Archiv | April, 2012

Patienten ins Tumorboard?

30 Apr

Sunny hat auf diesen interessanten Artikel hingewiesen. Anders als der Titel zunächst vermuten lässt, geht es nicht nur um Zweitmeinungen sondern überhaupt um Qualitätsmanagement und -sicherung insbesondere bei der Diagnose und Therapiefindung bei Krebserkrankungen.

Erstaunlich hoch finde ich die Quote an Änderungen der Therapieempfehlung, wenn eine qualifizierte Zweitmeinung eingeholt wird.

Am interessantesten an dem Artikel erscheint mir die  angesprochene Praxis mancher Tumorboards auch betroffene Patienten zur Teilnahme einzuladen:

„Ob der Patient eine bestimmte Therapie ablehnt, könne nur mit dem Patienten zusammen abgeklärt werden. Manche Tumorboards organisieren genau das: die Teilnahme des Patienten oder zumindest des behandelnden Arztes. Manchen Spezialisten behagt das zwar nicht, weil sie den Kontakt zum Patienten oft gar nicht gewohnt sind, …“

Leider wird nicht erwähnt, wie viele und welche Tumorboards das sind. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass diese Vorstellung nicht jedem Arzt behagt, andererseits wird es vermutlich für den Patienten einfacher sein, einen Therapievorschlag zu akzeptieren, wenn er am Zustandekommen beteiligt ist, und sei es auch nur, wenn er sieht, wie er gefunden wird. So dürfte auch seitens der Mediziner der Vorteil einsichtig sein. Auch wenn zu erwarten ist, dass der zeitliche Aufwand im Durchschnitt größer ist, fällt natürlich andererseits zumindest ein Teil der späteren Diskussion mit dem Patienten weg, wobei natürlich immer noch Bedenkzeit bleiben sollte. Natürlich setzt das einen aufgeklärten und informierten Patienten voraus, wovon man in der Regel bei von einer Krebserkrankung Betroffenen eher, aber natürlich nicht in jedem Fall ausgehen darf. Und natürlich kommt hier auch wieder der E-Patient ins Spiel, der sich eigenverantwortlich seine Informationen aus dem Web besorgt, was ebenfalls nicht bei allen Ärzten wohl gelitten ist, und es gibt neben seriösen Informationen natürlich auch zugegebenermaßen sehr viel nutzlose, falsche und bisweilen gefährliche „Information“ im Web.

Mich würde mal interessieren, wie andere Betroffene das so sehen: Würdet Ihr an einem Tumorboard betreffend einer Therapieentscheidung für Euch teilnehmen wollen, wenn die Möglichkeit dazu besteht? Natürlich dürfen sich auch gern Nichtbetroffene angesprochen fühlen, die sich das vorstellen können oder aber eben nicht.

Und da ich weiß, dass zumindest ein Arzt hier gelegentlich mitliest 😉 , würde mich natürlich auch die Meinung der anderen Seite interessieren.

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Besinnlicher Unfall

25 Apr

Unter meinem großen Zehnagel sieht es ziemlich blau aus, und er tut (fast) nicht mehr weh. Aus der Erfahrung von zwei neuen großen Zehnägeln ist das ein Zeichen, dass er dabei ist sich zu verabschieden. Die letzten beiden waren nach jeweils ca. 3 Wochen soweit, dass sie sich ohne großen Widerstand abziehen ließen. Nun gut, der aktuelle war auch nicht sehr schön nachgewachsen 😉

Passiert ist das Malheur vor einer Woche ausgerechnet im Zendo. Den (halben) Lotussitz kriege nicht mehr wie früher hin (vielleicht auch noch nicht wieder), weshalb ich beim Zazen knieend auf dem Zafu saß.

