Kennt den eigentlich noch jemand?

6 Sep

Alexis Korner hab ich zum ersten Mal auf Doldingers Passport Jubilee Album gehört, was natürlich nicht unbedingt typisch für ihn ist, aber wohl auch seine Vielseitigkeit unterstreicht. Dass ich Doldinger mag, hab ich hier ja schon öfter durchblicken lassen. Dass der mich zu dem Blues-urgestein Korner geführt hat, ist ein weiterer Pluspunkt für ihn😉

Daher zunächst was mit der Jubilee-Formation, in dem Fall schon etwas kornertypisch aber eben mit Doldinger drumherum.

Dann noch etwas typischer für Korner mit Steve Marriott

Und noch einen richtigen Blues

Und den muss ich noch schnell nachschieben, weil das wieder mal zeigt, wie alles mit allem zusammenhängt😉
Watermelon man, vom von mir ebenfalls verehrten Herbie Hancock interpretiert von Alexis Korner

Petition zur Beförderungspflicht von Hilfsmitteln behinderter Personen (E-Mobile)

6 Sep

Mich erreichen immer mal wieder Nachrichten und Aktionen anderer Selbsthilfeverbände mit der Bitte um Weiterveröffentlichung so auch diese Petition vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., was ich gerne tue.

Es geht darum, dass es noch keine rechtssichere bundeseinheitliche Regelung über die Beförderungspflicht von Hilfsmitteln behinderter Personen – hier E-Scooter, E-Rollis – gibt. Eine solche Regelung wird in der betreffenden Petition gefordert.

Sie kann hier mitgezeichnet werden

für die – die gerade um die Ecke sind

5 Sep

Und übrigens, man kann sich auch außerhalb solcher Aktionen jederzeit bei der DKMS registrieren und typisieren lassen …

arne´s comfy couch

Hallo Zusammen – mir liegen solche Dinge ja immer besonders am Herzen  – also wer hier bei uns gerade um die Ecke ist – ich würd mich freuen….

Sei ein Held – rette Alex

Der Termin rückt immer näher Sonntag, 11.09.2016 von 11.00 – 16.00 Uhr in Feldkirchen findet eine eine DKMS-Registrierungs-Aktion in der Mehrzweckhalle statt.
Seid dabei und werdet Spender.

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Vorsicht Wutrede

28 Aug

An anderer Stelle habe ich als Kommentar auf einen geteilten Artikel in „Jetzt“ bei der SZ die Sau rausgelassen, weil ich Wut im Bauch hatte. Die hab ich immer noch, und wenn ich mir den Kommentar nochmal so durchlese, finde ich, dass er wirklich genau das wiedergibt, was mir zum Thema schon seit längerem immer wieder im Kopf herum schwirrt. Daher hier auch nochmal, unbearbeitet, so wie er mir aus der Tastatur geflossen ist.

Es bestand bei denkenden Menschen nie ein Zweifel daran, dass wir das und noch einiges mehr schaffen können.
 
„Die Rechtspopulisten der AfD sind in manchen Landstrichen zur drittstärksten politischen Kraft aufgestiegen. Was haben sie bisher geschafft – außer mehr Hass?“
 
Nix! Und ich möchte hinzufügen: Was haben die Seehofers, Schäubles, die Misere und alle anderen Querschützen denn konkret so geschaft? Auch nix! Geht es uns durch ihre Meckerei und ständigen rein taktischen und personalmobbenden Attacken irgendiwe besser, als es uns ginge, wenn sie den Blödsinn unterlassen hätten? Nein, im Gegenteil. Jetzt haben wir die sich wie Karnickel vermehrenden und wie Schafe den Nazi-Unsinn nachblökenden „besorgten“ rechten Bürger am Hals, woran Seehofer und Konsorten einen gehörigen Anteil haben, obwohl sie ständig behaupten, gerade die in die Wähler der gemäßigten Perteien „integrieren“ zu wollen. Angesichts dieser Arschl…er kann ich gar nich so viel essen wie ich in Richtung gewisser Exponenten der Union aber auch der Linken, der SPD und der Grünen kotzen möchte.
 
Hätten die Deppen einfach mal mit angepackt, könnte Deutschland ein Vorzeigemodell in Sachen Flüchtlingspolitik sein. Hätten diese dämlichen Bedenkenträger nicht alle ins das Gemecker der anderen (Nicht)Europäer eingestimmt, könnte jetzt einiges besser und vor allem menschlicher sein bzgl. der Flüchtlinge. Vielleicht hätte man auch bei den Franzosen und den Briten was bewegen können, die sich am Kanal einiges an Kosten hätten sparen können.
 
