Tag Archives: sterben

Geschützt: Abschied

7 Sep

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Eine seltsame Ruhe hüllt mich ein

22 Nov

Ich hatte viel Stress in den letzten Wochen. Unsicherheiten belasteten mich. Dinge, lästig zu tun, türmten sich vor mir auf und wurden aufgeschoben. Machmal war ich unleidlich, hatte keine Lust mehr mich abzustrampeln in der Gewissheit, doch immer nur hinterher zu laufen, nur zu reagieren, die schlimmsten Löcher zu stopfen und doch nicht anzukommen.

Daran hat sich sicher nichts geändert, und doch umgibt mich plötzlich eine ungewöhnliche Ruhe, hüllt mich ein. Ich sollte müde sein, muss morgen früh früh raus, doch ich bin noch wach, angenehm wach, nicht nervös, wie zuletzt immer wieder. Woher kommt diese Ruhe und woher kommen diese Momente des eins-seins-mit-der-Welt die gerade immer wieder aufblitzen.

Sie kommen von schlechten Nachrichten. Paradox könnte man meinen. Diese Nachrichten betreffen mich nicht direkt, aber sie berühren mich , zutiefst im innersten Grund eine Seele, erzeugen ehrlichstes Mitgefühl. Wie kommt es, das an sich so traurige Nachrichten mich so mit der Welt versöhnen?

Ich erfuhr gerade von einem  Bekannten, dass wieder jemand viel zu früh von einer Krebserkrankung dahingerafft wurde. Ein anderer, dessen Schicksal ich eine lange Zeit verfolgte, auch erst in den Zwanzigern ist wohl gerade dabei den gleichen Weg zu gehen. Tage, wenige Wochen vielleicht, und er wird auch gegangen sein, seine Liebste verlassen haben, die ihn mit soviel Kraft begleitet hat. Nicht gänzlich unerwartet aber doch in der jetzigen Dynamik überraschend.

Jemand anderes „kämpft“ sich gerade zurück ins Leben nach einem schweren Rückschlag und weiß doch das die Zeit, die noch bleibt, sehr begrenzt ist, hat sogar schon die nächste schlechte Nachricht erhalten. Ob es Monate sind, vielleicht ein Jahr, jedenfalls wird es nicht reichen, „alt“ zu werden, sondern es wird jung gestorben werden.

Man könnte denken, dass all diese Nachrichten Panik auslösen sollten, dass ich etwas versäumen könnte, da ich doch schon doppelt so alt bin und eigentlich soviel noch unerledigt ist, es eigentlich noch Träume gibt. Aber nein, heute und jetzt umgibt mich eine wohlige Ruhe. Ich kann das akzeptieren, so wie es ist. Ich weiß nicht wie lange das anhalten wird, doch jetzt, in diesem Moment ist es gut so.

Und jetzt werde ich schlafen, kurz aber gut.

Dies bisschen Leben …

18 Okt

was macht man, wenn man  mit Anfang 20 damit konfrontiert wird, dass sehr wahrscheinlich wirklich nur noch ein bisschen Leben bleibt, wie bei der chaoskatze und bei basti. Ein Filmteam hat die beiden und eine weitere Patientin begleitet und zeigt ihren Weg damit zu leben in einer Dokumentation am 13. und 20. November 2012, dienstags, 22:30 Uhr im SWR Fernsehen. Ich werde mir das ansehen, auch weil ich das Leben hintern den Bloggern mal sehen möchte. Einen Trailer gibt es auch schon:

Update: Link au den Trailer gefixt

Organspende mal wieder

16 Aug

Auf diesen, insbesondere in der gegenwärtigen Situation nach den Organverteilungs“Skandalen“, unsäglich dämlichen Kommentar muss ich einfach reagieren. Der Autor instrumentalisiert eben diese Skandale, die weiß Gott genug Schaden und Verunsicherung bei potentiell spendebereiten Menschen erzeugt haben, für seine Polemik gegen die Organspende als solche, die er offenbar benötigt, um vor sich selbst seine eigene Entscheidung gegen die Organspende, die ich ausdrücklich respektiere, zu rechtfertigen. Er ruft damit wieder all jene Halb- und Nichtwissenden auf den Plan, die „schon immer wussten“, dass man mit den Transplantationen nichts anderes im Sinn hat als lebende Menschen auszuschlachten und sich dumm und dämlich daran zu verdienen, obwohl seine durchsichtige Rhetorik damit überhaupt nichts zu tun hat.

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Es wird mir zuviel gestorben in letzter Zeit

19 Mai

Ob bei Prominenten, in der näheren persönlichen oder in meiner virtuellen Umgebung nehmen die Einschläge bedenkliche Ausmaße an.

Das macht mich nachdenklich in Bezug auf die eigene Endlichkeit. Ich habe nicht wirklich Angst, sehe aber, dass es jeden jederzeit treffen kann, mit Ankündigung oder auch nicht. Und das Schrauben an Wahrscheinlichkeiten durch irgendwelche Maßnahmen bringt auch nur bedingt weiter, trotzdem sind die Einschläge für mich auch Motivation, wieder mehr in dieser Richtung zu tun.

Wenn es an’s Sterben geht …

21 Jan

hab ich den Titel genannt, um ein bisschen zu provozieren, und ich hab ein bisschen gezögert, den Beitrag zu veröffentlichen. Aber ich versuch’s einfach mal.

An verschiedenen Stellen meiner Blogosphäre sind in den letzten Tagen Diskussionen aufgekommen um das Thema letzte Stunden/Tage/Wochen, um Angehörige, hoch(über)dosierte Schmerzmittel, Abschieben, Entsorgen, gehen lassen und vieles andere. Ich habe zwar eine ziemlich gute Prognose, habe mir aber trotzdem hin und wieder über das Thema Gedanken gemacht, wie ich denn in einer Situation behandelt werden möchte, in der klar ist, dass ich in nicht allzu langer Zeit abtreten muss und ggf. auch Schmerzen oder andere unangenehme Begleitumstände zu ertragen hätte.

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