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Es geht um die Wurst – wer hat Angst vorm bösen Krebs?

29 Okt

In allen Medien wird ja seit zwei Tagen oder so die angebliche Warnung der WHO wegen der Kanzerogenität von Wurstwaren, genauer eigentlich „verarbeitetes Fleisch“ gehyped. Dabei stehen immer zwei Dinge im Fokus.

1. Man hat das verarbeitete Fleisch in die gleiche Kategorie gesteckt, wie z.B. Rauchen und einige hochkanzerogene Substanzen wie Arsen im Trinkwasser etc.

2. Der zusätzliche Genuss von 50g verarbeitetem Fleisch erhöht angeblich das Risiko an Krebs zu erkranken um 18%.

Zwar sind in der Regel ein paar erklärende Worte irgendwo im Text versteckt, mit deren Hilfe sich die aus diesen Informationen leicht herauslesbaren Missverständnisse eigentlich vermeiden ließen, allerdings sind sie oft nicht im direkten Kontext zu lesen, sodass die Missverständnisse zunächst mal entstehen und meist nicht mehr aufgehoben werden.

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Ernährung und Krebs

4 Apr

Mal wieder ein Krebsthema allgemeiner Art.

Eben wurde ich durch ein Like darauf hingewiesen, dass ich ja mal einen Beitrag zum Thema Ernährung und Krebs geschrieben hab. Das ist schon eine Weile her und Grundlegendes hat sich bei den Erkenntnissen, die ich damals darstellte, auch wenig getan. Ich habe inzwischen an einer Fortbildung für Ärzte, Ernährungberater und anderes medizinische Personal zum Thema Ernährung und Krebs teilgenommen, an der dankenswerter Weise auch Vertreter von Selbsthilfeorganisationen teilnehmen durften.

Es handelte sich um das Modul „Ernährung“ einer Fortbildungsreihe integrative Onkologie der Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRiO) der Deutschen Krebsgesellschaft im August 2014 in Wiesbaden über zwei Tage.

Dort wurde in Ergänzung zu meinen alten Beitrag auch auf einige weitere Aspekte eingegangen wie die Frage, ob bestimmte Ernährungsformen wie omnivore, vegetarische oder auch vegane Ernährung bei Prävention und/oder Rezidivprohylaxe vorteilhaft sind. Außerdem ging es unter anderem um die Bedeutung von sog. Krebsdiäten, die in letzter Zeit immer wieder zur Prophylaxe und auch zur Behandlung von Krebserkrankungen propagiert werden. Es war eine für mich sehr aufschlussreiche Veranstaltung, bei der ich viel mitgenommen habe. Alle für mich gewonnenen Erkenntnisse hier darzustellen würde den Rahmen völlig sprengen. Ich habe den FAQ des SH-Forums des Verbandes, bei dem ich mitarbeite, eine relativ kurze Zusammenfassung geschrieben, die ich hier verlinken möchte, für den Fall, dass das Thema für den ein oder anderen interessant sein könnte, da ich weiß, dass auch hin und wieder immer noch Krebsbetroffene hier mitlesen.

http://www.sd-krebs.de/phpBB2/ftopic23886.html

Schwein 4

9 Feb

Grad gefunden und noch am nachdenken, ob ich die Idee gut finde, ich glaube schon.

Man kann Wurst und Schinken von einem persönlich vorgestellten Schwein kaufen. Ich finde, es hat irgendwie was mit Achtsamkeit zu tun. Wenn das Tier schon für die eigene Ernährung sterben muss, kann man sich ja ruhig mal mit ihm beschäftigen. Vielleicht ist so das Essen des Fleischs etwas bewusster, und vielleicht überlegt man sich auch, ob es wirklich soviel Fleisch sein muss.

Das ist so ähnlich wie in meiner Kindheit und Jugend. Einmal im Jahr kam das ein Jahr vorher als Ferkel ausgesuchte und vom Bauern gefütterte Schwein vom Bauern persönlich abgeliefert auf unseren Hof, wurde mit einem Bolzenschuss kurz und schmerzlos betäubt und dann geschlachtet. Und die ganzte Familie inklusive mir war dabei. Alle wussten genau, was mit diesem persönlichen Schwein passiert war, bevor es als Wurst auf unseren Tellern landete. Und trotzdem habe ich damals gern die Wurst gegessen und tue das auch heute noch, wenn sie gut ist.

Tierisch gut leben …

20 Jul

… und sterben.

Ein interessanter Ansatz und ein Diskussionsbeitrag zum Thema Leben und Sterben von Nutztieren. Wenn wir Fleisch von Tieren essen wollen, müssen wir uns darüber Gedanken machen, wie diese Tiere vorher leben sollen, und auch wie sie sterben sollen.

Wie weit dieser spezielle Ansatz tatsächlich allgemein realisierbar ist, sei zunächst mal dahingestellt. Vielleicht ist es aber möglich sich schon mal ein Stück weit auf den Weg zu machen.

Ich esse gerne Fleisch und Wurst, und dazu gehört, dass Tiere dafür sterben müssen. Als Kind habe ich etlichen Hausschlachtungen bei uns beigewohnt. Als Student habe ich das Sterben im Schlachthaus kennen gelernt. Vielleicht zu selten mache ich mir gelegentlich doch bewusst auf welche Art und Weise die Tiere, die ich esse, geschlachtet wurden. In meiner Kinderzeit war es so ähnlich wie im Trailer unten, und das war ganz anders und besser als im Schlachthaus. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, sich wieder ein wenig in diese Richtung zu bewegen.

Wir werfen mehr weg …

15 Dez

… als wir essen.

Bevor wir darüber diskutieren, ob es notwendig ist, genetisch veränderte Agrarorganismen einzusetzen, um die Welternährung zu gewährleisten, wäre es vielleicht sinnvoll, darüber nachzudenken, die Lebensmittel einfach nicht mehr wegzuwerfen.

Mehr als die Hälfte der für den europäischen Markt produzierten Lebensmittel wird nicht verzehrt sondern weggeworfen. Allein, wenn dies gestoppt würde, hätte das die gleiche Auswirkung auf das Klima, wie die Stillegung jedes zweiten Autos.

Gefunden unter anderem bei Wurstsack und tastethewaste.

den Beitrag der ARD in 3 Teilen auf Youtube poste ich trotzdem mal hier separat, er ist wirklich sehenswert.

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Falsch gegessen

7 Okt

… und krank geworden?

Das kann ja schon mal passieren, man isst was, was man besser nicht gegessen hätte und verdirbt sich den Magen oder vergiftet sich im schlimmsten Fall sogar. Das ist hier aber nicht gemeint.

Hier soll’s drum gehen wie Ernährung angeblich oder tatsächlich das Risiko an bestimmten Kranheiten zu erkranken beeinflusst, und um die vielen neuen Säue, die diesbezüglich regelmäßig durch’s Dorf getrieben werden. Weiterlesen