… wenn man einfach mal mit etwas Selbstvetrauen und ohne allzu große Rücksicht auf Konzenrinteressen und die damals eher noch wenigen rechten Deppen angepackt hätte. Wenn man das Engagement der vielen, vielen Freiwilligen ernst genommen, durch Worte, Statements und Taten honoriert und damit gezeigt hätte, dass hier sehr wohl der Wille und die Ressourcen zum „wir schaffen das“ vorhanden waren, statt sie am langen Arm verhungern zu lassen und Ausländerfeinde mit der Betreuung von Ankömmlingen zu betrauen, die nichts weiter wollten als sich mit denen, die sie ablehenen, ein goldene Nase zu verdienen. Statt zuzuschauen, wie von Rechten unterwanderte Polizei in Dunkeldeutschland Ermittlungen gegen rechte Straftäter be- und verhindert. Die Liste dessen, was man hätte tun können aber unterlassen hat und was man hätte unterlassen können aber getan hat, ist endlos.
 
Jetzt allerdings haben wir den Salat, und der wird Merkel angehangen, die zuletzt auch einiges falsch gemacht hat, falsch machen musste, weil sie sonst auch den kläglichen Rest ihres einstigen guten Konzepts hätte aufgeben müssen, die aber gemessen an allen anderen am wenigsten für die Misere kann.
Ich bin wahrlich kein Merkel-Fan gewesen und bin es immer noch nicht. Doch dieses „wir schaffen das“ war eine der vernünftigsten Sätze, vielleicht der beste, den sie je gesagt hat. Kaputt gemacht haben das andere, aus überwiegend egoistischen Motiven, und die sollten sich schämen.

Auch an dieser Stelle nochmal

25 Aug

und aus immer wieder mehr oder weniger aktuellem Anlass:

Du sollst deinen Nächsten seines Glaubens wegen nicht braten, zumal du ihn nicht essen kannst.

Georg Christoph Lichtenberg

Zwischendurch

24 Aug

Es ist ein wenig still geworden hier. Ich habe einiges um die Ohren, nicht zuletzt den ein oder anderen Krankenhausaufenthalt, denen noch ein oder zwei weitere folgen werden. Und im September knuddeln sich die Auswärtstermine schon wieder reichlich. Dann wird auch – hoffentlich – das Weihnachtsgeschäft beginnen.

Ich dachte, ich lass mal zwischendurch was hören.

Von Gabby Young war hier schon öfter zu hören, weil ich sie sehr mag und sie sozusagen ein wenig Leidensgenossin ist. Und vor längerem hatte ich ja mal das Thema Walzer. Daher einfach so zwischendurch ein (weiterer) Walzer von Gabby Young.

Wieder mal Organspende

17 Aug

Ich weiß, dass ich damit den Tod eines bekannten Menschen etwas intrumetalisiere, aber das Thema liegt mir, wie Mitleser bereits gemerkt haben werden, am Herzen.

Die Familie des an einem Schädel-Hirn-Trauma verstorbenen Kanutrainers Henze hat der Organentnahme zugestimmt, und vier Organe wurden bereits transplantiert. Etliche Medien machten dann mit dieser oder ähnlichen Überschriften auf wie die Welt Toter Kanu-Trainer Henze rettet vier Menschenleben . So richtig passend finde ich das nicht, es hätte gereicht einfach nur zu schreiben, dass seine Organe transplantiert wurden.

Die Entscheidung der Familie verdient natürlich höchsten Respekt. Ich weiß nicht, wie Henze selbst zu dem Thema stand, und ob er seine Angehörigen über seine Ansichten informiert hatte. Aber hier ist wieder einmal davon die Rede, dass die Entscheidung von den Angehörigen getroffen wurde, vermutlich getroffen werden musste, weil vielleicht kein Organspendeausweis vorlag.

Die Angehörigen in dieser sowieso schon schwierigen Siatuation mit der Entscheidung zu belasten muss nicht sein. Auch wenn man sich gegen eine Organspende entscheidet, aus welche Gründen auch immer, und alle müssen respektiert werden, ist ein Organspendeausweis, in dem eben diese Entscheidung niedergelegt ist, hilfreich, da sie die Angehörigen entlastet. Eine positive und entsprechend dokumentierte Entscheidung ist ebenfalls sehr hilfreich, im Zweifel bewahrt es davor, dass die eigene positive Einstellung dazu von den in der Situation überforderten Angehörigen vielleicht aus Pietätsgründen nicht berücksichtigt und einer Organentnahme widersprochen wird.

