So viel nicht Geschriebenes

8 Apr

zuletzt gab es nur Reblogs. Gut, auch die lagen mir am Herzen. Aber eigentlich liegt mir so viel anderes noch am Herzen, so vieles ist passiert, existenziell Bedeutsames, vom Herzen geschrieben werden wollendes, bedrängendes.

Niederschreiben wäre nötig, um mich zu sortieren, aber Niederschreiben funktioniert nicht, weil ich so unsortiert bin – unter anderem.

Vielleicht ist dies ein (Wieder)Anfang.

„Sie wollte es doch auch“

8 Apr

Nein sie und die vielen anderen „wollten es NICHT auch“.
Nein heißt Nein, aber auch ein „Nicht“ oder „hör auf“ heißt Nein und weinen sowieso, egal wann, und nicht nur „vorher“.

Oui, Madame!

Anlässlich der Diskussion um die Vorwürfe gegenüber Luke Mockridge, die sich unter dem Hashtag #KonsequenzenFuerLuke sammeln, werden viele Menschen derzeit mit dem unbequemen Thema des Missbrauchs konfrontiert. Missbrauch hat viele Gesichter und diesem Fall lacht es seine möglichen Opfer hämisch an, wenn sie nur den Fernseher einschalten. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist, wird sicherlich überprüft werden. Zu häufig lese ich jedoch in Kombination mit derlei Vorwürfen Sätze wie: „Sie wollte es doch auch, jetzt bereut sie es nur und lügt“ oder „Die will nur in die Öffentlichkeit“. Hier deshalb nun ein Erfahrungsbericht einer Betroffenen, der einigen da draußen hoffentlich die Augen öffnet.

Triggerwarnung!

An dieser Stelle möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. Wenn du Derartiges erlebt hast, solltest du diesen Text nur lesen, wenn du dich in einer guten Verfassung befindest oder dir das selbst zutraust. Achte auf dich und mute dir nicht zu viel zu. Ich werde eine…

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Covid und Psyche. Wie Polonaisen in Innenstädten Pflegenden den Rest geben. ICN nennt es “Massentrauma” — Pflegephilosophie

15 Mrz

Die Folgen von Corona bezüglich mentaler Gesundheit der Pflegenden werden regierungsseitig noch immer stark vernachlässigt. Während andere Länder sich fieberhaft wenigstens der Untersuchung des Phänomens widmen, fragt man sich hierzulande, wie man die Massenflucht aus dem Beruf aufhalten könne. Vor dem Hintergrund der bereits laufenden Studien erscheint die Ignoranz dem Problem gegenüber absurd. Shaukat et […]

Covid und Psyche. Wie Polonaisen in Innenstädten Pflegenden den Rest geben. ICN nennt es “Massentrauma” — Pflegephilosophie

Wellenbrecherlockdown

1 Nov

Es ist nicht die einzige Mahnung eines Medizinprofis, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Praktisch alle Ärzte und Pflegeleute, denen ich auf Twitter und Facebook folge, äußern sich ähnlich. Offenbar schauen Corona Skeptiker und Maskenverweigerer gezielt weg.
Ich bin chronisch krank und spüre die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem schon jetzt, bevor noch die Intensivbetten knapp werden. Längere Wartezeit auf Facharzt Termine, verständlicherweise kurze oder fehlende Arztgespräche z.B. nach radiologischen Untersuchungen, weil man die Kontakte so kurz wie möglich halten will, Schließung der psychiatrischen Institutsambulanz für ambulante persönliche Termine bei meinem Psychiater etc.
Ich habe regelmäßig etwa alle 1-2 Jahre einen Nierensteinabgang. Leider lässt sich das bei meiner linken Niere nicht verhindern. Trotzdem bin ich froh sie noch zu haben. Wer sowas schon mal hatte, weiß, dass das unmenschliche Schmerzen sind. Ich weiß nicht, wie die Behandlung aussehen wird, wenn die Regelversorgung wegen der völligen Überlastung des Systems weitgehend heruntergefahren werden muss. Ich mag es mir auch nicht vorstellen.

