Tag Archives: meine Geschichte

Mal so

20 Jun

Ich hab wenig Muße für den Blog zur Zeit. Daher melde ich mich nur mal kurz mit einem Stück aus dem allerersten Rockkonzert, das ich besucht habe. Muss so ’73 oder ’74 gewesen sein. Canned Heat in der Kassler Stadthalle

Gestern vor 3 Jahren

6 Apr

ist Barney McKenna als letztes Gründungsmitglied der Dubliners gestorben. Kurz nach seinem Tod hatte ich einen Beitrag zu meiner Folkgeschichte veröffentlicht. Darin war auch das heutige Video, die vermutlich letzte  live-Aufnahme vor seinem Tod, zu sehen. Da die Dubliners eine ganz besondere Bedeutung für mich hatten, als mein erstes live-Konzert überhaupt sah ich sie in Göttingen, und sie waren der Beginn meiner bis heute innigen Beziehung zur Volksmusik im besseren Sinne, bringe ich dieses Video nochmal als kleine Erinnerung an diesen liebenswerten großen Banjospieler.

Geschützt: Bin ich eigentlich arm? Langversion

5 Mär

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Bin ich eigentlich arm, Kurzversion

4 Mär

Diese „Kurzversion“ ist immer noch ziemlich lang, sie wurde aber einiger ziemlich persönlicher Details meines Lebenslaufes beraubt, die ich hier nicht ganz so öffentlich stehen lassen möchte.

Ob ich arm bin, habe ich mich schon öfter gefragt, und es gibt wohl keine definitive Antwort, es kommt auf die Perspektive und die Kriterien an, die man anlegt. Eines ist jedoch sicher, wir, also meine Frau und ich werden altersarm sein, das wird sich allenfalls durch einen Lottogewinn oder ein ähnlich unwahrscheinliches Ereignis ändern lassen.

Eins vorweg, dies ist kein Jammerpost, soll es zumindest nicht sein. Ich gebe niemandem irgendeine Schuld, weder anderen Personen noch „der Gesellschaft“. Allerdings kann es schon sein, dass ich anregen möchte über das ein oder andere Phänomen unseres Sozialsystems nachzudenken.

Bin oder war ich also arm? Ich versuche eine Bestandsaufnahme.

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Musikadventskalender tiefschwarze Stimme

3 Dez

Da ich dort, wo dieser Post parallel erscheinen wird, ja eigentlich angekündigt hatte, dass der diesjährige Musikandventskalender „schwarz“ werden würde, muss ich heute wohl schwarz liefern, auch, wenn es ansonsten in diesem Jahr doch wieder recht bunt werden wird.

Hier also eine besonders in dieser Version tiefschwarze Stimme, der von mir verehrten Mahalia Jackson. Zwar kein Soul sondern ein Gospel, aber mit viel Seele gesungen. Viel Spaß!

Leider wurd das Konto mit der zuerst geposteten Version geschlossen, daher nun ein Update.

Alles hat ein Ende

18 Sept

auch meine Krebsgeschichte?
Im Prinzip ja, hieße es bei Radio Eriwan. Das Ganze hier hat ja auch und am Anfang ungefähr mit gleichem Gewicht wie andere Themen auch als Betroffenenblog eines Schilddrüsenkrebspatienten begonnen. In der Beziehung sollte das auch so etwas wie Selbstreflexion meines eigenen Umgangs mit der Erkrankung werden, ist es auch teilweise geworden. Damit ist jetzt Schluss, das Thema hat ja auch schon seit längerem eine immer kleinere Rolle gespielt. Selbstreflexion findet weiterhin statt, aber nicht mehr öffentlich.

Wie schon erwähnt gab es vor kurzem nach gut 5 Jahren nochmal ein diagnostisches I131 Szintigramm mit weiteren umfangreichen begleitenden Untersuchungen, und daraus ergab sich keinerlei Hinweis auf ein Fortbestehen der Erkrankung. Ich habe eine zufriedenstellende Einstellung mit Schilddrüsenhormonen gefunden, kann mit der OP-Folge der Stimmbandlähmung im Großen und Ganzen gut leben, bin mir der Langzeitrisiken der TSH-Unterdrückung bewusst und habe jetzt mit meiner Schilddrüsenkrebserkrankung abgeschlossen.

Nachsorgeuntersuchungen werden natürlich weiterhin stattfinden, aber meine Krebsgeschichte wird auf diesem Blog nicht weiter stattfinden, solange es keine Hinweise auf ein Rezidiv gibt.