Ich bitte daher eindringlich alle, sich über ihre eigene Einstellung Gedanken zu machen, eine Entscheidung – dafür oder dagegen – zu treffen und, am wichtigsten, diese zu dokumentieren, am besten in Form eines Organspendeausweises. Diese Entscheidung kann übrigens jederzeit geändert werden. Es gibt ihn übrigens auch ausfüllbar als Download, z.B. hier. Ausgefüllt ausgedruckt und laminiert ein kleines aber im Zweifel sehr nützliches Accessoire😉

Wegschauen

29 Jul

Sollte man vielleicht wirklich manchmal wegschauen angesichts der vielen Schreckensmeldungen, die auf uns einprasseln, wie der Titel des Artikles  „Mut zum Wegschauen“ in der SZ suggerieren könnte?

Kann man überhaupt wegschauen, den Wahnsinn um uns herum verdrängen? Ich vermute nein. Es dürfte mittlerweile illusorisch sein, sich von allen Nachrichtenkanälen abkoppeln zu wollen und einfach Augen und Ohren vor allem um einen herum zu verschließen. Das geht nicht, und es ist vermutlich auch kaum sinnvoll. Wirklich wegschauen und Weghören meint der Artikel aber auch nicht. Noch nicht mal ignorieren meint er, denn auch das ist schwierig bis unmöglich und auch gar nicht sinnvoll. Wenn in meiner Nähe ein Polizeiwagen mit Lautsprecherdurchsage vorbeifährt und mir bedeutet, ich solle in den nächsten Stunden wegen einer Gefahrenlage besser zuhause bleiben, dann ist das sehr sinnvoll diese Aufforderung nicht zu ignorieren sondern in der Regel besser sie zu befolgen und auf weitere Nachrichten zu warten.

Was gemeint ist, ist wohl eher, sich nicht von einer allgemeinen Panik anstecken zu lassen, nicht Ängste bei sich schüren zu lassen, nicht in Aktionismus oder auch Rückzug zu verfallen – und vielleicht auch nicht unbedingt bei jeder Meldung sofort in den Chor der Betroffenen laut einzustimmen, wenn man selbst nicht wirklich betroffen ist. Letztere Aufforderung kann man leicht falsch verstehen und als Herzlosigkeit auslegen. Wenn man ehrlich betroffen ist, wenn man ehrliche Empathie empfindet, dann kann uns darf man diese natürlich zum Ausdruck bringen. Aber man muss nicht pro Forma, weil es eben grad alle so machen, in den großen Chor mit einstimmen, Profilbilder umfärben, „pray for …“ – Memes verteilen, wenn es einen nicht wirklich intensiv betroffen hat. Es ist nicht herzlos, das sein zu lassen und auch nicht pietätlos, in der Stadt wo vor zwei Tagen ein Anschlag geschah wieder „normal“ zu leben und etwas zu tun, was einem Spaß und Entspannung bringt, grillen, ausgehen ect. Es bringt keinem etwas in eine allgemeine Paranoia zu verfallen und aus irrationalen Ängsten öffentliche Veranstaltungen, Bahnhöfe, Flughäfen oder sonstwas zu meiden, am wenigsten denen, die zu Opfern geworden sind. Derer kann man gedenken, selbstverständlich, man sollte sie aber auch nicht instrumentalisieren, wie das immer wieder und praktisch in Sekunden nach einem solchen Ereignis geschieht. Wo wir helfen und nützlich sein können, sollten wir das tun. Des Voyeurimus sollten wir uns enthalten. Dazu gehört auch aus meiner Sicht, dass man nicht begierig jede einzelne Nachricht, die oft genug doch zunächst nur Spekulation ist sofort aufsaugen und vor uns selbst und anderen bewerten. Ich muss zugeben, dass mir das oft auch nicht spontan gelingt, dass ich mich dazu auch erst selbst zur Ordnung rufen muss. Man kann das aber üben.