Doktor FreakOuts Sprechstunde

Leute, reden wir über Hedonismus. Und über die armen Gastronomen, die ich allerdings nicht alle über einen Kamm scheren möchte.

Gestern war ich mit meinem jüngsten Sohn in der Bielefelder City unterwegs. Seine Corona-Frise brauchte ein dringendes Update, dass keinen Aufschub duldete. Im Anschluß des Haarschnitts beim Friseur unseres Vertrauens, der die Hygienemaßnahmen vorbildlich umsetzt, stellte sich Hunger ein. Und was kommt bei einem Grundschulkind besser an als Mac Donalds? Also steuerten wir die Filiale am Jahnplatz an, um uns einen Burger auf die Hand zu holen.

Als wir die Filiale betraten, traf mich schier der Schlag. Der Laden war bis auf den letzten Platz belegt. Gesperrte Plätze gab es keine. Zwischen den Sitzgruppen hatte man halb hohe Plexiglas-Scheiben installiert und es gab zwei Desinfektionsmittelspender. Und hier endet bereits die Aufzählung der getroffenen Hygienemaßnahmen. Die Luft war warm und feucht, fast stickig. Alle redeten laut, weil es so voll war…

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Wasserstandsmeldung

21 Jul

1. Ich lebe noch, der Blog lebt noch und soll auch weiterleben.

2. Ich muss hier dringend aufräumen, vor allem tote Links entfernen etc.

3. Die schwarze Dame macht Pause wie schon lange nicht mehr, so gesehen gehts mir gut. #notjustsad

4. seit mehr als zwei Monaten, nach einem Vrdacht auf covid19 (der für mich trotz negativer PCR noch nicht ausgeräumt ist) habe ich diverse ausgesprochen nervige körperliche Probleme, Atemnot bei kleinsten Anstrengungen (zuletzt etwas besser) Muskelschwäche, -schmerzen, neurologische Probleme, massives intentionelles Zittern, Müdigkeit. So gesehen geht’s mir nicht so gut.

5. ich sollte mal wieder einen Beitrag oder mehrere schreiben, es ändern sich Dinge, langsam aber stetig.

Risiko?

6 Mai

Im Sinne von covid 19 Risikopatient zu sein ist relativ. Es heißt, bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit bei einer Ansteckung einen schweren, ggf. sogar tödlichen Krankheitsverlauf zu haben. Höchstwahrscheinlich ist auch die Wahrscheinlichkeit erhöht Spätfolgen davon zu tragen. Sofern man sich informiert, welches die Risikofaktoren sind, kann man sich natürlich Gedanken, machen was und in welchem Umfang auf einen selbst zutrifft. Ich habe das getan.

Zunächst ist ja öffentlich hauptsächlich vom Alter die Rede, oft auch noch von Vorerkrankungen, wobei meist Krebs genannt wird. Letzteres ist jedoch pauschal kein Risikofaktor. Sodann diverse Komorbiditäten und Lebensstilfaktoren. Fangen wir also an:

  • Alter: Ich bin 63. Das Risiko steigt wohl ab 50 kontinuierlich an, und je nach Interpretation gehört man mit 60 oder spätestens 65 zur Risikogruppe bezüglich des Alters. Da ich mangels Fitness, insbesondere in den letzten Jahren auch durch die Aktivitäten der schwarzen Dame bedingt, vermutlich biologisch älter bin als kalendarisch, würde ich mich hier mal dazuzählen.
  • Vorerkrankungen: Die Schilddrüsenkrebserkrankung dürfte als solche eher nicht mehr relevant sein, da es zur Zeit kein aktives Krankheitsgeschehen gibt, was auch eine kürzliche Nachsorgeuntersuchung ergeben hat. Eine Chemothrapie gab es nicht, die Behandlungen/Bildgebungen mit radioaktivem Iod, die schon mal zu einer vorübergehenden Beeeinträchtigung des blutbildenen Systems führen, was mit einer Immunschäche einhergehen kann, sind zu lange her, um noch relevant zu sein.
    Relevant könnte das erhöhte Herz-Kreislaufrisiko in Folge der langjährigen Unterdrückung des TSH als Rezidivprophylaxe sein. Herz-Kreislaufprobleme werden immer wieder als Risikofaktoren genannt. Ein erhöhter Blutdruck, prinzipiell auch ein Risikofaktor, ist gut eingestellt.
    Ebenfalls sehr wahrscheinlich relevant ist die als Folge der zweizeitigen Schilddrüsenentfernung verbliebene einseitige Stimmbandlähmung durch Beschädigung des nervus recurrens. Diese führt dazu, dass wegen des fehlenden kompletten Stimmritzenschlusses kein effektives, produktives Husten möglich ist, um Schleim aus den Atemwegen nach außen zu befördern, weshalb ich immer mehr oder weniger dauerverschleimt bin und vermehrtes Sekret nur los werde, wenn es bereits relativ weit nach oben transportiert wurde. Das macht anfälliger für Lungenentzündungen und erschwert vermutlich auch deren Ausheilung.
  • Im Blutbild zeigt sich ein konstant leicht erhöhter Wert für Leukozyten, was auf eine chronische Entzündung hindeuten könnte, die durchaus relvant sein könnte. Was genau der Auslöser ist, ist unbekannt. Es könnte sich um die Psoriasis oder auch um die chronische Sinusitis handeln. Da die späte Phase einer covid 19 Infektion bei schwerem Verlauf mit einer massiven Entzündungsreaktion einhergeht, könnte dies den Verlauf verkomplizieren.
  • Ferner bin ich übergewichtig an der Grenze zur Fettleibigkeit, was ebenfalls ein bedeutsamer Risikofaktor ist.
  • Inwiefern sich die Dauermedikation mit verschiedenen Schilddrüsenhormonen, dem nichtreversiblen MAO-Hemmer als Antidepressivum, Pregabalin zur Beherrschung der Beschwerden der Polyneuropathie und dem Betablocker auswirken, ist mir nicht bekannt.

Insgesamt rechne ich mich schon zur Gruppe der Risikopatienten und befürchte bei einer Infektion, besonders bei einem größeren Virus-Inokulum durchaus einen schweren Verlauf ggf. mit Beatmungspflichtigkeit.

Als Konsequenz sollte ich besondere Vorsicht hinsichtlich Situationen mit erhöhter Gefahr einer Infektion walten lassen und diese nach Möglichkeit ganz meiden. Andererseits möchte ich mich auch nicht in die totale soziale Isolation begeben, auch im Hinblick auf die Depressionserkrankung. Ich bin damit auch abhängig vom solidarischen Verhalten meiner Umgebung und sehe die neusten Entwicklungen z.B. der Verweigerung Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen mit großen Bedenken.

Neben der ziemlich konsequenten Beachtung der Hygiene habe ich meine Sozialkontakte eingeschränkt aber nicht eingestellt. Wo ich früher 3 mal oder auch öfter pro Woche Einkaufen war, habe ich dies im wesentlichen auf einen Einkauf reduziert. Soweit es nicht Dinge des ganz alltäglichen Bedarfs, der aus dem Supermarkt bzw. Discounter zu decken ist, betrifft, bestelle ich vermehrt online. Während des Einkaufs versuche ich Sprechkontakt weitestgehend zu vermeiden, trage eine Mund- und Nasenbedeckung, sofern ich von einer höheren Kundenfrequenz ausgehen muss, auch eine FFP1-Maske ohne Ventil.
Arzt- und Apothekenbesuche sind auf allernötigste reduziert. Kontakte zu den Nachbarn finden praktisch ausschließlich im Freien und auf deutlich größere Entfernung statt, wo die Übertragungswahrscheinlichkeit sehr gering ist.

Soweit meine Adaptation an das von mir eingeschätzte Risiko eines schweren Verlaufs einer covid 19 Infektion. Wie ich damit leben, was das mit mir und der Depression macht ist Thema eine eigenen Beitrages.