Das Thema Krebs wird mich auch hier weiterhin beschäftigen, wenn auch nicht mein persönlicher. Ich bin seit meiner Diagnose in der Selbsthilfe aktiv, und werde das weiterhin sein, soweit meine Ressourcen das erlauben. Und falls diese in Zukunft mehr erlauben sollten, werde ich da auch noch aktiver sein.

Ich habe real und virtuell Mitbetroffene und Betroffene mit anderen Krebserkrankungen kennengelernt, und deren Geschichten werden mich weiterhin interessieren und bewegen. Vielleicht wird die Gesundheitspolitik ein Thema werden, mit dem ich mich ebenfalls zunehmend beschäftige, vielleicht auch die seltenen Erkrankungen und die Probleme der von ihnen Betroffenen.

Alles andere, was bisher immer mal wieder Thema war, wird es bleiben, mal mehr mal weniger.

Solange man also hier nichts mehr von meiner persönlichen Krebsgeschichte lesen wird, darf man beruhigt glauben, dass alles in Ordnung ist.

Erstmal Pause

21 Aug

mit dem Schilddrüsenkrebs. Leider haben grad einige andere weniger Glück, und ich hab alle Daumen voll zu tun mit drücken. Bei mir allerdings sieht es sehr gut aus.

Es gab gestern nochmal ein kurzes Luftanhalten, weil auf dem Szintigramm des Kopf- bis Bruastbereiches eine Anreicherung auf der rechten Brust zu sehen war. Da diese aber nur auf dem Bild der oberen Gammakamera und nicht dem der unteren zu sehen war konnte es sich nur um etwas eher ziemlich weit an der oberen Seite gelegenes handeln, vermutlich eine Kontamination, was sich dann heute beim Ganzkörperszintigramm auch als zutreffend herausstellte, nach dem ich mich morgens nochmal gründlich dekontaminisert hatte.

Insgesamt wurden an 4 Tagen Blutwerte abgenommen und aus allen Abnahmen Tumormarker und die Antikörper dagegen bestimmt unter anderem am 3. Tag zur Zeit der größten Stimulation. In keiner dieser Proben waren Tg oder die Antikörper nachweisbar. Das ist etwas merkwürdig, da noch im Mai in einem anderen Labor die Antikörper gegen den Tumormarker deutlich gemessen wurden, was für mich letztlich der Grund gewesen war, überhaupt nochmal eine Radiojoddiagnostik machen zu lassen. Da ich den Assays der Uniklinik mehr vertraue als denen des anderen Labors zumal sie auch empfindlicher sind, hat sich das Thema damit für mich zunächst mal erledigt. Sofern nicht bei einer der nächsten Nachsorgen ganz erheblich höhere TG-Antikörper gemessen werden als zuletzt im Mai, da würde ich schon mindestens das 5-fache für ansetzen, werde ich sie einfach mal ignorieren. Wenn es sonst keine Verdachtsmomente gibt, was ich nach dem heutigen Ergebnis für lange Zeit erstmal für ziemlich ausgeschlossen halte, hat das Thema Schilddrüsenkrebs für mich erstmal Pause.

Es geht los

15 Aug

Eigentlich ging es gestern schon los, denn gestern war der Termin zur Voruntersuchung für die Radioioddiagnostik nächste Woche in der Uniklinik Mainz.

Ein netter jüngerer Arzt, sehr angenehm und sehr gut informiert. Erster Pluspukt: Er hatte sich offenbar vor unserem Gespräch und der Untersuchung eingehend mit meinen Vorbefunden beschäftigt. Das ist ja leider, insbesondere bei Unikliniken nicht ganz selbstverständlich, oft fängt der untersuchende Arzt überhaupt erst in den Vorbefunden an zu lesen, wenn es aus seiner Sicht eine Unklarheit gibt und interessiert sich ansonsten wenig dafür, was die Kollegen vor ihm getan und herausgefunden haben. Wie unterhielten und ausführlich über meine Anamnese und meine Motivation für diese Bildgebung.

Die Frage, ob und wann bei vorhandenen Antikörpern gegen den Tumormarker Thyreoglobulin eine Bildgebung mit I131 oder gar ein FDG-PET zu machen ist, wird ja eher kontrovers diskutiert. Es scheint dazu etwa so viele Meinungen wie Nuklearmedizinier zu geben. Es gibt die Ansicht bei vorhandenen TAK mit steigender Tendenz im Abstand von 1-2 Jahren eine solche Bildgebung zu machen, es gibt aber auch die Ansicht, dass TAK bei ungestörter Wiederfindung des Thyreoglobulin-Assays nicht weiter zu beachten sind. Beides ist mir zu extrem, ganz unbeachtet will ich die TAK aber nicht lassen, zumal sie bereits im Verlauf der Nachsorge anfangs einmal verschwunden waren und erst im Verlauf wieder aufgetaucht sind.