Das Risiko, Opfer eines Terroranschlages oder auch eines Amoklaufes zu werden ist, selbst wenn sich diese noch erheblich vermehren sollten, gegenüber den ganz alltäglichen Risiken für Leib und Leben, denen wir uns völlig selbstverständlich ohne mit der Wimper zu zucken jeden Tag aussetzen, verschwindend gering. Genau diese irrationale Angst, diese vermeintliche Ohnmacht (die in vieler anderer Hinscht viel realer ist als gerade bei den Anschlägen), die sich ausbreitende Paranoia ist ja das, was zumindest die Terroristen bezwecken, und womit sie ganz offensichtlich recht erfolgreich sind, wenn ich die vielen Äußerungen zur Angst aus meiner Umgebung  bedenke. In der Zeit zwischen den 70ern und 90ern kamen in Deutschland im Durchschnitt pro Jahre doppelt so viele Menschen durch Terroranschläge ums Leben wie in den Jahren danach bis heute. Amokläufe gab es zu jeder Zeit, über die Opferzahlen habe ich keine konkreten Informationen, ich glaube aber nicht, dass sie früher wesentlich unter den heutigen lagen. Es ist um eine vielfaches wahrscheinlicher an seinem Esssen zu ersticken als Opfer eines Anschlages zu werden. Das Essen stellen wir ja auch nicht deshalb ein, weil es die sehr geringe Wahrscheinlichkeit gibt, dabei ums Leben zu kommen, warum dann die groteske Angst vor Terroranschlägen, bei denen die Wahrscheinlichkeit zum Opfer zu werden noch viel geringer ist? Das Risiko Opfer zu werden ist selbst dann noch viel geringer, wenn die Anschläge noch deutlich zunehmen sollten.

Wir sollten gelassener mit den Geschehnissen umgehen, uns informieren wie groß, bzw. wie winzig klein die Risiken im Vergleich zu anderen sind. Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber und nützt niemandem außer den Tätern. Gelâzenheit auch im Eckhartschen Sinne, Gleichgültigkeit anstreben nicht im negativen Sinn als Wegschauen, sondern die Dinge und Geschehnisse gleich gültig sein zu lassen, sie gelten zu lassen so, wie sie nun einmal geschehen sind und sich nicht rückgängig machen lassen.

Jetzt ist es also soweit

7 Jul

60 Jahre.

Als Kind waren 60 Jahre für mich ein kaum vorstellbares Alter, und 60 jährige waren steinalte Menschen. Natürlich starben die Menschen damals im Duchschnitt einige Jahre  früher als heute, mein Großvater mit 68. Jetzt bin ich selbst nahe an dem Alter. In den letzten Jahren haben die näher kommenden Einschläge auch schon den ein oder anderen Helden meiner Jugend in seinen 60ern erwischt, wenn auch die meisten Todesfälle in höherem Alter passiert sind. Gut 5 Jahre von der Rente entfernt – ich muss ja schon ein paar Monate länger als bis 65 warten. Nur wird die Rente nicht im entferntesten zum Leben reichen.

Ich fühle mich alt und jung gleichzeitig. Alt, weil sich gewisse Einschränkungen körperlicher Art einerseits und auch gewisse Entwicklungen psychischer Arte in Richtung Erwachsensein nicht völlig ignorieren lassen. Jung, weil ich mir in mancher Hinsicht sowohl im Positiven als auch, bisweilen zumindest, im negativen Kindlichkeit bewahrt habe und wohl manchmal auch etwas kindisch bin. Damit werden ich und andere wohl leben müssen. Damit selbst umgehen können kann ich wohl noch etwas lernen, grundsätzlich ändern kann und will ich es nicht.

Soweit mein Kommentar zum eigenen Wiegenfeste.

18 Jahre

6 Jul

hat sie uns begleitet, war immer irgendwie um uns. 8 Jahre lang zusammen mit ihrer Mutter und dann allein. Sie war eine Einzelgängerin, Fremden gegenüber sehr vorsichtig anderen Katzen gegenüber skeptisch bis ablehnend.

Sie war ziemlich gebunden an ihre Bezugpersonen, besonders an meine Tochter, die sie zwei Drittel von deren Leben begleitete.

Heute Nacht ist sie in ihren Armen gestorben, zwei Monate, nachdem sie eigentlich von der Tierärztin aufgegeben war. Wir wollten sie nicht einschläfern lassen, solange sie nicht eindeutig unter Schmerzen leidet, was bis auf sehr kurze Epsisoden nicht der Fall war. Sie wurde in ihren letzten Wochen von meiner Tochter hingebungsvoll gepflegt.

Purzel wird uns sehr fehlen.