Tag Archives: Musik

Justin Johnson

15 Jun

Da ich ja nun mal noch da bin, gleich noch etwas Lieblingsmusik, die mir wirklich in den letzten zwei, drei jahren sehr ans Herz gewachsen ist, vor allem auch deshalb, weil Justin Johnson unglaublich produktiv ist und mehrere Videos im Monat hochlädt.

Das ist ganz überwiegend Blues sehr wurzelig.

Immer wieder überraschend sind seine Instrumente. Cigar Box Gitarren, Oil Can Gitarren, Bügelbretter, Diddley Bows, Skatebords, Number Plates, Radkappen und jede Menge „normale“ ausgefallene Stücke. Er nennt gut 300 sein eigen, und es werden ständig mehr. Er baut auch selbst welche.

Bekannt geworden ist seine Spaten-Gitarre

Und ich mag seine Art den Blues zu spielen, langsam

oder auch ein bisschen schneller

oder noch ein bisschen schneller

Allein oder mit sich selbst und anderen zusammen

Und wie gesagt, er hat unglaublich viele Gitarren 😉

Am besten einfach mal durch alle ca 300 Videos durchhören 😉

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Playing for Change

5 Mai

Eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen, alle neuen Veröffentlichungen dieses Projektes zu posten, weil ich es so schön, richtig und wichtig finde, ganz besonders die Songs Around The World.

Ich habe einige versäumt. Hier wenigstens die letzten beiden. Gut wie immer.

Der letzte Song around the World mit Roger Ridley

11 Dez

Ich sehe gerade, dass es, obwohl ich diesen Blog schreibend völlig vernachlässige, offensichtlich immer noch hin und wieder ein paar Menschen gibt, die nachschauen, ob es hier etwas Neues gibt.

Das gab es lange nicht mehr, ich fühlte mich nicht danach und hatte nicht die Muße, weil es viele andere Baustellen gab, die bedient werden mussten und Zeit und kraft raubten.

Es gibt eine besondere letzte Aufnahme des von mir so geliebten Musikprojekts Playing for Change zu vermelden: Die letzte Aufnahme mit Roger Ridley und Grandpa Elliott zusammen. Roger Ridley ist verstorben. Grandpa Elliott ist noch dabei.

Trotz des traurigen Anlasses: Die Musik von Playing for Change hat immer etwas zutiefst Beruhigendes und Tröstendes für mich. Leider denkt man ja oft gerade in den Momenten, wo man das besonders bräuchte, nicht immer daran, dass es das auch noch gibt.

Hier also der letzte mit Roger Ridley, möge er in Frieden ruhen.

 

Gleichzeitig ist das Gelegenheit an einen der ersten Songs around the World mit Roger Ridley zu erinnern, inzwischen über 100 Mio mal aufgerufen.

Und schließlich der Song, den ich als ersten von Playing for Change gehört habe, ebenfalls mit Roger Ridley

Neues vom Hacker

18 Feb

Ich bin seit ein paar Tagen wieder verstärkt bei meinen Abos auf Youtube unterwegs, weshalb es zuletzt wieder mehr Musik gab.

Rudi Zapf hat auch ein paar Neue Videos hochgeladen. Hauptsächlich Liveaufnahmen mit Ingrid Westermeier. Die beiden ergänzen sich hervorragend und man merkt ihnen an, dass sie Spaß miteinander haben. Die Malaguena meint man irgendwie zu kennen, aber doch ist sie auch wieder anders.

 

 

Es ist so schade

17 Feb

eine israelische Gruppe spielt ein armenisch-türkisches Volkslied in Indien oder armenisch oder anatolisch oder aserbaidschanisch oder was auch immer. Das könnte etwas Verbindendes haben. Ich finde das Lied und die Interpretation sehr schön. Ich mag auch „Weltmusik“, die muss man nicht mögen, manche halten das für (musikalischen) Synkretismus, dann muss man sie auch nicht hören. Über die Musik und ihre Qualität kann man auch diskutieren. Schaut man sich aber die Diskussion unter diesem Post auf YouTube an (die Übersetzungfunktion von Google macht es leidlich möglich), sieht man hauptsächlich Kommentare, die sich darum streiten, was es nun genau sei, und zwar nicht weil man aufklären möchte, sondern weil man wahlweise die Türken, die Armenier oder sonstwen hasst. Es ist wirklich schade.

Dabei ist es doch einfach nur Weltmusik …

Tröstlich, das es auch anders geht. Dass ich anna RF mag, wird man inzwischen bemerkt haben.

Ourewäller Reggae

16 Feb

Aus meiner derzeitigen und vermutlich auch endgültigen Wahlheimat Owerramscht.

Zwei von denen sind Lehrer und alle spielen noch in anderen Bands, was belegt, dass Lehrer offenbar zuviel Zeit haben 😉

Gut drauf sind sie alle.

 

Wüste(n)musik

14 Feb

Anna RF haben dankenswerterweise gleich ihr ganzes Album online gestellt. In einem Beitrag hatte ich sie und ihre teilweise recht verrückten Videos schon mal vorgestellt.

Neues

30 Dez

von meinem Lieblingsmusikprojekt (nicht meinem im Sinne von mir).

