzt höre ich ihm schon seit über einer Stunde fasziniert zu: Seasick Steve, der mit 60 erst eigentlich wirklich ins Rampenlicht getreten ist, mit Blues und was für Blues. Etliche der Instrumente, mit denen er auftritt, hat er übrigens selbst gebaut. Die Musik fasziniert mich umso mehr je länger ich ihr zuhöre. Hier zwei Stücke, viel mehr gibt’s auf Youtube, alles sehr hörenswert.

Miles Davis

26 Mai

wäre heute 90 geworden.

Vor 40 Jahren, vielleicht noch vor 35 Jahren war mir seine Musik noch fremd, genauso wie teilweise die von Herbie Hancock. Heute berühret sie mich sehr, wie schon lange auch die von Hancock, der nach eigner Aussage sehr von Davis beeinflusst wurde. Mir wird der unglaubliche Groove dieser Musiker immer klarer, und wenn ich die Musik früher teilweise akademisch empfunden habe, kommt sie mir inzwischen alles andere als das und ausgesprochen unterhaltsam vor.

Nochmal Gabby Young

16 Mai

Anlässlich des letzten Beitrages, hab ich natürlich mal wieder gestörbert und dieses „Cover“ aufgetan, das ich eher als Neuschöpfung bezeichnen würde. Wäre wirklich schade um die Stimme.