Wegen der Polyneuropathie ist das Gefühl in den Vorfüßen sowieso schon eingeschränkt. Nach dem zweiten Sitzen war das Gefühl, vermutlich mangels ausreichender Durchblutung oder abgeklemmter Nerven in den Füßen völlig verschwunden, was normalerweise aber innerhalb weniger Sekunden wieder da ist, wenn ich die Beine strecke. Als wir uns zum Kin Hin erheben wollten, war ich wohl ein klein wenig zu schnell, sodass ich keinen sicheren Stand mit den gefühllosen Füßen fand und mit dem linken umknickte, fast senkrecht mit den Zehenspitzen voran aufkam und anschließend über den Außenrist nach außen umknickte. Meine beiden Nachbarn fingen mich geistesgegenwärtig auf, und nach wenigen Sekunden war das Gefühl wieder da. Ich konnte beim Kin Hin mitgehen und auch das nachfolgende Sitzen war eigentlich relativ problem- und schmerzlos. Erst als ich wieder zuhause war, kam dann der Schmerz und auch wurde der Fuß langsam blau. Alle Zehen waren geprellt, der Großzehnagel färbte sich unterseits langsam bläulich, ebenso die Außenseite des Fußes.

Merke: Ein bischen mehr auf mich selbst achten beim Aufstehen und im Zweifel nicht zu schnell sein wollen, egal wie weit die anderen sind.

Gestern habe ich dann doch lieber auf dem Stuhl gesessen. Ich werde wohl noch ein bisschen rumprobieren müssen, evtl. mit einem Bänkchen und einem dünnen Kissen darauf.

Jetzt warte ich ab, ob der Zehnagel locker wird. Vielleicht wird der neue ja viel schöner als der jetzige – in ca. zwei Jahren 😉

Männer, fasst Euch an die Brust

18 Apr

Ja, das Abtasten der Brust ist auch bei Männern, besonders im fortgeschrittenen Alter, sinnvoll. Brustkrebs gibt es nämlich auch bei denen, zwar sehr selten, er wird aber leider eben auch meist sehr (zu) spät entdeckt, so auch bei einem Mitglied meiner Familie.

Deshalb freut mich die Initiative, ein Netzwerk für männliche Brustkrebsbetroffene zu schaffen, denn die betroffenen Männer hatten bisher kaum kompetente Ansprechpartner. Es ist zwar vieles ähnlich wie bei Frauen, manches aber eben doch auch unterschiedlich, und es existieren noch kaum männerspezifische Behandlungskonzepte.

Aufgefallen ist das mir bei Sunny, vielen Dank für die Recherche.

Heute ist Mittwoch

18 Apr

und eine gute Gelegenheit für eine diesmal wirklich einfache kleine Weisheit:

Bemühe dich um eine Gesinnung, die danach strebt, die Quelle der
Güte auf dem Berg der Güte zu mehren.

Dogen

wie schon so oft gefunden hier

Meine Folkgeschichte

10 Apr

Am 5.4. istBarney McKenna, Banjospieler und das letzte Gründungsmitglied der Dubliners gestorben.  An sich ist das eher nur ein weiterer Musiker unter vielen, der gestorben ist, wie es eben öfter vorkommt, und der Jüngste war er auch nicht mehr.

Für mich ist das schon etwas Besonderes, zeigt es mir einmal, das ich selbst auch schon nicht mehr ganz jung bin, denn als ich die Dubliners, ich glaub im Jahr 1973, kennen gelernt habe, waren alle der damaligen Besetzung und auch Barney im besten Alter und ich ein Teenager. Das war in Göttingen und mein erstes Livekonzert überhaupt.

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Passend zum gestrigen Post

5 Apr

Die gestrige Zen Weisheit:

 

Der Mond ist immer da
Das ursprüngliche Buddha-Wesen aller Lebewesen
ist wie der helle Mond am Himmel – nur
weil er von ziehenden Wolken verdeckt ist, kann
man ihn nicht sehen.

Fen-yang

Geschützt: Gretchenfrage #3 Es gibt keinen Gott

4 Apr

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