 

Und aus der live outside Serie

Endlich

17 Dez

konnte ich sie live sehen, Gabby Young. Sie steht mir irgendwie nahe. Weil ich erstens Ihre Musik sehr mag, seit ich sie vor ungefähr 6 Jahren entdeckt und zum ersten Mal gehört habe. Und zweitens, naja sie hatte eben auch Schilddrüsenkrebs. Ob der es war, der ihre mögliche Opernkarriere verhindert hat, eine diesbezüglich ausgebildete Stimme hatte sie Anfang 20, oder die Entdeckung „anderer“ Musik, darüber herrscht kein Konsens. Jedenfalls hat sie sich nach der zunächst erfolgreichen Behandlung entschieden eben diese andere Musik zu machen, eine geniale, wilde Mischung von allem Möglichen folkigen, Gipsy, Jazz, Balladen u.v.m. Erst im Frühjahr kam dann ein Rezidiv und eine erneute erfolgreiche Operation. Eigentlich macht sie das nicht zum Thema, die meisten ihrer Fans wissen das, mehr aber auch nicht.

Bis auf die Tatsache, dass sie gestern Abend die Narbe der OP nicht überschminkt hatte. Aus meiner Sicht eine Aussage. Ich höre nämlich relativ oft die Frage nach der Narbe, ob sie denn groß werden würde, wie lange man sie denn sieht, von Menschen mit dieser Diagnose vor einer OP, hauptsächlich von Frauen. Ich finde, man darf sie ruhig sehen, ein Überbleibsel, eine Erinnerung, vielleicht auch eine kleine Mahnung, auf sich Acht zu geben.

Jedenfalls war das Konzert mit einem leicht an die Weihnachtszeit angepassten Programm wunderbar, auch der „opening act“ um die israelische Sängerin Sivan Talmor, die die erste halbe Stunde bestritt. Die Atmosphäre im Bad Homburger Kulturbahnhof war auch ganz wunderbar.

Für mich war das zeitweise recht emotional nicht wegen der Krebsgeschichte, sondern aus anderen Gründen, vornehmlich der Lieder und deren Texte, die in dem gegenüber den Albumaufnahmen und Videos etwas reduzierten Auftritt noch besser zur Geltung kamen. Und wegen dem zweiten „endlich“:

Endlich habe ich wieder vor einem positiven Ereignis sowas wie ehrliche Vorfreude empfunden. Ich habe mich tatsächlich ganz uneingeschränkt auf dieses Konzert gefreut und dabei erst gemerkt, was mir die Depression langsam aber sicher in der Zeit, als sie sich in meinem Kopf breitgemacht hat, eigentlich genommen hat.

Als ich zum 60. Geburtstag im Juli die für mich unglaublich wertvollen Karten für J.M. Jarre in Frankfurt geschenkt bekam, habe ich mich schon irgendwie gefreut, und das Geschenk hat mir sehr viel bedeutet, ohne Zweifel. Auch war das Konzert dann Mitte Oktober ganz ohne Zweifel absolut großartig, vor allem als Erinnerung daran, dass ich 40 jahre vorher meine erste LP von Jarre gekauft hatte. Aber so richtige ehrliche Vorfreude kam irgendwie nicht auf, es mischten sich  Bedenken von allerlei Art ein, die schwarze Dame ging energisch dazwischen, ich hatte mich  gefälligst nicht darauf zu freuen. Natürlich, gut war es trotzdem, beeindruckend. Aber den gestrigen Abend habe ich mit allen Sinnen genossen und wenigstens bei diesem Ereignis kam sie mir nicht dazwischen. Ganz verlassen hat die Dame mich noch nicht, sie lauert vermutlich noch ziemlich nahe. Ob ich sie je ganz los werde, wird sich zeigen. Für gestern war jedenfalls Ruhe, und das ist doch schon mal sehr gut.

Das erste Stück Musik, dass ich von Gabby Young gehört habe, ist dieses hier, allerdings damals in einer aufwändigeren Version. Gestern war es noch ein klein wenig intimer, und damit noch intensiver. Es war das letzte Stück des Abends, und damit schloss sich ein wunderbarer Kreis.

Kennt den eigentlich noch jemand?

6 Sep

Alexis Korner hab ich zum ersten Mal auf Doldingers Passport Jubilee Album gehört, was natürlich nicht unbedingt typisch für ihn ist, aber wohl auch seine Vielseitigkeit unterstreicht. Dass ich Doldinger mag, hab ich hier ja schon öfter durchblicken lassen. Dass der mich zu dem Blues-urgestein Korner geführt hat, ist ein weiterer Pluspunkt für ihn 😉

Daher zunächst was mit der Jubilee-Formation, in dem Fall schon etwas kornertypisch aber eben mit Doldinger drumherum.

Dann noch etwas typischer für Korner mit Steve Marriott

Und noch einen richtigen Blues

Und den muss ich noch schnell nachschieben, weil das wieder mal zeigt, wie alles mit allem zusammenhängt 😉
Watermelon man, vom von mir ebenfalls verehrten Herbie Hancock interpretiert von Alexis Korner