Jatrosom die 2.

12 Feb

Nach einer Steigerung von 10mg auf 2 x 10mg gesteigert wurde die Dosis inziwschen auf 3 x 10mg gesteigert. Die Stimmungslage ist insgesamt besser. Haupteffekt ist vor allem, dass der „Nebel“ den die Depression über alles breitet, durchsichtiger wurde und ich klarer meine Präferenzen aber auch die Einschränkungen erkenne, die mir die Erkrankung bereitet. Ich muss einsehen, dass meine mentalen Kapazitäten und meine Leistungsfähigkeit beschränkt sind, beschränkter, als ich noch vor einiger Zeit glaubte. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass ich Konsequenzen gezogen habe, um mich von Engagements zu befreien, die mich über Gebühr beschäftigen und mich an anderen, existenziellen Stellen bremsen. Baustellen gibt es immer noch mehr als genug, und mit einem Todesfall in der Familie ist eine weitere, ziemlich komplizierte hinzu gekommen.

Es gibt natürlich Schwankungen da ich grad immer noch und auch neu gut belastet bin. Die zunehmende Erfahrung, dass die heftigen Tiefs relativ schnell auch wieder weichen macht aber zunehmend zuversichtlicher, dass die Schwankungen besser handlebar sind. Die erwünschten Wirkungen sind insgesamt zufriedenstellend.

Bei einem anstehenden Termin ist zu entscheiden, ob es dabei bleibt oder ggf. noch einmal um 10mg gesteigert werden sollte, was dann die höchste Dosis wäre, die man gemeinhin im außerstationären Setting gibt.

Natürlich gibt es auch negative Auswikrungen, keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Die bei vielen Berichten als belastend beschriebenen relativ engen Diätvorschriften finde ich persönlich nicht als sehr einschränkend. Merklicher sind die orthostatischen Kreislaufprobleme, die schon ziemlich heftig spürbar sind. Wenn eben noch im Sitzen der Blutdruck bei 135/85 war ist er anschließend im Stehen schon mal bei 100/60. Da funktionieren Schnellstarts zur Haustür oder zum Telefon und spontane Treppengänge nur begrenzt und erst nach Innehalten und Warten auf den Kreislauf. Außerdem nimmt die sowieso bereits vorhandene, durch die Schädigung der Speicheldrüsen bei der Radioiodtherapie vor 10 Jahren bedingte, Mundtrockenheit zu. Das erfordert noch bewussteres Essen und führt bisweilen zu sehr unangenehmen Staus in der Speiseröhre.

Trotzdem sehe ich das Verhältnis von Kosten zu Nutzen doch merklich auf der Nutzenseite. Den gesteigerten Antrieb und die verbesserte Stimmung in konkretes Handeln umszusetzen, obliegt nun mir und gelingt im Durchschnitt zumindest besser als vorher. Die Fähigkeit zur Selbstorganisation lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Selbstablenkung erkenne ich besser, es gelingt mir allerdings noch nicht gut, diese abzustellen.

Depression ist

28 Jan

irre – menschlich

psycho – logisch

hirn – rissig

kopf – lästig

ver – kopft

klein – mütig

weh – leidig

arm – seelig

gefühl – los

Lauter und rein

6 Dez

Nach den ersten beiden Halbsätzen war klar: Das muss von Eckart sein.

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Zitat

Kaum gefunden

20 Nov

schon dabei wieder verloren zu gehen.

Es wird wohl ein Blog zum Rückwärtslesen werden.

Ich bekam den Blog empfohlen anlässlich einer Veranstaltung, bei der es um Digitalisierung und Krebsthemen ging. Ich habe schon etliche Krebsblogs in meiner Blogosphäre gehabt, dies war ja anfangs selbst einer.

Dieser hier scheint ein ganz besonderer zu sein, geschrieben von einer ganz besonderen Frau, die sich nun verabschiedet.

via Palliativstation