In Mainz neigt man dazu, sie bei niedrigem Level eher nicht zu beachten, während ein Konsensusapier führender europäischer Nuklearmediziner einen Anstieg auf geringem Niveau als beachtenswerter erachtet als konstante Werte auf hohem Niveau, Grenzwerte werden allerdings nicht genannt, und die Evidenz sowohl für die eine als auch für die andere Ansicht ist nicht berauschend. Ich hatte ja bereits für mich entschieden, dass die TAK in Zusammenhang mit immer mal wieder vergrößerten Lymphknoten  für mich Anlass sind, jetzt nach 5 Jahren wieder einen Radioiodscan und einen Tg-Wert unter TSH-Stimulation zu machen. Dieses Prozedere ist bei den Nachsorgeschemata vieler Zentren sowieso vorgesehen, obwohl m.E. nicht immer notwendig. In Mainz macht man standardmäßig davon abweichend normalerweise ca. 1 Jahr nach dem Nachweis der  erfolgreichen Ablation einen weiteren Radioiodscan und danach nur noch bei Verdacht. Wie auch immer der Arzt konnte meine Überlegungen nachvollziehen, und ich werde am Dienstag für ca. 3-4 Tage auf die Isolierstation einrücken.

Als Voruntersuchung fand nochmal eine Blutentnahme und ein diesmal sehr ausführlicher Ultraschall der Halsweichteile statt. Es wurden dabei etliche Lymphknoten dokumentiert, von denen drei vergrößert sind aber morphologisch nicht verdächtig erscheinen. Von diesem Befund her ist eher nicht mit einer pathologischen Iodspeicherung zu rechnen. Nun wir werden sehen.

Morgen und am Sonntag gibt es noch je einen weiteren ambulanten Termin zum Spritzen des rekombinanten menschlichen TSH um ggf. vorhandene Tumorzellen zur Iodaufnahme und Abgabe von Thyreoglubulin zu stimulieren und sie so sichtbar zu machen. Das Prozedere ist zwar etwas umständlich, lässt sich aber kaum anders regeln. Theoretisch könnte auch mein Hausarzt diese Spritzen geben, zumal ich ja bereits zweimal Erfahrung damit habe und außer einigermaßen erträglichen Kopfschmerzen ernsthafte Nebenwirkungen, die beim ein oder anderen schon mal möglich sind, damals ausgeblieben sind. Nur lässt sich das schlecht mit dem sonstigen Zeitplan in Einklang bringen, der eine recht starre Abfolge von Injektionen, Verabreichung des radiokativen Iods, Blutentnahme für den stimulierten Wert des Tumormarkers und abschließendem Ganzkörperszintigramm vorsieht, von dem nur minimal abgewichen werden kann. Da aber eine Injektion durch den Hausarzt am Wochenende nicht organisierbar ist, muss ich wohl oder übel dazu zweimal nach Mainz fahren.

Adventskalender Nachlese

26 Dez

Das werden jetzt ganz viele Musiksachen auf einmal. Nachdem ich mich einmal auf die Suche begeben hatte, habe ich so  viele Videos gefunden, die es auf die ein oder andere Weise  verdient gehabt hätten im Adventskalender aufzutauchen, und es hat sehr viel Spaß gemacht herumzustöbern, das ein oder andere Stück, den ein oder anderen Interpreten wieder und manches neu zu entdecken. Einige der nicht vorgestellten Videos möchte ich ungern so sang- und klanglos untergehen lassen, weshalb ich sie einfach mal ohne große Ordnung in einer Nachlese einstelle. Alle kann ich sie nicht bringen und noch viel mehr wirklich gute Sachen habe ich vermutlich gar nicht gefunden.

Dass Rudolph unbedingt dazu gehört, war ja klar. Diese unheimlich groovende Version war’s dann im Kalender nicht geworden, weil Ray Charles schon anders vertreten war. Aber dieser Rudolph darf einfach auch nicht fehlen:

Den Hawaii-Klassiker Mele Kalikimaka hatte ich ja auch dabei, hier noch eine mindestens ebenso fröhliche Version von Gianni und Sarah von WOTE, zu deren Fans ich gehöre:

Einen richtigen original „dreckigen“ Blues hatte ich auch nicht dabei. Canned Heat haben aber einen aufgenommen. Zu denen habe ich auch eine besondere Beziehung, da Canned Heat in der Kasseler Stadthalle nach den Dubliners in Göttingen mein zweites Livekonzert überhaupt und mein erstes „lautes“ waren. Wobei laut relativ ist, denn ich fands damals zwar ziemlich heftig laut, aber heute dürfte jede kleine Coverband auf irgendeiner Kirmes mit deutlich mehr Watt antreten als die in Kassel, ich glaube, es war ’74. Damals waren auch ein paar „echte“ Rocker anwesend und ich hatte einen Mordsrespekt. Hier also der Christmas Blues:

Kontrasprogramm der sehr „smoothe“ Sound der Manhattan Transfer, die ich auch jetzt erst wieder entdeckt habe. In meiner Jugend habe ich die öfter gehört und zwischendrin aus den Ohren verloren. Sehr chillig, ich mag das und natürlich den perfekten Gesang:

Nochmal Kontrast, das Disco-Kunstprodukt von Frank Farian Money M. Auch wenn das ziemlich seicht war, hab ich die eigentlich schon gemocht, und Farian hatte eine goldene Nase. Also ein bisschen 70er Pop:

Und immer noch die 70er, die Zeiten von Disco und Musikladen. In beiden Sendungen sind die Slade meines Wissens aufgetreten, und sie hatten auch einen mehr oder weniger bekannten Weihnachtssong:

Und ebenfalls aus den 70ern in deren typischen Sound der etwas kritischere Christmas Song von Jethro Tull, hätte auch gut in den Kalender gepasst:

Und aus den 70ern schließlich noch eine Singer-Songwriter mit eine schönen kleinen Ballade, Jim Croce – It Doesn’t Have to Be That Way

Wieder zurück zu den Jazzern. Satchmo war ja auch mit einer anderen Nummer im Kalender, aber die hier hätte auch eigentlich reingehört, wie einige weitere von ihm übrigens auch, weshalb er jetzt wenigstens hier noch einmal auftauchen soll:

Zum Schluss für heute noch dieses damals sicher leicht frivole Stück, das ich in dieser Version noch ein wenig „anzüglicher“ finde als in der von der Monroe:

Vielleicht mache ich noch eine weitere Nachlese, wenn ich Zzeit und Lust hab, so genau weiß ich das aber noch nicht 😉

Englischer und irischer Folkpop und -rock

10 Dez

Das Gaudete im Musikadventskalender, das mehr oder weniger der Karrierestart von Steeleye Span war, brachte mich wieder mal ans Stöbern nach der Musik, die mich so meiner Jugend begleitete. Und das war neben der Musik der damaligen Rockgrößen, einigen experimentellen und psychedelischen Sachen sowie einer guten Portion Jazz auch ganz viel Folk der britischen Inseln. Begonnen hat das mit meinem allerersten Livekonzert überhaupt der Dubliners in Göttingen und, was Tonträger betrafen auch Steeleye Span, die vorwiegend das englische Liedgut verrockten und dann eben auch Clannad, die die irisch gälische Musik zunächst relativ traditionell und später dann etwas poppiger brachten.

Einige von den Stücken, besonders die mit gälischen Texten, die ich früher so gern mochte habe ich wieder gefunden und auch einiges von Steeleye Span. Eine kleine Sammlung will ich hier vorstellen. Sie gefallen mir eigentlich fast alle noch genauso gut wie damals, als ich sie so ab Anfang, Mitte der 70er zuerst kennenlernte. Es sind einge, aber es müssten noch viel mehr sein, sie haben meine Musikwahrnehmung stark beeinflusst.

Das erste Stück, dass ich von Clannad gehört habe:

Etwas älter geworden sind sie schon, aber es geht noch immer:

und noch ein schönes Intrumental von meinem Lieblingskomponisten O’Carolan

Und eigentlich ist das ja für Harfe, denn der Komponist war Harfist, nur leider hab ich’s nicht mit Mark Harmer gefunden, der viele Werke von O’Carolan schön eingespielt hat (und dem ich mal einen Beitrag widmen müsste), und auch keine sonst halbwegs gute Version.

Und nun Steeleye Span. Die haben es von Anfang an ein wenig elektrisch gemacht. Die Folkstimme von Maddy Prior hat das Ganze immer schön getragen, und die kann’s heute noch.

Das „Grüne Band um den Hut“ war neben Gaudete eines der ersten Stücke, die ich von denen gehört habe.

Und der neblige Morgen hat mich auch begeistert

Und viele andere Songs von Steeleye Span fand und finde ich heute noch gut

Dass sie immer nnoch eine schöne Stimme hat mag dieses englische Traditional zeigen:

Und zum Abschluss noch ein längeres mythisches Stück, das ich auch sehr liebe: